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„Ich bin zu jedem nett“Skurrile Story von Comedy-Star macht Kölner Kassierer (31) bekannt

Philip John Kamp und seine Mutter Evelyn von der Kölner Backwerk-Filiale am Eigelstein

Philip John Kamp und seine Mutter Evelyn betreiben eine Backwerk-Filiale am Eigelstein 98.

Schwer beeindruckt war Kabarettist Torsten Sträter von einem Kölner Kassierer. Der hatte das Herz des Ruhrpottlers mit einer kleinen Geste richtig bewegt. 

von Andrea Kahlmeier (ak)

Was muss das für ein Kölner sein, von dem Kabarettisten Torsten Sträter (57) in seiner Sendung so schwärmt? „Er ist toll, bewundernswert, ein guter Mann!“ Ein Bundesverdienstkreuz-Träger, Politiker, Sportler, berühmter Autor?

Nix da. Philip John Kemp (31) ist Kassierer in einer Backfiliale am Eigelstein und hat es geschafft, den Satiriker aus dem Ruhrgebiet wie kaum ein anderer zu beeindrucken.

Torsten Sträter: Lustige Breitseite gegen den Eigelstein in Köln

Aber der Reihe nach: Nachdem Sträter sich bei einem Spaziergang am Rhein fette Blasen gelaufen hatte und die Füße aussahen wie „sechs Kilo Hack im Sonderangebot“, schlappte er am nächsten Morgen in weißen Frotteepantoffeln über den Kölner Eigelstein auf der Suche nach Pflastern. „Ich sah aus, als wäre ich aus einem Seniorenheim abgehauen“, lacht er.

Alles zum Thema Eigelstein

Im Gegensatz zum „wunderschönen Savoy-Hotel“, sagte ihm der Eigelstein offensichtlich nicht so zu. „Die Straße sieht aus wie 100 Meter Las Vegas nach einem Entwurf von Hieronymus Bosch. Finger weg vom Heroin! Nur Spielsalons, Klimbimläden, Nagelstudios und etwas zu viele Wettbüros.“

Schließlich genehmigte der Comedian sich bei einem Bäcker Donuts und Kaffee, stand nach eigenen Worten verquollen an der Kasse und hatte „so einen Hals“, bis ein junger Mann ihn anlächelte: „Guten Morgen, das macht bitte 7,05 Euro“.

Und der kleine Mann fügte noch hinzu: „Ich wünsche Ihnen einen guten Appetit, einen schönen und erfolgreichen Tag und passen Sie bitte auf sich auf.“

Kölner Kassierer macht Torsten Sträter fast sprachlos

Sträter war von den (nicht vorhandenen) Socken: „Warum machen Sie das?“, fragte er den Kassierer, der ihm versicherte, dass ihm seine Kunden am Herzen lägen und er seinen Job sehr ernst nehmen würde. Der Comedian war gerührt und empfahl seinem Publikum in seiner nächsten Show, die Billigbäckerei mit dem asiatisch anmutenden Kassierer („sage ich, damit sie ihn sofort erkennen“) unbedingt aufzusuchen.

EXPRESS.de nahm Sträter beim Wort und fand ihn wie beschrieben hinter der Kasse vor: Philip John Kamp, 31 Jahre alt, Mütze wie Torsten Sträter meist bis über die Ohren gezogen, sodass das Gesicht von einem großen lächelnden Mund dominiert wird. Dieser wird noch breiter, als wir ihm erzählen, dass er Thema in der Sendung eines Comedians war.

Und ja, Kemp erinnerte sich an den seltsamen Mann mit den Schlappen. „Egal, wie jemand hier hereinkommt, ich habe keine Vorurteile, bin zu jedem nett“, erklärt der fröhliche Kassierer. Warum? Er sei als Baby mit seiner Mutter nach Deutschland gekommen und hier von ihrem neuen Mann adoptiert worden: „Ich habe so viel Glück gehabt. Sonst würde ich vielleicht heute noch im Müll nach Essensresten suchen.“

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Er glaube an Karma, sagt der Backstuben-Philosoph: „Wenn man etwas Gutes tut, dann kommt es zurück.“ Deshalb beobachte er, seit er die Filiale nahe der Torburg zusammen mit seiner Mutter im Franchise-Verfahren betreibt, seine Kunden genau.

Wirken sie gehetzt, verärgert oder einsam, haben sie vielleicht Lust auf einen Plausch? „Zufriedene Kunden kommen wieder“, lautet die Devise des geschäftstüchtigen Seelenfängers. Thorsten Sträter zählt ganz bestimmt dazu!