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„Ging gar nicht“Kölner Kult-Imbiss mit großer Neuerung – Nachbarschaft atmet auf

Das Kebapland, bereits draußen stehen die Menschen Schlange.

Zahl­rei­che Kund­schaft: Bis in die Nacht liegt Fleisch auf dem Holz­koh­le­grill im Ke­ba­p­land.

Das Kebapland in Köln-Ehrenfeld ist Kult. Die Nachbarschaft war lange aber wenig begeistert – aufgrund der Geruchsbelastung. Das Problem ist jetzt Geschichte.

von Ayhan Demirci (ade)

In keinem anderen Lokal Kölns gehen wohl so viele Fleischspieße über den Tresen wie im Kebapland.

Mit der Folge, dass rund um das Ehrenfelder Kult-Lokal ein schwerer Geruch von Grillrauch durch die Luft und in die Räume der Nachbarschaft wie der Kölner Polizei gleich gegenüber wabert – sehr zu deren Leid. Doch damit ist jetzt Schluss!

Kebapland in Köln: Keine Geruchsbelästigung mehr durch Filteranlage

Eine neue, laut Kebapland-Gründer Erol Günes 100.000 Euro teure Filteranlage macht es möglich. Der Maschinenbauingenieur Ilgün Bek (38), der vor fünf Jahren aus der Türkei nach Köln kam und hier die Firma „Mauersegler“ gründete, hat die Anlage vor wenigen Wochen auf dem Flachdach der Gaststätte installiert.

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Nachbarn wie der Zahnarzt Felix Schotland aus dem Helios-Ärztehaus sind begeistert: „Früher war es so, dass meine Patientinnen und Patienten auf dem Behandlungsstuhl durch den Kebap-Geruch Hunger bekamen – das war unangenehm und ging gar nicht. Jetzt haben wir eine enorme Verbesserung.“

Zahnarzt Felix Schotland zeigt auf den Schornstein des Kebaplands.

Die Praxis von Zahnarzt Felix Schotland liegt im dritten Stock – bis hierhin ragt der 15 Meter hohe Ke­bapland-Schorn­stein. Jahrelang war der Geruch ein Problem.

Auch im Kölner Umweltamt ist man zufrieden. Die Experten hätten festgestellt, dass durch die Filteranlage die Emissionen „sicht- und spürbar eingedämmt worden sind.“ Die Nachbarschaft habe den positiven Effekt der Abluftreinigungsanlage bestätigt: „Seit dem Einbau sind keine Beschwerden mehr eingegangen“, erklärt eine Sprecherin der Stadt.

Auch die Polizei zeigt sich zufrieden. Zwar sei „aufgrund der engen Bausituation die Erwartung einer vollkommenen Geruchsvermeidung durch Gastronomiebetriebe nicht realistisch“. Jedoch begrüße die Polizeiinspektion 3 „jegliche Bemühung, die zu einer Steigerung eines freundlichen Neben- und Miteinanders führen.“ Insgesamt stelle man „positive Unterschiede zu den vorherigen, vermeintlichen Brandgerüchen durch Kohle oder andere Brennstoffe im Bereich der Polizeiwache Ehrenfeld“ fest.

Die neue Fil­ter­an­lage auf dem Dach des Kebaplands.

Die Fil­ter­an­lage auf dem Dach des Lokals. Das Wich­tigste am System seien die re­gel­mä­ßige Wartung der Technik und der tur­nus­mä­ßige Austausch der Filter.

Ilgin Bek, Entwickler der Filteranlage, erklärt: „Da das Kebapland eines der meistbesuchten Kebap-Restaurants in Köln ist, mussten wir ein ganz besonderes System entwickeln, was eine große Herausforderung für uns war. Wir mussten die schmutzigen und öligen Abgase vom Eintritt in die Abzugshaube bis zum Austritt aus dem Schornstein in den Griff bekommen, also haben wir Ozongeneratoren, Rauchgaswascher, elektrostatische Filter und Aktivkohlefilter in das System eingebaut.“

Das erfordere eine wirklich gute technische Berechnung. Man könne also sagen: Es ist im Grunde ein riesiges Filtersystem. Die Nachbarschaft freut sich.