Neuer Elon Musk? Kölner Gründer mit großem Umwelt-Engagement: „Wollen Vorreiter werden“

Anton Luskan, der Gründer des Internet-Anbieters Kennzeichen.Express.

Der Kölner Anton Luskan ist Gründer des Unternehmens „Kennzeichen.Express“, mit dem er auch einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten will.

Aus Köln in die weite Welt: Unternehmer Anton Luskan vertreibt in seinem Onlinehandel Kennzeichen, mit denen er gleichzeitig etwas Gutes für die Umwelt tut.

Anton Luskan (31) hat sich schon immer für den Onlinehandel interessiert. Der Kölner gründete bereits mit Anfang 20 sein erstes Unternehmen: Mit liebesschloss24.de verkaufte er gravierte Liebesschlösser, wie sie beispielsweise zuhauf an den Geländern der Hohenzollernbrücke zu bestaunen sind. Dabei sollte es jedoch nicht bleiben, denn Luskan gründete 2017 einen weiteren Internet-Shop.

Mit „Kennzeichen.Express“ vertreibt er Nummernschilder im Web – und verbindet seine Arbeit dabei auch noch mit seinem Engagement für die Umwelt. Wie genau er mit seinem Unternehmen einen Beitrag zum Umweltschutz leisten will und wie es zur Gründung von „Kennzeichen.Express“ kam, hat der Kölner im EXPRESS.de-Gespräch exklusiv erzählt.

Kölner Unternehmer lehnt sich gegen horrende Preise auf

„Auf die Idee für „Kennzeichen.Express“ kam ich, als ich 2017 ein Auto anmelden wollte. Der Preis von 40 Euro für zwei Nummernschilder an der Zulassungsstelle erschien mir doch sehr hoch“, sagt Anton Luskan.

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Bei seinen anschließenden Recherchen sei er auf das Kennzeichen-Kartell gestoßen: „Das sind eine Handvoll großer Unternehmen, die den deutschen Markt unter sich aufgeteilt haben. Die Preise werden durch Absprachen hochgehalten und der Wettbewerb so unterbunden. Für den Endverbraucher gab es keine gute Alternative.“ Daraufhin habe er den Markt als Chance angesehen und selbst etwas dagegen unternehmen wollen – getreu des kölschen Gesetzes „Vun nix kütt nix“.

Kölner hat bekanntes Vorbild – pro verkauftem Kennzeichen wird ein Baum gepflanzt

Doch nicht nur der günstige Preis und die schnelle Lieferung seien Alleinstellungsmerkale seines Unternehmens. Denn mit jedem verkauften Nummernschild leistet Luskan auch einen kleinen Widerstand gegen den Klimawandel. Ein Teil der Einnahmen wird nämlich dazu genutzt, Mangroven-Bäume zu pflanzen.

„Die Bäume werden auf Madagaskar, einem der ärmsten Länder der Welt, gepflanzt. Mangroven binden viermal mehr CO2 als tropische Bäume. Mit einer Mangrove können knapp 305 Kilogramm CO2 gebunden werden. Dies entspricht den Emissionen einer Autofahrt von Stockholm nach Rom. Außerdem sind Mangroven die Heimat vieler bedrohter Tierarten und bilden die Grundlage fruchtbarer Böden für die Einheimischen“, sagt der 31-Jährige. Er wolle mit diesem Engagement zeigen, dass es möglich ist, nachhaltig Verantwortung zu übernehmen und gleichzeitig erfolgreich wirtschaften zu können.

„Elon Musk hat es mit Tesla vorgemacht und den Umstieg zur Elektromobilität eingeläutet. Die deutsche Autoindustrie hätte von Anfang an ebenfalls Vorreiter sein können, nun wollen wir es ein Stück weit werden“, behauptet der Kennzeichen.Express-Gründer.

Kölner Gründer: „Levve un levve losse“

In Zukunft möchte der Kölner seinen eingeschlagenen Weg weiter gehen. Mehr Kennzeichen seien gleichbedeutend mit mehr Bäumen für den guten Zweck. „So können wir noch mehr Menschen einen Mehrwert mit unserer Arbeit liefern“, sagt Luskan.

Der Unternehmer selbst lebt seit seinem 16. Lebensjahr in Köln – eine Zeit, die ihn geprägt hat: „Ich habe hier viele entscheidende Momente meines Lebens erlebt und durchlebt. Köln ist nicht nur eine Stadt, sondern vor allem ein Gefühl, das von Lebenslust und Toleranz geprägt ist.“ Deshalb lebe er auch nach dem Motto: „Levve un levve losse.“

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