Entscheidung zu Gerhard Schröder gefallen Wird der Altkanzler aus der SPD geworfen?

Mini-Balkon, 35 qm, Smoothies Günter Wallraff erklärt sein Kölner Not-Appartement

Ehrenfeld, Venloer Straße

Die Venloer Straße in Ehrenfeld. Hier ist Helge Achenbach bei Günter Wallraff bald zu Hause. 

Köln – Wohnen bei Günter Wallraff in Köln-Ehrenfeld – das ist schon eine humanistische Tradition.

Erst war es der aus der DDR ausgebürgerte Wolf Biermann (1976). Später der von den iranischen Mullahs mit einer Todes-Fatwa belegte Autor der „Satanischen Verse“, Salman Rushdie (1989). Wallraff versteckte ihn.

Günter Wallraff

Günter Wallraff machte als Enthüllungsjournalist Karriere.

Dann war es ein von der PKK verfolgter kurdischer Aktivist und  – wieder Iran – der wegen „Blasphemie“ mit dem Tode bedrohte Rap-Musiker Shahin Najafi. Zuletzt der Obdachlose Richard Brox. Sie alle und noch mehr konnten sich in der Not auf Wallraff verlassen. Jetzt also Helge Achenbach.

Alles zum Thema Günter Wallraff
  • Waghalsige Aktion auf dem Rhein Kölner TV-Star setzt auf verbotene Insel über
  • „Team Wallraff“ Undercover im Pflegeheim – als Bewohnerin in Klinik muss, jubelt Mitarbeiterin
  • Helfen Sie mit Wir wollen Obdachlose unterstützen
  • Obdachlos Erst Psychiatrie, dann Straße: Kölner Star-Journalist enthüllt eigene Vergangenheit
  • „Arsch huh“ Emotionales Video: So wollen Kölner Künstler Obdachlosen helfen
  • Besondere Aktion Wegen Riesen-Problem in der City: So rufen Vereine alle Kölner zur Mithilfe auf    
  • Kölner Corona-Spaßbremse? Karl Lauterbach zeigt sich bei Promi-Kumpel ganz anders
  • „Team Wallraff“ Reporter ermitteln undercover beim Deutschen Roten Kreuz
  • Heftige Vorwürfe Bonnerin (64) kommt nicht aus der Türkei raus
  • „Bewegter Mann”-Erfinder ganz offen Köln ist nicht mehr der geilste Arsch der Welt

Lesen Sie hier mehr zu der neuen verrückten Kölner Promi-WG Günter Wallraff und Helge Achenbach

Smoothies von der Venloer Straße für Ex-Häftling Helge Achenbach

„Ich habe gerade noch einen Kühlschrank besorgt“, sagt Wallraff, als EXPRESS ihn am Montagnachmittag erreicht. Was kommt rein? „Nur gesunde Sachen.“ Dazu zählen frisch gepresste Bio-Smoothies von der Venloer Straße.

Das Appartement im Dachgeschoss hat Schrägen, ist etwa 35 qm groß, hat zwei Räume, ein kleines Arbeitszimmer. Es gibt einen kleinen Balkon.

Schon während seiner Zeit als Freigänger habe Achenbach ihn in Ehrenfeld besucht. Wallraff rechnet dem Kunsthändler und -förderer dessen Haltung nach den Betrügereien an: „Er hat sich zu seiner Tat bekannt und hat das nicht kleingeredet.“ Achenbach habe seine Strafe mehr als hinreichend verbüßt: „Ich sehe ihn gefestigter und geläutert.“

Er selbst habe Achenbach ein Jahr vor dessen Verhaftung kennengelernt. „Er wollte raus aus dem Kunstbetrieb, der sich immer mehr zu einer Spekulations- und Geldmaschinerie entwickelt hat.“

Achenbach sei damals mit einer Stiftungsidee an ihn herangetreten – so wie er jetzt mit einer Stiftung politisch verfolgte und inhaftierte Künstler fördern will. Das passt zu Wallraffs Engagement.

(exfo)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.