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Arbeitskampf in KölnWarnstreik beim WDR – Beginn in der Nacht

Verdi ruft die Beschäftigten des Westdeutschen Rundfunks (WDR) zu einem 24-stündigen Warnstreik auf.

Copyright: IMAGO/Panama Pictures

Verdi ruft die Beschäftigten des Westdeutschen Rundfunks (WDR) zu einem 24-stündigen Warnstreik auf.

Aktualisiert:

Der Warnstreik soll bereits um 2 Uhr in der Nacht auf Donnerstag (30. April) beginnen, teilte die Gewerkschaft Verdi mit.

Die Gewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten des Westdeutschen Rundfunks (WDR) zu einem 24-stündigen Warnstreik auf, das teilte die Verdi-Pressestelle am Mittwochabend (29. April) mit.

Die vierte Verhandlungsrunde sei ohne Ergebnis geblieben, hieß es weiter. Der angeberaumte Warnstreik soll demnach bereits um 2 Uhr in der Nacht auf Donnerstag (30. April) beginnen.

„Wir erwarten vom WDR ein deutlich verbessertes Angebot“

„Das Angebot wird der wirtschaftlichen Lage der Beschäftigten nicht gerecht. Es bedeutet real einen Verlust an Kaufkraft“, erklärte der Verdi-Verhandlungsführer Christof Büttner in einer Pressemitteilung der Gewerkschaft. „Die Beschäftigten leisten täglich hochwertige Arbeit. Dafür braucht es eine angemessene Bezahlung.“

Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Gehälter und Honorare um sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich für Festangestellte. Die Laufzeit soll zwölf Monate betragen. „Wir erwarten vom WDR ein deutlich verbessertes Angebot. Die Beschäftigten brauchen Planungssicherheit und faire Einkommen“, so Büttner. Mit dem Warnstreik solle nun der Druck auf die Arbeitgeberseite erhöht werden.

Verdi hält Angebot des WDR für unzureichend

Das Angebot des WDR bewerte man hingegen als unzureichend, teilte der Verdi-Landesbezirk Nordrhein-Westfalen mit: Nach Angaben der Gewerkschaft sieht es eine Laufzeit bis Ende 2028 vor. Gehälter und Honorare sollen erst in den Jahren 2027 und 2028 steigen. Die Erhöhung liegt demnach jeweils bei zwei Prozent und steht unter Vorbehalt einer Beitragsanpassung. Ohne diese sinkt sie auf jeweils ein Prozent.

Die Verhandlungen werden nach Angaben der Gewerkschaft voraussichtlich am 9. Juni 2026 in einer fünften Runde fortgesetzt. In der Vergangenheit hatten Warnstreiks mitunter auch zu Umstellungen beim Programm des Senders geführt, etwa bei einem fünftägigen Warnstreik im Dezember 2024. Ob dieser Schritt nun erneut nötig wird, wurde zunächst nicht bekannt. (red)

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