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Abschied von KölnElefantenkuh „Tong Koon“ zieht aus – Zoo mit süßer Info

Zoobesucher stehen am Elefantengehege.

Copyright: Michael Bause

Elefantendame „Tong Koon“ ist aus dem Kölner Zoo (Archivfoto des Elefantengeheges im Oktober 2023) ausgezogen.

Die 38-jährige Elefantenkuh „Tong Koon“ ist von Köln nach Münster umgezogen. Dazu gibt es eine besondere Nachricht.

Tschüss, Köln! „Tong Koon“ hat ein neues Zuhause. Die 38 Jahre alte Asiatische Elefantenkuh ist am Montag (2. November) in den Allwetterzoo Münster umgezogen. Laut Kölner Zoo lief der Transport ohne Probleme.

Passend dazu verriet der Kölner Zoo zum Umzug ein schönes Detail: „Tong Koon“ ist aktuell wieder trächtig. In ihrem neuen Zuhause wird sie also bald noch einmal Mutter.

„Tong Koon“ wurde gut vorbereitet

Gut vorbereitet auf den Umzug war die Elefantendame allemal: Wochenlang hatten Tierpfleger gezielt mit ihr für den Umzug trainiert. Allein war sie auf der Reise nicht. Vertraute Pflegerinnen begleiteten „Tong Koon“ nach Münster. Auch in den ersten Tagen bleiben sie noch dort, damit ihr die Eingewöhnung leichter fällt.

Ein neues Gehege ist dabei nur die halbe Geschichte. In Münster soll „Tong Koon“ wieder mit anderen Elefantenkühen zusammenleben. In Köln teilte sie sich zuletzt übergangsweise das Leben mit einem Elefantenbullen. Der Grund: Innerhalb der Kölner Elefantenkuh-Herde kam es immer wieder zu Unruhen. Das Europäische Erhaltungsprogramm gab schließlich eine Empfehlung – und so fiel die Entscheidung, der Elefantendame eine neue Bleibe in einer neuen Gruppe zu ermöglichen.

Mit dem Kölner Zoo verbindet „Tong Koon“ eine lange Geschichte. Übersetzt heißt ihr Name „goldener Reichtum“. Und der passt: Über die Jahre hat sie die Kölner Elefantenherde um mehrere Jungtiere bereichert. Ihr Sohn „Ming Jung“ kam am 16. April 2007 zur Welt. Auch die Elefantenbullen „Rajendra“ (2011) und „Kitai“ (2017) stammen von ihr ab. Mit der Geburt ihres ersten Sohnes kletterte sie nach Angaben des Zoos außerdem in der Rangordnung der thailändischen Elefantenkühe deutlich nach oben.

Für die Kölner Elefantenherde bedeutet ihr Weggang damit auch eine Veränderung. Die Tiere im Elefantenpark leben in einem Familienverband – direkten Kontakt zu den Pflegern gibt es dort nicht. An der Spitze der Gruppe steht Leitkuh „Kreeblamduan“.

Größter Elefantenpark nördlich der Alpen steht in Köln

Der Abschied von „Tong Koon“ lädt auch zu einem Blick zurück ein: Wie hat sich die Elefantenhaltung im Kölner Zoo entwickelt? Schon 1864 zog hier der erste Elefant ein. Mit heute hatte das damals wenig zu tun. Die Tiere lebten in engen Räumen, begrenzt von Eisengittern. Wie groß die Gruppen waren und wie sie zusammengestellt wurden, war zudem sehr unterschiedlich.

Die Anforderungen an die Elefantenhaltung wandelten sich erst über die Jahrzehnte. Je stärker das Bewusstsein für die Bedürfnisse der Tiere wurde, desto klarer war: Es braucht größere und naturnähere Anlagen.

2004 kam dann ein wichtiger Schritt: Der heutige Elefantenpark wurde eröffnet. Rund 20.000 Quadratmeter umfasst die Anlage. Sie bietet den Tieren mehr Platz und mehr Möglichkeiten, im Familienverband zu leben. Damit gilt sie als größter Elefantenpark nördlich der Alpen. Für die Bullen gibt es neben den Bereichen der Kühe ein eigenes Gehege.

Das Kapitel Köln ist für „Tong Koon“ nun abgeschlossen. In Münster erwartet sie eine neue Gruppe – und schon bald ein neues Familienmitglied. (red)