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Kritik wegen Grill-Rauch Jetzt reden die Kebab-Bosse von der Kölner Weidengasse

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Sakir Toprak ist seit 2007 Inhaber des „Öz Harran Doy Doy“ an der Weidengasse.

Köln – Die Kebab-Krise am Eigelstein erhitzt die Gemüter und sorgt parallel zur Diesel-Diskussion für dicke Luft. Anwohner der Weidengasse, die die Grillschadstoffe für zu gefährlich halten, sehen die zu einem Six-Pack anwachsende Kebablandschaft deshalb skeptisch (hier nachlesen). Jetzt haben im EXPRESS die Kebab-Bosse das Wort.

Sakir Toprak (46) ist seit 2007 Inhaber des „Öz Harran Doy Doy“ – dem Lokal mit dem größten Holzkohlegrill und den meisten Tischen an der Weidengasse. Täglich gehen da Hunderte Fleischspieße über den Tresen.

Er versteht die ganze Diskussion nicht. „Seit über 25 Jahren gibt es hier Holzkohlegrills und es hat niemanden gestört." Jetzt habe er den Eindruck, dass einige wenige Anwohner die Geschichte so groß machen.  Allerdings fand eine Petition der Anwohner zahlreiche Unterschriften.

Nach Meinung von Sakir Toprak nach hat ein Kaminbrand in einem Restaurant, bei dem vor einigen Monaten dichter Qualm aus dem Schornstein quoll, die Diskussion entfacht. Tatsächlich sind die Bilder Bestandteil eines Kebap-Rauch-Videos, das seit Monaten kursiert. 

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„Wollen für alle verträgliche Lösung finden“

Wie Toprak waren auch einige andere Restaurant-Betreiber beim Info-Abend der IG Eigelstein, an dem die Grills das Hauptthema waren.

„Zum Glück gibt es ja die IG, mit der wir gerne eine für alle verträgliche Lösung finden möchten. Dabei sollten die Kosten nicht vergessen werden. Wir haben alle notwendigen und vorgeschriebenen Anlagen in unseren Restaurants, müssen alle 45 Tage eine Wartung für den TÜV durchführen lassen und die Schornsteine säubern“, erklärt er. Ein neuer Holzkohlegrill kostet laut Toprak um die 25.000 Euro.

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Am Kebab scheiden sich derzeit die Geister an der Weidengasse.

Gerüchte um Schließung

Sakir Toprak selbst macht sich keine Sorgen, aber andere Betreiber klagen über Gerüchte, die Holzkohlegrills müssten wegen der Beschwerden schließen.

Toprak: „Wir bringen uns gerne ein hier in unserem Veedel, wie etwa bei der Weihnachtsbeleuchtung oder dem Straßenfest, ein. Daher bin ich mir sicher, dass wir im Dialog eine gute Lösung finden.“

Man dürfe nicht vergessen, dass die türkischen Geschäftsleute diese und anderen Straßen belebt haben, so Toprak.

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Alan Muhammed, Betreiber des „Dürümcü Baba“ an der Weidengasse.

Könnte der Kebab denn nicht etwas weniger qualmen?

Alan Muhammed vom „Dürümcu Baba“ meint, vor allem Adana-Kebab sei wegen des Fettanteils „qualmreich“. Bei Hähnchen- und Lammspieß sähe es entspannter aus.

Aber Rezepturen ändern? Für Sakir Toprak undenkbar. „Dann müssten wir ja das Rezept unserer Spezialität ändern. Dann können wir gleich zumachen. Unsere Kunden kommen doch genau wegen dieses Geschmacks.“

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