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Bombenfund in Köln-NippesEntschärfung erfolgreich – Hinweis für Verkehrsteilnehmer

Aktualisiert:

Bombenfund in Nippes. Eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe (500 Kilogramm) mit Front- und Heckaufschlagzünder konnte erfolgreich entschärft werden. 

Bei Sondierungsarbeiten wurde am Freitagmorgen (10. Juli) in der Nägelistraße in der Nachbarschaft des Johannes-Giesberts-Parks in Köln-Nippes ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.

Es handelte sich um eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe (500 Kilogramm) mit Front- und Heckaufschlagzünder. Der Sprengkörper konnte noch heute erfolgreich entschärft werden.

Die wichtigsten Infos im Überblick

  1. 15.19 Uhr: Die Entschärfung ist erfolgreich abgeschlossen. Nach und nach werden die Straßensperren nun aufgehoben. Verkehrsteilnehmende werden dennoch gebeten, den Bereich noch eine Weile weiträumig zu umfahren, bis sich die Staus aufgelöst haben. Auch das Krankenhaus Holweide ist inzwischen wieder für die Notfallversorgung angemeldet und nimmt Patienten auf, bis Samstagfrüh die Rücktransporte in das Kinderkrankenhaus beginnen. Die Linien 16, 124 und 140 der KVB werden zeitnah wieder ihre bekannten Routen fahren.
  2. 14.32 Uhr: Die Evakuierung ist abgeschlossen und die Freigabe zur Entschärfung der Weltkriegsbombe wurde erteilt.
  3. 14.08 Uhr: Nach einer erneuten Kontrolle der Kinderklinik soll die Freigabe zur Entschärfung erteilt werden. Der zweite Klingeldurchgang ist inzwischen beendet.
  4. 13.21 Uhr: Die KVB-Linie 16 wird in Kürze getrennt und fährt nicht mehr durch den Evakuierungsbereich. Auch die Busse 124 und 140 umfahren den Bereich.
  5. 13.16 Uhr: Die Zoobrücke wird nun ab Innerer Kanalstraße in Fahrtrichtung Deutz gesperrt. In die Gegenrichtung in Fahrtrichtung Innenstadt wird sie im weiteren Verlauf bis zur Abfahrt Niederländerufer gesperrt.
  6. 13.02 Uhr: Der zweite Klingeldurchgang läuft.
  1. 13 Uhr: Die Kinderklinik ist evakuiert. Alle kleinen Patienten und Patientinnen wurden nach Holweide verlegt.
  2. 12.52 Uhr: Nach Informationen der Kollegen und Kolleginnen von Radio Köln ist die Entschärfung für circa 14 Uhr geplant.
  3. 12.32 Uhr: Besonders aufregend war die Evakuierung auch für die Kita-Kinder. Einige hatten Angst und weinten. Ein Mitarbeiter des Ordnungsamts war sehr einfühlsam und tröstete: „Das ist alles ganz aufregend und ihr habt früher frei!“
  4. 12.23 Uhr: Damit es in der Anlaufstelle in der Turnhalle des Erich-Kästner-Gymnasiums nicht zu heiß wird, wird dort für Klimatisierung gesorgt.
  5. 12.01 Uhr: Die Krankentransporte aus der Kinderklinik laufen nach Plan. Autofahrende werden dringend gebeten, den Bereich um das Evakuierungsgebiet zu meiden. Auch Fußgänger, Fußgängerinnen sowie Radfahrer und Radfahrerinnen werden aufgefordert, keine Grünflächen im Evakuierungsbereich mehr zu betreten. Je schneller der Gefahrenbereich leer ist, desto schneller kann der Blindgänger entschärft werden.
Einen aufregenden Tag erlebten die Kinder der Kita St. Agnes. Auch sie wurden evakuiert.

Copyright: Iza Koza

Einen aufregenden Tag erlebten die Kinder der Kita St. Agnes. Auch sie wurden evakuiert.

  1. 11.23 Uhr: Die Auffahrt zur Zoobrücke und die Innere Kanalstraße (ab Kreuzung Niehler Straße) werden gesperrt (Fahrtrichtung Rechtsrheinisch).
  2. 11.19 Uhr: Inzwischen sind die ersten kleinen Patienten im Krankenhaus Holweide angekommen. Die Klinik Holweide bittet Besucher und Besucherinnen darum, Freitag und Samstag möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen, da die Parkflächen dringend für die Einsatzfahrzeuge benötigt werden.
  3. 10.47 Uhr: Die Evakuierungen laufen alle sehr geregelt und ruhig ab. Auch die Einsatzkräfte wirken entspannt.
  4. 10.22 Uhr: Fast alle Straßen sind jetzt gesperrt. Zoobrücke und Innere Kanalstraße bleiben vorerst geöffnet.
  5. 9.53 Uhr: Der Kölner Zoo bleibt geöffnet! Die Zufahrt über die Stammheimer Straße ist allerdings aufgrund der Sperrung nicht möglich. Die Straßenbahnlinie 18 verkehrt regulär (Haltestelle „Zoo/Flora“ geöffnet). Die Anfahrt bis zum Parkplatz unter der Zoobrücke ist ebenfalls möglich. Hier steht aber nur begrenzter Parkraum zur Verfügung.
  6. 9.44 Uhr: Der erste Klingeldurchgang läuft.

Bombenfund Köln-Nippes: Erster Klingeldurchgang läuft

Um welche Uhrzeit der Blindgänger entschärft wird, steht noch nicht fest. Aktuell läuft bereits der erste Klingeldurchgang. Dafür muss der Gefahrenbereich abgesperrt und evakuiert werden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf (KBD) und das Ordnungsamt der Stadt Köln sind vor Ort. Der endgültige Gefahrenbereich wurde vom KBD mit einem Radius von 500 Metern festgelegt. Rund 4.300 Personen werden von Evakuierungen betroffen sein.

Ob ihr von der Evakuierung betroffen seid, erfahrt ihr auf unserer interaktiven Karte. Einfach Adresse eingeben und checken!

Kinderkrankenhaus bereitet sich seit Tagen auf Evakuierung vor

Auch das Kinderkrankenhaus an der Amsterdamer Straße muss geräumt werden. Die Klinik bereitet sich bereits seit Tagen auf diesen Ernstfall vor – nun ist er eingetreten. Für den gesamten Zeitraum der Evakuierung ist die Klinik von der Versorgung abgemeldet. Die Stadt Köln bittet alle Eltern, in Notfällen ab sofort die Uniklinik Köln, das Krankenhaus Porz oder das Krankenhaus Leverkusen aufzusuchen. Insgesamt müssen 43 Kinder. 20 von ihnen sind intensivpflichtig.

Auch das Krankenhaus Holweide der Kliniken Köln ist während der Evakuierung abgemeldet, da dort die evakuierten kleinen Patienten und Patientinnen untergebracht werden. Der Kreißsaal ist hiervon nicht betroffen und steht allen Patientinnen weiterhin zur Verfügung. Zudem bittet die Stadt Klinikbesuchende darum, Freitag und Samstag möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Holweide anzureisen, da die Parkflächen dringend für die Einsatzfahrzeuge benötigt werde.

Krankenwagen stehen zur Patientenverlegung vor dem Kinderkrankenhaus.

Copyright: Oliver Berg/dpa

Krankenwagen stehen zur Patientenverlegung vor dem Kinderkrankenhaus.

Straßen werden gesperrt, auch KVB betroffen

Folgende Straßen sind von der Evakuierung betroffen:

  1. Amsterdamer Straße/Xantener Straße
  2. Theodor-Schwann-Straße Höhe Hausnummern 17/20
  3. Am Botanischen Garten Höhe Hausnummern 59/66
  4. Johannes-Müller-Straße/Garthestraße
  5. Sieboldstraße Höhe Hausnummern 8/11
  6. Stammheimer Straße/Bodinusstraße
  7. Lennéplatz
  8. Frohngasse/Riehler Straße
  9. Riehler Straße/Amsterdamer Straße
  10. Lentstraße Höhe Hausnummern 3/6
  11. Innere Kanalstraße/Niehler Straße
  12. Auerstraße/Schneider-Clauss-Straße
  13. Kuenstraße/Schneider-Clauss-Straße
  14. Beuelsweg Höhe Hausnummer 25
  15. Beuelsweg Höhe Hausnummer 3
  16. Florastraße Höhe Hausnummern 91/104
  17. Seekabelstraße Höhe Hausnummern 7/8
  18. Josefine-Clouth-Straße Höhe Hausnummern 32/41
  19. Kautschukstraße Höhe Hausnummer 6
  20. Auf dem Stahlseil Höhe Hausnummern 4a/7
  21. Josefine-Clouth-Straße/Auf dem Stahlseil
Bei Sondierungsarbeiten in der Nachbarschaft des Johannes-Giesberts-Parks in Köln-Nippes ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.

Copyright: Arton Krasniqi

Bei Sondierungsarbeiten in der Nachbarschaft des Johannes-Giesberts-Parks in Köln-Nippes ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.

Auch die KVB sind betroffen

Auch die Stadtbahn-Linie 16 und die Buslinien 124, 140 und 186 der KVB sind betroffen. Auf der Linie 16 entfällt der Halt Kinderkrankenhaus. Die Linie 140 wird über Riehler Straße und Boltensternstraße abgeleitet.

Alle Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Bereich großräumig zu umfahren und Rettungsgassen zu bilden, wenn Einsatzfahrzeuge mit Sonderrechten (Blaulicht, Martinshorn, Sirene) auf der Strecke unterwegs sind.

Anlaufstelle für Evakuierte im Erich-Kästner-Gymnasium

Von den Evakuierungen betroffen sind neben der Kinderklinik auch die Kita St. Agnes, das Schwimmbad Lentpark sowie der Botanische Garten/Flora und ein Übernachtungsbetrieb. Wie die Stadt Köln mitteilte, haben sieben Gebäude im Evakuierungsbereich mehr als fünf Stockwerke.

Als Anlaufstelle für Evakuierte dient das Erich-Kästner-Gymnasium an der Castroper Straße 7. Diese wurde mit dem Beginn des ersten Klingelrundgangs geöffnet.

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