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„Schluss, das geht so nicht“SPD-Mann Ott fordert Debatte über ungleiche Wohlstandsverteilung

NRW-SPD-Spitzenkandidat Jochen Ott

Copyright: Henning Kaiser/dpa

NRW-SPD-Spitzenkandidat Jochen Ott will über Verteilungsfragen reden. (Archivbild)

SPD-Politiker Ott: 81% finden Reichtum ungerecht verteilt.

Jetzt reicht's! Jochen Ott, der Spitzenkandidat der SPD in Nordrhein-Westfalen, verlangt eine offene Debatte über die ungerechte Verteilung des Reichtums in unserem Land. Am Morgen sagte er im Deutschlandfunk, wie die dpa berichtet: „Wenn wir wollen, dass es einen wirklichen Aufschwung gibt und dass die Leute wieder anpacken und sagen ‚es geht nach vorn‘, dann muss man eben in Deutschland auch nochmal darüber reden, wie Einkommen hier verteilt ist“.

Und Ott steht mit seiner Forderung nicht alleine da. Er stützt sich auf eine WDR-Umfrage, die es in sich hat. Demnach finden unfassbare 81 Prozent der Deutschen, dass der Reichtum hierzulande ungerecht verteilt ist. Für den SPD-Politiker ist das die Steilvorlage für eine Steuer-Debatte. Denn die Zahlen zeigen auch: Knapp zwei Drittel (64 Prozent) sprechen sich für eine Wiedereinführung der Vermögensteuer aus. Eine Anhebung der Abgaben auf große Erbschaften befürworten 61 Prozent.

Kritik an der CDU – und an der eigenen Partei

Laut Ott gibt es im Land mehr Millionäre und Milliardäre als je zuvor. Diese seien die Gewinner der letzten Jahre und müssten endlich einen größeren Teil zum Gemeinwohl beitragen. Es sei der komplett falsche Ansatz, arbeitende Familien zusätzlich zu belasten, während riesige Vermögen unangetastet blieben, meint der SPD-Politiker. Die Vergangenheit lehre: Wenn man in einer Krise die gesellschaftliche Mitte unter Druck setzt, kann man keine wirtschaftliche Erholung erwarten und muss sich nicht wundern, wenn rechte politische Kräfte Zulauf bekommen.

Der SPD-Politiker warnt, dass sich bei berufstätigen Familien immer mehr das Gefühl breitmacht, sie müssten die Konsequenzen globaler Krisen alleine tragen. Scharf kritisiert er den Einfluss von Wirtschaftslobbyisten und Fachleuten, die unentwegt neue Reformen anmahnen, welche letztlich finanzielle Einbußen für die Bevölkerung bedeuten. Und dann die Breitseite gegen die eigenen Genossen: Innerhalb der SPD vermisse er momentan eine laute Stimme, die unmissverständlich klarmacht: „Schluss, das geht so nicht“.

„Schlicht der falsche Weg“

Eine Aufbruchstimmung und neuer Optimismus seien nicht zu machen, solange es keine merkliche Entlastung für die Mitte der Gesellschaft gibt. Im WDR-Morgenecho fand Ott deutliche Worte in Richtung CDU: „Wenn die CDU meint, man müsse insbesondere die, die hart arbeiten gehen, dann auch noch belasten, dann ist das schlicht der falsche Weg.“

Hintergrund der Zahlen ist eine repräsentative Umfrage: Das Meinungsforschungsinstitut infratest dimap befragte für den WDR bundesweit 2.084 Menschen. Teilgenommen haben deutschsprachige Personen ab 16 Jahren, die zwischen dem 7. und 14. April 2026 online und telefonisch erreicht wurden. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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