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KVB saniert SchienenGroßbaustellen in Köln: Linien werden getrennt und umgeleitet

Eine KVB-Stadtbahnlinie 18 am Barbarossaplatz in Köln.

Am Barbarossaplatz (hier eine KVB-Linie 18 am 26. August 2022) werden ab dem 31. März umfangreiche Bauarbeiten an den Gleisen beginnen.

Die KVB erneuert in diesem Jahr weitere Teile der Schienen. Deshalb wird es in Köln zu einigen Einschränkungen und Umleitungen kommen. Der Krankenstand sorgt indes weiter für Probleme.

von Marcel Schwamborn (msw)

„Es wuselt wieder“, sagt die KVB-Vorstandsvorsitzende Stefanie Haaks (56), wenn sie über die Entwicklung im öffentlichen Personennahverkehr spricht. Nach den coronabedingten Einbrüchen füllen sich Busse und Bahnen in Köln allmählich wieder.

2022 waren 236,1 Millionen Menschen unterwegs, das ist ein Plus von 37,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Rekordjahr 2019 wurden 286 Millionen Fahrgäste gezählt. „Wir wissen nicht, wie ein neues ‚normal‘ angesichts von Homeoffice und Online-Handel irgendwann aussehen wird“, sagt die Chefin, deren Vertrag am Donnerstag (16. März 2023) um fünf weitere Jahre bis Februar 2029 verlängert wurde.

KVB: Zahl der Fahrgäste wieder deutlich gestiegen

In dieser Amtszeit sollen viele Projekte angegangen werden. Die KVB intensiviert die Erneuerung der Schieneninfrastruktur, um die Qualität des Stadtbahnverkehrs zu sichern. Dabei werden an vielen prominenten Stellen Bauarbeiten durchgeführt. „Dieses große Volumen lässt sich nicht nur in den Ferien bewerkstelligen“, sagt Haaks.

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Eine der ersten Baustellen wird ab 31. März am Barbarossaplatz Richtung Eifelstraße entstehen. Dort müssen 560 Meter Schiene und 460 Schwellen ausgetauscht werden. Deshalb werden in dem Bereich bis zum 6. April die Linien 12, 15 und 16 getrennt, umgeleitet und stellenweise durch einen Busverkehr ersetzt. Auch für den Kfz-Verkehr wird es einige Einschränkungen geben.

Eine weitere Großbaustelle ist im Sommer auf der Kreuzung Aachener Straße/Gürtel vorgesehen, weshalb dann dort die Linien 1, 7 und 13 nicht wie geplant fahren werden. Alleine diese Modernisierung wird 8,1 Millionen Euro kosten.

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Die dritte prominente Großbaustelle wird ab dem 16. September am Neumarkt und auf der Hahnenstraße entstehen. Die Linien 1, 7 und 9 werden davon betroffen sein. „Dass es in den Bereichen zu Lärm und Staub kommen wird, ist unvermeidlich“, sagt die KVB-Chefin. „Wir werden auf Informationsveranstaltungen Anwohnerinnen und Anwohner sowie Gewerbetreibende informieren“.

Hier eine Übersicht aller geplanter Baustellen im KVB-Netz 2023:

  • 31.3. – 6.4.2023:
    Gleiserneuerung Barbarossaplatz – Eifelstraße (Südstadt)
    Linien 12, 15 und 16
  • 24.4. – 28.4.2023:
    Gleiserneuerung Richard-Wagner-Straße/Moltkestraße (City)
    Linien 1 und 7
  • 22.6. – 1.7.2023:
    Erneuerung der Überfahrt Rheinuferstraße (Südstadt)
    Linie 12
  • 24.6. – 22.7.2023:
    Erneuerung Schienenlagerung (Mülheim, Wiener Platz)
    Linie 4
  • 22.7. – 5.8.2023:
    Erneuerung Aachener Stern (Braunsfeld)
    Linien 1, 7 und 13
  • 16.9. – 16.10.2023:
    Gleiserneuerung Hahnenstraße mit Abzweig Mauritiussteinweg sowie Busumfahrt Neumarkt (bis 29.10.)
    Linien 1, 7 und 9 sowie geringfügig Linien 136 und 146
  • 4.11. – 6.11.2023:
    Fahrleitungsarbeiten Nußbaumerstraße/Gürtel (Ehrenfeld)
  • 12.11. – 24.11.2023:
    Erneuerung Schienenlagerung (Mülheim, Wiener Platz)
    Linien 13 und 18

Modernisiert wird neben den Schienen auch weiter die Fahrzeugflotte. Bis Ende des Jahres sollen 30 neue Stadtbahnen im Einsatz sein. Die Busse werden bis 2030 komplett auf Elektro-Antrieb umgestellt. Auch die Rolltreppen werden weiter erneuert. Zudem werden insgesamt 16 Bahnsteige saniert sowie auf den Linien 4, 13 und 18 verlängert, um längere Züge einsetzen zu können.

Neben der Infrastruktur hat die KVB zwei weitere Herausforderungen zu lösen. Der Krankenstand liegt weiter bei 17 Prozent der Beschäftigten. Deshalb wurde der Fahrplan bereits reduziert. Zum Start des 49-Euro-Tickets ab 1. Mai wird wieder mit einem Anstieg der Fahrgastzahlen gerechnet.

„Zu dem Zeitpunkt werden wir es nicht hinbekommen, zum vollen Fahrplan zurückzukehren“, sagt Haaks. „Das ist blöd. Aber wenn die Krankenzahlen so bleiben, dann wird es dauern, bis wir in den Normalfahrplan kommen. Wir analysieren weiterhin, welche Gründe für die hohen Krankenquoten vorliegen.“

Außerdem steht am 20. und 21. März bereits der vierte Streik der Mitarbeitenden an, zu dem Verdi aufgerufen hat. „Das ist ärgerlich für die Fahrgäste, aber ein legitimes Mittel, um Forderungen durchzusetzen“, sagt die KVB-Chefin auf EXPRESS.de-Nachfrage. „Ich hoffe, dass es relativ zeitnah eine Einigung gibt. Wann das sein wird, kann ich nicht beurteilen. Im Moment sind Reisen generell sehr schwierig zu planen.“