Der Rosenmontagszug durch Köln bildet den Höhepunkt des Straßenkarnevals. Was passiert auf der Strecke und in der Stadt? Der EXPRESS.de-Liveticker bietet einen Überblick.
Alle Infos liveImmer wieder Regen – Drissejal, Jecke han em Hätze Sunnesching
Aktualisiert
„Alaaf – Mer dun et för Kölle!“ Mit dem Rosenmontagszug erlebt Köln wieder den Höhepunkt des Straßenkarnevals. In dieser Session drehte sich der ganze Fastelovend um das Ehrenamt.
Im Karneval geht es um Spaß an der Freude, aber auch um perfekte Organisation und Verantwortung. Das beste Beispiel ist das Mammutprojekt des Zochs: 21 Persiflagewagen, 74 Festwagen, 60 Kapellen, 11.500 Teilnehmende.
Kölner Rosenmontagszug: Die wichtigsten Infos und Eindrücke
Im EXPRESS.de-Liveticker gibt es alles Wissenswerte rund um den Rosenmontagszug. Dazu gibt es viele Eindrücke und Fotos. Wo auch immer ihr den Zoch schaut oder miterlebt – viel Spaß und genießt es.

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Ein vierfach abgesicherter Balkon an der Hohe Pforte. Hier wird jede Kamelle aufgefangen.
- 11.33 Uhr: Das Wetter kann sich nicht entscheiden. Regen und Sonnenschein wechseln sich ab. Den Jecken ist es drissejal! Sie feiern!
- 11.27 Uhr: Durch den Flashmob der Ehrenamtschöre zu Beginn des Zuges ergibt sich übrigens eine Verschiebung gegenüber den im offiziellen Zugplan ausgewiesenen Zeiten von etwa zwölf Minuten. Ungeplante Verzögerungen oder Unterbrechungen gab es bislang nicht.
- 11.16 Uhr: Der diesjährige Zug ist nicht nur die Abschieds-Tour von Christoph Kuckelkorn als Festkomitee-Präsident. Auch Rednerin Ingrid Kühne hat sich von der Bühne verabschiedet. Vor dem Dom gab es am Sonntagabend ebenfalls einen emotionealen Abschied – und das mitten im Schnee. Rabaue-Schlagzeuger Albert Detmer geht in die musikalische Rente.
- 11.11 Uhr: Der Himmel ist wieder jrau - doch die Jecke entlang des Zugweges han em Hätze Sunnesching
- 11.07 Uhr: Es folgt der nächste Persiflagewagen - und der wurde bis zuletzt geheim gehalten. Er zeigt Irans Religionsführer Ali Chamenei, der blutrünstig sein Volk verspeist.
- 10.51 Uhr: Der erste Mottowagen passiert die Severinsstraße. Er ist dem ehemaligen Kölner OB und erstem Bundeskanzler Konrad Adenauer vorbehalten.
Ihr seid in der Stadt unterwegs und seht etwas, das ihr mit uns und allen Jecken teilen wollt? Ein kreatives Kostüm? Eine viel zu lange Schlange? Eine Situation, die euch besorgt? Meldet euch bei uns:
Hau raus!
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- 10.43 Uhr: Aktuell hängt der Zug um zehn Minuten. Gerade passiert Gruppe 7, die „Grosse Braunsfelder Karnevalsgesellschaft“, die Severinstorburg.
- 10.31 Uhr: Wer Strüßjer und Kamelle abgreifen möchte, muss auch die richtigen Worte rufen. Vinni, Viki, pavol, Ben und Valeria haben es inzwischen gelernt. Der Ruf nach Rosen war nur ein Ausrutscher.
- 10.27 Uhr: In der Severinstraße wurde übrigens Sand aufgeschüttet, damit die Pferde einen besseren Griff haben. Der Einsatz von Pferden ist jedes Jahr aufs Neue ein Aufregerthema im Rosenmontagszug.

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Kleiner Blick nach Düsseldorf: Jacques Tilly posiert vor seinem aktuellen Werk. Es zeigt einen kleinen Narren, der auf Wladimir Putin einschlägt.
- 10.23 Uhr: Vorneweg zieht übrigens der scheidende Präsident des Festkomitee Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn. Er wird an diesem Tag sicher ganz besonders emotional erleben. Als Mann der klaren Worte hat Kuckelkorn auf seinem letzten Zoch eine Botschaft für die Düsseldorfer Karnevalisten.
- 10.11 Uhr: Die Jecken sind schon auf Temperatur. Es wird gesungen, geschunkelt, gefeiert! Im Zoch tummeln sich auch einige Promis, darunter Innenminister Herbert Reul
- 10.02 Uhr: D'r Zoch kütt! Es geht endlich los und jetzt schingk sogar et Sönnche! Mit einem kölschen Medley gesungen von ehrenamtlichen Chören macht sich der Zoch auf den Weg. Auf der Severinstorburg schunkelt das Dreigestirn, während Zugleiter Marc Michelske eröffnet.
- 9.46 Uhr: Der Countdown läuft! Jetzt wird der Regen leider heftiger. „Für uns kein Problem. Wir schunkeln den Regen weg“, lacht ein Jeck am Rand.

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Warten auf den Startschuss am Clodwigplatz.
- 9.34 Uhr: Die Karnevalslok wartet auf den Start. Es fängt an zu regnen.
- 9.29 Uhr: „Ich bin um 3 Uhr aufgestanden. Zwei Traktoren sind wegen der Kälte nicht angesprungen und brauchten Starthilfe. Alle Wagen sind jetzt aber auf ihrer Aufstellposition“, fiebert Zugleiter Marc Michelske im Aufstellbereich an der Severinstorburg dem Start entgegen.
- 9.09 Uhr: Hoffnungsvoller Blick in die Severinsstraße. Es ist doch tatsächlich ein Stück blauer Himmel zu sehen.
- 8.17 Uhr: Die ersten Jecken sind bereits längst vor Ort und sichern sich entlang der Zugstrecke frühzeitig die besten Plätze.

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Die Aal Säue mit dem Motto Endstation Königsforst haben schon mal Spaß.
- 8.09 Uhr: Mer dun et für „den Gottesstaat“: Angeblich im Namen Gottes herrschen im Iran die Mullahs mit Gewalt. Wer Freiheit fordert, widerspricht oder einfach nur anders lebt, riskiert sein Leben. An den Händen des Regimes klebt das Blut mutiger Demonstrantinnen und Demonstranten, die für Selbstbestimmung und Würde auf die Straße gehen. Frauen werden entrechtet, Proteste brutal niedergeschlagen, Menschen verschwinden spurlos. Der Glaube wird missbraucht, um Macht zu sichern und Angst zu verbreiten. „Mer dun et für den Gottesstaat“ zeigt diesen Widerspruch schonungslos: Nicht Gott spricht hier, sondern Gewalt.
- 8.07 Uhr: Das Festkomitee Kölner Karneval unterstreicht mit der Einladung des ukrainischen Hilfsvereins Blau-Gelbes Kreuz die karnevalistische Meinungsfreiheit und die Verbundenheit mit den Menschen in der Ukraine und Jacques Tilly, der wegen seiner satirischen Wagen im Düsseldorfer Rosenmontagszug in Russland angeklagt wurde. Die Fußgruppe des Blau-Gelben Kreuzes wird frühere Satiremotive von Jacques Tilly und der Kölner Kritzelköpp auf Schildern zeigen.
- 7.11 Uhr: Anders als in früheren Jahren wird Wladimir Putin diesmal im Kölner Rosenmontagszug keine Rolle spielen. Anders in Düsseldorf: Da reagiert Jacques Tilly mit einem Wagen auf seinen Prozess in Russland. Tilly droht eine Verurteilung zu einer Geldstrafe oder Freiheitsentzug von bis zu zehn Jahren. Das Festkomitee Kölner Karneval solidarisierte sich in öffentlichen Statements mit Tilly. Am Wagen des scheidenden FK-Präsidenten Christoph Kuckelkorn wird das deutlich: „Mer all sin Tilly“ prangt dort.
- 6.43 Uhr: Ein letztes Geheimnis des Kölner Rosenmontagszuges wurde am frühen Morgen gelüftet. Es wird einen Persiflagewagen geben, der den iranischen Politiker und Religionsführer Ali Chamenei zeigt. Blutrünstig verschlingt er sein Volk. Wie der WDR berichtet, wird der Wagen mit den anderen unter Polizeieskorte aus der Wagenhalle zum Aufstellplatz in der Südstadt gebracht.

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Bis zuletzt wurde der Persiflagewagen geheim gehalten. Er zeigt den iranischen Religionsführer Ali Chamenei, der sein Volk verspeist.
Die größten Sorgenfalten beschert die Wettervorhersage. Regen, Wind und kühle Temperaturen sind angekündigt. Das Festkomitee Kölner Karneval hat Konzepte für verschiedene Wetterszenarien und wird flexibel reagieren.

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„Mer al sin Tilly“ prangt auf dem Wagen des scheidenden Festkomitee-Präsidenten Christoph Kuckelkorn.
Der Zoch setzt sich um 10 Uhr an der Severinstraße in Bewegung. Rund 8,5 Kilometer geht es quer durch die Innenstadt – bis zur Gregorius-Maurus-Straße, wo die Spitze des Zuges gegen 14 Uhr eintrifft. Bis der letzte Wagen durch ist, dauert es wie immer bis in den frühen Abend.
Wichtige Stationen:
- Löwengasse
- Weberstraße
- Mathiasstraße
- Hohe Straße
- Schildergasse
- Neumarkt
- Rudolfplatz
- Hohenzollernring
- Friesenplatz
- … und viele weitere
Das Wurfmaterial ist geladen. 300 Tonnen Süßigkeiten, 700.000 Schokoladentafeln, 220.000 Schachteln Pralinen, 300.000 Strüßjer und Tausende Stoffpuppen sowie kleine Präsente werden verteilt.
Rund 2000 Polizeibeamte aus ganz NRW sind im Einsatz. Dazu kommt Sicherheitspersonal, das von den Gesellschaften, dem Festkomitee und externen Sicherheitsunternehmen gestellt wird.

