Ein Hausbewohner in Köln-Deutz lebt in Angst. Vor fast genau einem Jahr, am 19. Juni 2025, gab es in einem Restaurant eine heftige Explosion. Nun gab es erneut einen Vorfall.
„Dachte, Tankstelle ist explodiert“Kölner schildert Horror-Nacht – und es hört nicht auf

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Ermittler am 19. Juni 2025 in Köln-Deutz: Am frühen Morgen hatte es eine Explosion in dem Restaurant gegeben.

Schüsse in Bilderstöckchen, eine Explosion vor einem Mehrfamilienhaus in der Innenstadt, ein Mann, der auf der Zülpicher Straße aus einem fahrenden Auto heraus niedergeschossen wird, ein Anschlag auf eine Cocktailbar am Friesenwall. Köln erlebt seit Wochen eine Serie von Gewalttaten, die viele Menschen in der Stadt aufschreckt.
Die Kripo hat eine 21-köpfige Ermittlungsgruppe eingesetzt und prüft Verbindungen zur organisierten Kriminalität. Viele Kölner und Kölnerinnen fühlen sich durch die Gewaltserie verunsichert. Einer von ihnen meldete sich jetzt bei EXPRESS.de – und schildert, was er vor einem Jahr in Köln-Deutz erlebt hat. Aus Angst vor Rache möchte B. anonym bleiben.
Hausbewohner aus Deutz lebt in Angst
Gegen 4.30 Uhr gab es einen Knall, der alles erschütterte. Einen Knall, der so laut war, dass B. in seiner Wohnung sofort von dem Schlimmsten ausging. „Zuerst dachte ich, die Tankstelle gegenüber ist explodiert. So laut war der Knall“, erinnert er sich. Die Scheiben blieben heil – aber er erlitt auf einem Ohr ein Knalltrauma. „Wenn jetzt jemand die Tür knallt, zucke ich sofort zusammen“, beschreibt B. seine Angst.
Der Mann wohnt in dem Haus in Deutz, das am frühen Donnerstagmorgen (19. Juni) von einer heftigen Explosion erschüttert wurde. Luftlinie etwa 30 Meter gegenüber des Kölner Polizeipräsidiums.
Damals explodierte in einem Restaurant auf der Ecke Deutz-Kalker Straße/Deutzer Ring eine Bombe. Die Polizei Köln ging von einer vorsätzlich herbeigeführten Explosion aus und ermittelte im Bereich der organisierten Drogenkriminalität. Es gab Festnahmen.

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Am 15. Mai 2026 gab es im Bereich des Restaurants erneut einen Polizeieinsatz. B. fotografierte den Einsatz aus dem Fenster.
Trotzdem lebt B. weiter in Angst. Am 15. Mai 2026 erlebte er den nächsten Schock – diesmal am helllichten Tag. Kurz nach 15 Uhr stürmte ein junger Mann aus dem Restaurant und rief laut um Hilfe. Er sei dort mit mehreren Waffen bedroht worden, habe der Mann auf der Straße gerufen.
Gibt es einen Zusammenhang?
Die Polizei rückte mit Streifenwagen an. B. beobachtete den Einsatz. Die Kölner Polizei bestätigt einen Einsatz an der Örtlichkeit. Ein Sprecher auf EXPRESS.de-Nachfrage: „Jedoch ohne den Gebrauch von Waffen. Lediglich eine verbale Auseinandersetzung ist bekannt.“
Ob es Festnahmen gab und ob der Vorfall im Zusammenhang mit der Explosion im Juni 2025 steht, dazu äußerte sich die Polizei nicht.
Für die Bewohner des Hauses sei die Lage unerträglich geworden, sagt B. Er habe nachts immer wieder merkwürdige Gestalten im Umfeld des Lokales und am Hintereingang gesehen. „Für die Menschen, die dort wohnen, ist so etwas sehr verunsichernd.“
Eine alleinerziehende Mutter sei aus Angst bereits mit ihrem Kind ausgezogen. Andere Eigentümer hätten zudem ihre Wohnungen im Haus für weit unter Wert verkauft!
