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11.000 Fahnen gegen rechts Tochter von Arsch-Huh-Urgestein führt Idee des Vaters fort

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Ines Pütz kämpft für die Werte ihres Vaters weiter.

Köln – Die Botschaft ist klar: Kein Veedel für Rassismus!

Die Kölner Interessengemeinschaft mit Sitz in Ehrenfeld macht für den Kommunalwahlkampf mobil: mit einer großen Fahnenaktion gegen rechts.

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11.000 Fahnen gegen rechts wollen die Initiatoren der Aktion im Juni gehisst sehen.

Und eine große Tradition wird dabei fortgesetzt: Ines Pütz, die Tochter von Arsch-Huh-Mitbegründer Karl-Heinz Pütz (†58), setzt das Erbe ihres Vaters als eine der Initiatorinnen mit fort.

„Seit Juni 2019 arbeiten wir an einer Kampagne für die kommende Kommunalwahl in Köln (13. September 2020). Unser Projekt: Wir wollen mehrere Wochen vor der Kommunalwahl in Köln sichtbar machen, dass Rassismus in unseren Veedeln keinen Platz hat!

Und zwar in Form von Fahnen, die möglichst viele Kölner*innen an ihre Fenster und Balkone hängen“, heißt es von den Initiatoren, die im Netz dafür ein Crowdfunding ins Leben gerufen haben.

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Die Fahne am Millowitsch-Denkmal.

Ines Pütz tritt in die Fußstapfen ihres Vaters Karl-Heinz, der 1992 die legendäre Arsch-Huh-Bewegung mit ins Leben rief und bis zu seinem frühen Tod 2013 unermüdlich gegen Rassismus kämpfte.

Hier lesen sie mehr: Der Deutzer Werft-Sternmarsch

Sie sagt uns: „Mein Vater hat mir viele Werte mitgeben: Solidarität ist wichtig, Toleranz ist wichtig,

Wenn du nichts zu tun hast, engagiere dich (Faulheit stinkt), Du bist privilegiert, gebe was du kannst! Rassismus ist ein Problem! ARSCH HUH, Zäng ussenander!“

Ines Pütz: Ich vermisse meinen Vater

Schon als kleines Mädchen war Ines mit ihrem Papa auf diversen Aktionen im Ehrenamt unterwegs. „1992 war ich noch zu klein, um etwas mitzubekommen. Aber ich war immer überall dabei.

Ich vermisse meinen Vater, aber da ich immer noch Kontakt zu den Leuten von früher habe, zu denen, die mich geprägt haben, habe ich das Gefühl, dass er immer noch da ist und mir hilft. Da ich aber keine Musikerin bin, musste ich meinen Aktivismus verlagern und dann bin ich zu 'Kein Veedel für Rassismus' gekommen.“

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Ines und ihr Vater Karl Heinz Pütz

Besonders die jetzige Aktion, die durch die Corona-Krise natürlich an Aufmerksamkeit eingebüßt hat, liegt ihr am Herzen.

„Die Idee für die jetzige Aktion hatte meine Veedelsgruppen-Kollegin Rosa Maria Bianco und hat uns alle mit ins Boot geholt. Am Internationalen Tag gegen Rassismus (Samstag, 21. März 2020) hatten wir mehrere Aktionen in Porz geplant und wollten das Crowdfunding promoten, welches an diesen Tag starten sollte. Doch dann durchkreuzte Dreckstück Corona unsere Pläne!“

Corona-Krise als Hindernis der Aktion

An den ersten drei Tagen waren über 200 Fahnen gebucht und knapp über 4.500 Euro eingegangen. Doch dann konnten infolge des Kontaktverbots tausende Flyer nicht verteilt werden.

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Kein Veedel für Rassismus - die Botschaft ist klar.

Die Macher kämpfen um Aufmerksamkeit: „Mal sind es die Kinder, mal ist es die viele Arbeit im Büro. Völlig okay und verständlich.

Doch jeder findet die Zeit, eine Fahne am Fenster oder am Balkon zu befestigen, um ein Zeichen zu setzen und das für nur fünf Euro!

Was soll nach den NSU-Morden, dem heimtückischen Angriff auf unsere OB Henriette Reker, nach der Ermordung von Dr. Walter Lübcke und nach den Attentaten in Halle und Hanau noch passieren?“, fragen sie.