Köln-EhrenfeldZornige Gruppierung schlägt wieder zu – und überklebt Werbefläche

Die Werbefläche, die in Köln-Ehrenfeld mit einem Plakat, auf dem Christian Lindner zu sehen ist, überklebt wurde.

„nervtjeden“ hat in Köln-Ehrenfeld erneut eine Werbefläche überklebt.

In Köln-Ehrenfeld wurde – wie bereits mehrfach – eine Werbefläche überklebt. Und das von niemand Geringerem als der Plakat-Kleber-Gruppierung „nervtjeden“.

von Ayhan Demirci (ade)

Nicht nur die Klima-Kleber und -Kleberinnen setzen ihre Aktionen fort. Auch die illegalen Plakatkleber und -kleberinnen agieren offenbar, wann und wie sie wollen – so wie jetzt wieder in Köln-Ehrenfeld.

Am Bahnhof Ehrenfeld, gegenüber vom Backwerk, haben Aktivisten und Aktivistinnen erneut eine Werbefläche der Wall GmbH gekapert. Die dort befindliche Werbung wurde mit einem selbst gestalteten Plakat überklebt.

„nervtjeden“-Gruppierung überklebt Werbefläche in Köln-Ehrenfeld

Zu sehen ist FDP-Chef Christian Lindner und dessen vermeintliche Haltung zum Neun-Euro-Ticket bzw. zum ÖPNV. Der Look des Plakates ist den aus dem Wahlkampf noch vertrauten Originalen der Liberalen zum Verwechseln ähnlich.

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Hinter der Aktion steckt eine Gruppierung namens „nervtjeden“, die in ihrem Titel noch den Slogan „Dies Irae“ führt (lateinisch für „Tage des Zorns“). Wer genau sich dahinter verbirgt, ist unklar.

Bereits seit mehreren Jahren betreiben die „Zornigen“ sogenanntes „Adbusting“, überkleben vorhandene Werbungen mit ihren verfremdenden Plakaten. An Rosenmontag waren so Plakate, die Erzbischof Rainer Maria Woelki im Fegefeuer zeigen, im Kölner Stadtbild aufgetaucht.

Eine EXPRESS-Anfrage bei der betroffenen Wall GmbH mit Sitz in Berlin blieb am Osterwochenende unbeantwortet. Frauke Bank, die Pressesprecherin der Wall GmbH, hatte in der Vergangenheit erklärt: „Generell handeln wir in solchen Fällen immer sehr schnell. Sobald sich Hinweise auf Adbusting ergeben, entfernt unser Service-Team diese umgehend.“

Im aktuellen Fall sind beide Seiten der Wall-Werbetafel von Aktivisten missbraucht worden: „Hinter“ Lindner wird Ex-Kanzler Gerhard Schröder mit einem bereits bekannten Motiv als Russlandfreund vorgeführt.