Verdacht auf Blindgänger in Köln 40 Erdbohrungen durchgeführt – Ergebnisse liegen vor

Schock-Szene Kölnerin (87) will Straße überqueren – als E-Scooter kommt, kracht es gewaltig

E-Scooter-Fahrer in der Nacht in Köln unterwegs.

Die E-Scooter in Köln stehen in der Kritik. Auch wegen der hohen Unfallzahlen in Verbindung mit Alkohol. Das Symbolfoto wurde im Juni 2021 in Sülz aufgenommen.

E-Scooter haben in Köln am Wochenende für zehn Unfälle gesorgt. In den meisten der Fälle war Alkohol im Spiel. Eine Seniorin wurde von einem E-Scooter angefahren.

Köln. Die E-Scooter-Bilanz in Köln – sie wird offenbar von Tag zu Tag schlimmer. Während die Plattform Shared Mobility am Montag (6. September) endlich die Bergung der ersten Roller aus dem Rhein organisiert hat, berichtet die Kölner Polizei zeitgleich erneut von einem Wochenende voller Unfälle. 

Am Samstag und Sonntag (4./5. September) hat die Polizei fünf schwer verletzte und fünf leicht verletzte Menschen nach Unfällen mit E-Scootern registriert. Erneut war bei den meisten der Unfälle Alkohol im Spiel, konkret bei acht der zehn Unfälle. Noch am Unfallort wurden den Beteiligten Blutproben entnommen.

E-Scooter in Köln: Polizei berichtet erneut von Alkohol-Unfällen

Dabei passt das Wochenende in die erschreckende Bilanz seit Jahresbeginn: Bislang hat die Polizei Köln von Januar bis Ende August 206 Verkehrsunfälle mit Beteiligung von E-Scootern registriert. Dabei erlitten allein 33 der meist männlichen Fahrer so schwere Verletzungen, dass sie zur stationären Behandlung in Krankenhäuser eingeliefert wurden. In 43 Fällen waren Alkohol und/oder Drogen im Spiel.

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Einer der härtesten Fälle spielte sich in Köln-Weiden ab, direkt an der Aachener Straße. Am Samstag gegen 20 Uhr wich ein 16-Jähriger mit seiner 15 Jahre alten „Beifahrerin“ einem Seniorenpaar aus, das in Höhe der Hans-Willy-Mertens Straße die Straße überqueren wollte. Doch das Manöver misslang, es kam zum Zusammenstoß. Die 87 Jahre alte Frau musste mit schweren Verletzungen in eine Klinik eingeliefert werden.

In der Altstadt-Süd, an der Friedrichstraße, stürzte am Samstag gegen 21.30 Uhr ein 40 Jahre alter E-Scooter-Fahrer, der gut 1,4 Promille Alkohol im Blut hatte. Rettungskräfte fuhren den zunächst nicht ansprechbaren Mann mit einer Kopfplatzwunde und einem Ellbogenbruch in eine Klink, wo Polizisten ebenfalls die Entnahme einer Blutprobe anordneten.

Kölner Polizei warnt: Für E-Scooter gelten die gleichen Alkoholwerte wie für Autos

Erneut Weiden: An der Ecke Bahnstraße/Goethestraße kam am Sonntag gegen 0.30 Uhr ein 42-jähriger Mann mit seinem Leih-Scooter zu Fall und musste mit Gesichtsverletzungen in einer Klink stationär behandelt werden. Nach eigenen Angaben konnte sich der Kölner nicht mehr an den Unfallhergang erinnern. Ein Atemalkoholtest bei ihm ergab einen Wert von 1,2 Promille.

Nur rund 20 Minuten später passierte an der Ecke Gudrunstraße/Hauptstraße in Köln-Rodenkirchen Ähnliches. Ein 41 Jahre alter Mann stürzte mit 1,4 Promille Alkohol im Blut mit seinem Leih-Scooter. Auch ihn fuhren Rettungskräfte in eine Klinik, da er zunächst nicht ansprechbar war.

Wegen der erneut erhöhten Unfall-Lage in Kombination mit Alkohol weist die Kölner Polizei noch einmal darauf hin: Für das Fahren von E-Scootern gelten die gleichen Promille-Grenzen wie für Autos! Ab 0,3 Promille drohen Strafverfahren für Fahrerinnen und Fahrer und der Führerschein ist in Gefahr.

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