Ein Kölner Kinogänger schlägt Alarm: Im Cinedom sollen Mäuse unterwegs sein. Der Geschäftsführer widerspricht deutlich und erklärt, was wirklich dahintersteckt.
„Gehen wir konsequent nach“Ekel-Fund im Cinedom – Kino-Chef äußert sich

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Das Kölner Cinedom im Mediapark (Archivfoto). Gibt es dort ein Mäuseproblem?

Von wegen gemütlicher Kinoabend mit Popcorn und Cola. Ein EXPRESS.de-Leser schlägt Alarm.
Im Kölner Cinedom will er Mäuse entdeckt haben – und spricht sogar von einer „Mäuseplage“. Offenbar sollen die Nager auch im Kinosaal gesehen worden sein. Das Multiplex-Kino zählt zu den meistbesuchten Freizeit-Adressen der Stadt.
Mäusesichtung – das sagt der Cinedom-Chef
Das Cinedom selbst weist die Vorwürfe deutlich zurück. Geschäftsführer Holger Pfaff erklärt auf Anfrage unserer Redaktion: „Von einem akuten oder außergewöhnlichen Mäuseproblem im Cinedom kann keine Rede sein.“
Allerdings, räumt Pfaff ein, könne es, wie in vielen öffentlich zugänglichen Gebäuden einer Großstadt, „vereinzelt zu Sichtungen von Mäusen kommen.“
„Solchen Hinweisen gehen wir konsequent nach“, versichert der Geschäftsführer. „Mit vorbeugenden Maßnahmen, regelmäßigen Kontrollen sowie einem konsequenten Hygiene-, Reinigungs- und Abfallmanagement wirken wir möglichen Vorkommen dauerhaft entgegen.“

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Cinedom-Chef Holger Pfaff
Sauberkeit, Hygiene und das Wohlbefinden unserer Gäste und Mitarbeitenden hätten für das Cinedom höchste Priorität.
Erst kürzlich wurde über ein verbreitetes Mäuseproblem in Kölner Brauhäusern berichtet.
Wie verbreitet die Nager in Köln wirklich sind, kann kaum jemand genau sagen. Eigene Zahlen zu den sogenannten „Schadnagern“ erhebt die Stadt Köln nicht.
440 Meldungen zu Schadnagern im öffentlichen Raum
Seit Jahresbeginn gingen beim Umwelt- und Verbraucherschutzamt 440 Meldungen zu Schadnagern im öffentlichen Raum ein. Laut einer Sprecherin sind die Zahlen konstant: 515 Meldungen waren es 2025, 530 im Jahr 2024. Besondere Hotspots gibt es nach Angaben der Stadt nicht – die Tiere tauchen dort auf, „wo achtlos Müll und Essensreste entsorgt werden“. Als einen Grund nennt die Stadt die wachsende Menge an wildem Müll in Köln.
Der Kölner Schädlingsbekämpfer Sebastian Oberkönig sagt, die Schätzungen zur Zahl der Tiere lägen weit auseinander. Vermutlich gebe es in Köln mehr Ratten als Einwohner – und noch mehr Mäuse.
Auch die Stadtentwässerungsbetriebe (SteB) melden auf Anfrage: „Wir stellen in mehreren Bereichen vermehrt Ratten fest.“ Wo es Futter gibt, bleiben die ungebetenen Nager und vermehren sich: in Parks, auf Spielplätzen, in Wohnsiedlungen und Hochhaus-Komplexen mit offenen Müllplätzen, aber auch an Schulen. Am wohlsten fühlen sich die Tiere in der Kanalisation. Die SteB warnen deshalb eindringlich davor, Essensreste über die Toilette oder den Abfluss loszuwerden.
Habt ihr selbst schon Mäuse in der Gastro oder im Kino gesehen? Schickt uns hier schnell und einfach eure Infos, Fotos oder Videos.
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