Die Schull- un Veedelszöch zogen am Karnevalssonntag bei Sonnenschein durch die Kölner Innenstadt. Drei Gruppen wurden am Ende ausgezeichnet. Sie dürfen auch am Rosenmontagszug teilnehmen.
Schull- un VeedelszöchSieger stehen fest: Diese drei Gruppen gehen am Montag mit
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Bunter, fröhlicher und sonniger hätte dieser Karnevalssonntag (15. Februar 2026) nicht sein können. Die 74. Kölner Schull- un Veedelszöch waren ein Fest für die Augen und ließen die Jecken strahlen.
Schulen und Vereine zeigten ihre kreativen Ideen und Kostüme: selbst gemacht, ehrenamtlich und mit ganz viel Liebe. Da braucht es keine großen Persiflage-, Prunk- und Festwagen.
Schull- un Veedelszöch: 8500 Teilnehmende dabei
Erst zogen 42 Schulen mit rund 4000 Teilnehmenden durch die Stadt. Von Grundschulen über Hauptschulen bis zu Gesamtschulen und Gymnasien war alles vertreten.
Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen griffen aktuelle Themen auf, etwa die teils mangelhafte Ausstattung der Kölner Schulen oder den Einzug von KI in den Unterricht. „Mehr Lehrer für unsere Kinder“, stand in diesem Jahr auf einem der Plakate. Aber auch: „Make Alaaf not War“.
Eine Gruppe entwarf das Fantasiebild einer Schule mitten in der Natur, Mitglieder einer anderen Gruppe waren als Halsbandsittiche verkleidet: Die Papageienart hat sich in Köln in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter ausgebreitet.

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Der Stammdesch Veedels Jemös gewann den Qualitätspreis und darf am Rosenmontagszug teilnehmen.
Dann folgten 48 Veedelsgruppen mit rund 3000 Teilnehmenden. 500 Musikerinnen und Musiker aus den Schulbands und 110 Musizierende aus den Veedeln sorgten zudem für Stimmung am Straßenrand.
Geschätzte 300.000 Menschen schauten sich den bunten Zug an. Sie mussten sich dick anziehen, denn unter dem wolkenlosen Himmel war es ziemlich kalt. 180 ehrenamtliche Helfer waren unter anderem als Zugordner im Einsatz.

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Auch der Stammdesch Kölsche Klüngel läuft beim Rosenmontagszug mit. Er gewann den Kostümpreis.
Nachdem alle sich präsentiert hatten, steckte eine rund 40-köpfige Jury die Köpfe zusammen, um die besten Gruppen zu prämieren. Beim Originalitätspreis hatte der Stammdesch Veedels Jemös (Gruppe 30) aus der Altstadt-Süd die Nase vorn vor „Stammdesch Kölsche Klüngel e.V. von 1999“ (Gruppe 41) und dem „Stammdesch Kölsche Sonnekinder“ (Gruppe 11).

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Die Kölsche Fründe aus Ossendorf widmeten sich 200 Jahre Rheinschifffahrt. Dafür gab es den Goldenen Lappenclown.
Beim Kostümpreis gewann der „Stammdesch Kölsche Klüngel e.V. vun 1999“ mit dem Motto „Et weed Zick de Kaate neu ze mische“. Die beiden Siegergruppen dürfen am Rosenmontagszug teilnehmen. Das Wurfmaterial dafür wird ihnen gestiftet vom Verein der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums.
Vom Vorstand des Festkomitees Kölner Karneval wurde der Goldene Lappenclown vergeben. Dabei durften die Kölsche Fründe von 1995 feiern, weil die Auswahl ebenfalls mit einer Teilnahme am Rosenmontagszug verbunden ist. Oberbürgermeister Torsten Burmester wird das erste Stück mit der Gewinnergruppe gehen.

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Die Grüneberg-Schule wurde mit der Goldenen Nähmaschine ausgezeichnet.
Bei den Schullzöch gab es mit der „Goldenen Nähmaschine“ einen vom Vorstand der Freunde und Förderer vergebenen Preis für die originellsten, handgemachten Kostüme. Hier landete die Grüneberg-Schule aus Kalk mit den Jröneberger Papajeie auf Platz 1 vor dem Friedrich-Wilhelm-Gymnasium und der Hauptschule Bilderstöckchen. Für alle drei Schulen gibt es Preisgelder in Höhe von 500, 300 und 200 Euro.

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Die Katharina-Henoth-Gesamtschule darf sich über den Auftritt einer kölschen Band beim Schulfest freuen.
Das Festkomitee vergab zudem den Pauken-und-Trompeten-Preis an die Katharina-Henoth-Gesamtschule. Sie darf sich über den Auftritt einer Band beim Schulfest freuen.
Das Motto der Schule aus Höhenberg lautete: „Mir schmiiere Brötche för uns Pänz“. Mit einem spendenbasierten Frühstücksprojekt sorgen Ehrenamtliche, Eltern und Lehrkräfte für ein kostenloses und gesundes Frühstück.

