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Verkehrs-Klatsche für Köln Fußgänger fühlen sich in keiner Stadt so unsicher wie hier

Die neuen Radspuren am Hohenzollernring.

Laut einer ADAC-Umfrage fühlen sich Fußgänger in Köln so unsicher wie in keiner anderen deutschen Großstadt. Das Foto des Hohenzollernrings wurde am 18. Mai 2021 aufgenommen.

Neben dem Auto, dem Fahrrad oder dem öffentlichen Nahverkehr werden die Wege zur Arbeit, zum Supermarkt oder zum Arzt oftmals auch zu Fuß erledigt. Allerdings fühlen sich Fußgänger in keiner Stadt so unwohl wie in Köln.

Köln. Hätten Sie gewusst, was in Deutschland die beliebteste Art der Fortbewegung ist? Richtig, das Zufußgehen. Mehr als 80 Prozent der Menschen in Deutschland legen laut einer Studie des Bundesverkehrsministeriums ihre Strecken gerne per pedes hinter sich, gut 40 Prozent davon sogar fast täglich.

Allerdings kommt die Sicherheit, vor allem in Großstädten, dabei häufig zu kurz. In einer Online-Umfrage des ADAC wurden im August dieses Jahres 3200 Fußgänger in deutschen Großstädten zu zwei großen Themenblöcke befragt: Die Störfaktoren aufgrund infrastruktureller Gegebenheiten sowie Unsicherheiten durch das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer. Köln kam dabei überhaupt nicht gut weg.

Verkehrsführung: Harsche Kritik an der Stadt Köln

Denn laut der ADAC-Umfrage fühlen sich Fußgänger in keiner deutschen Großstadt so unsicher wie in Köln. Nur 37 Prozent der Befragten fühlen sich auf den Kölner Straßen wirklich sicher.

Als besonders rücksichtslos wird dabei das Verhalten von E-Scooter-Fahrern (60 Prozent), Radfahrern (43 Prozent) und Autofahrern (37 Prozent) beschrieben.

Prof. Dr. Roman Suthold vom ADAC-Nordrhein sagt zu der katastrophalen Statistik: „Die Stadt hat die Bedürfnisse von Fußgängern bei der Verkehrsplanung jahrelang vernachlässigt. Gehwege und Überwege sind teilweise total veraltet. Da ist zu wenig passiert.“ Und deshalb sei auch die Frustration der Fußgänger mittlerweile so groß.

Köln: E-Scooter, Autofahrer – das stört die Fußgänger am meisten

Neben dem allgemeinen Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer sind die Kölner Fußgänger auch über bestimmte Verhaltensweisen besonders genervt. So ärgert sich rund zwei Drittel der Befragten über E-Scooter, Fahrräder oder Motorräder, die auf den Gehwegen abgestellt wurden. Die ungefähr gleiche Anzahl der Befragten stört sich besonders an Fahrradfahrern, die unerlaubt auf den Gehwegen fahren.

Auch bei Autofahrern sind den befragten Kölnern einige Dinge aufgefallen, die sie in der Umfrage mit hohen Frust-Werten abstraften: 70 Prozent der Fußgänger erleben demnach regelmäßig, dass die Autofahrer beim Abbiegen nicht auf sie achten. Auch das unerlaubte Parken auf dem Gehweg stört 66 Prozent der Befragten. Besonders ärgerlich: 44 Prozent stellen immer wieder fest, dass Autos an Zebrastreifen nicht anhalten.

Zu dem vernichtenden Urteil der Umfrageteilnehmer sagt ADAC-Experte Prof. Dr. Suthold: „Inzwischen unternimmt die Stadt mehr Anstrengungen, aber die aufgestauten Probleme lassen sich nicht von heute auf morgen beheben. Den Investitionsstau in Sachen Straßeninfrastruktur spüren nicht nur Radfahrer und Autofahrer, sondern eben auch die Fußgänger.“ Das Zufußgehen ist die beliebteste Art der Fortbewegung – in Köln ist das jedoch mit einigen Kompromissen und Vorsichtsmaßnahmen verbunden. (nb)

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