Für den Kölner Dom muss man bald ein Ticket lösen. Die Höhe des Preises wird am Dienstag enthüllt, was in der Stadt für mächtig Wirbel sorgt.
Hammer-Nachricht für KölnDom-Besuch – Höhe des Eintrittsgelds mit Spannung erwartet

Copyright: Federico Gambarini/dpa
Der Kölner Dom (Archivfoto) ist bald nicht mehr gratis.
Aktualisiert:
Es ist eine Nachricht, die viele Kölnerinnen und Kölner bewegt: Für eine Besichtigung des Doms muss bald gezahlt werden. Das Domkapitel hatte diesen Entschluss bereits Anfang März verkündet. Am Dienstag (2. Juni) um 11.00 Uhr will die Domleitung auf einer Pressekonferenz nun endlich verraten, wie tief Besucher in die Tasche greifen müssen.
Eine gute Nachricht gibt es aber: Wer zum Beten oder für einen Gottesdienst in die Kathedrale kommt, muss auch in Zukunft nichts bezahlen. Wie genau das kontrolliert werden soll, ist allerdings noch nicht geklärt.
Täglich 23.200 Euro: Darum braucht der Dom das Geld
Dompropst Guido Assmann wird auch erklären, wie die Gebühr erhoben wird und welche Bereiche des Gotteshauses für zahlende Gäste zugänglich sein werden. Mit dem Geld sollen der Unterhalt, die Sicherheit und der Betrieb der Kathedrale finanziert werden.
Der Grund für die drastische Maßnahme ist simpel: Dem Dom gehen die Mittel aus. Die Ausgaben sind höher als die Einnahmen. Laut Dombaumeister Peter Füssenich verschlingt allein der Erhalt des gigantischen Bauwerks jeden einzelnen Tag die unglaubliche Summe von 23.200 Euro.
Die Einführung der Gebühr hat in Köln eine hitzige Diskussion ausgelöst. Kritiker befürchten, die Kathedrale könnte ihre Funktion als offener und zentraler Treffpunkt für alle Menschen in der City einbüßen.
Preis unter zehn Euro? Das sagen die Befürworter
Die Befürworter der Maßnahme ziehen den Vergleich zu anderen bekannten Gotteshäusern. So sei es im Mailänder Dom oder in der St. Paul's Cathedral in London längst normal, einen Obolus zu entrichten. In Deutschland hingegen sind die meisten Kirchen weiterhin kostenlos.
Eine konkrete Summe nannte Barbara Schock-Werner. Die frühere Dombaumeisterin, die jetzt an der Spitze des Zentral-Dombau-Vereins steht, sagte, der Preis müsse unter zehn Euro bleiben. Ihr Verein, der schon seit 1842 Gelder für den Dom sammelt, half erst bei der Vollendung des Baus und sorgt seit 1880 für den Erhalt.
(red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
