Zum 22. Mal ging in Hintertux die Kölsche Woche über die Bühne. Erstmals war Cat Ballou dabei. Auch die Höhner mischten wieder mit. Der heftige Schneefall sorgte für einige Planänderungen.
„Rechtzeitig die Reißleine gezogen“Kölsche Bands strahlen trotz Schnee-Chaos

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Strahlende Gesichter trotz klirrender Kälte. Oli Niesen von Cat Ballou beim Gletscher Open Air am Freitag (27. März 2026) in Hintertux.
Wenn am Hintertuxer Gletscher die Post abgeht und die Jecken das Regiment übernehmen, dann ist Kölsche Woche. Zum 22. Mal ging der Wahnsinn im Zillertal über die Bühne. Es war wieder wild, ausgelassen, feucht-fröhlich – und sehr kalt.
Schon zur Eröffnung mit den Funky Marys und Torben Klein zeigte das Thermometer in den Alpen Anfang der Woche minus acht Grad an. Kempes Feinest sorgte anschließend in der Hohenhaus-Tenne für Karnevals-Gefühl, ehe Tacheles übernahm. Am Dienstag stand Lupo auf der Bühne, die für die Domstürmer eingesprungen waren.
Zahlreiche kölsche Bands sorgten in Hintertux für Stimmung
Auf der Bichlalm gab’s auch wieder den Frühschoppen vor über 600 Gästen unter dem Motto „Jeder mit Jedem“. Am Mittwoch drehten die Boore die Tenne auf links. Tagsüber ging es auf die Skipiste, abends wurde dann beim Après-Ski Kölner Karneval gefeiert. Auch sieben Tanzgruppen waren mit von der Partie.
„Die Woche ist einfach ganz besonders. Wirklich beschreiben kann man es nicht, man muss dabei sein. Die Atmosphäre ist einzigartig. Pure Freude, pure Gemeinschaft. Hier vergisst man alles um sich herum“, versuchte ein Gast aus Köln, das Erlebnis in Worte zu fassen.
Doch dann kam der Neuschnee und sorgte für reichlich Chaos im Winterparadies. Das Pistenpicknick wurde um einen Tag vorgezogen.

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Kölsches Gefühl im Schneetreiben. Lupo und einige Tanzgruppen in den Alpen.
Das Hintertuxer Gletscher Open Air wurde schließlich am Freitag (27. März 2026) knapp 500 Meter tiefer vom Sommerberg an die Hohenhaus Tenne verlegt. Während im Vorjahr bei Sonne pur auf 2100 Meter Höhe gefeiert wurde, mussten sich die Fans dieses Mal im Schneetreiben warmtanzen.
Aber das klappte perfekt. Die Höhner standen über eine Stunde lang auf der Bühne. Zwischendurch durfte auch die kleine Anna mit zu den Musikern. Sie hatte ein Schild in die Höhe gehalten: „Bin die kleine Gisela aus Tirol“ stand drauf. „Es war kalt, aber das hat der Stimmung keinen Abbruch getan“, sagte Frontmann Patrick Lück zu EXPRESS.de.

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Die Höhner mit Organisator Peter „Funny“ van den Brock (3.v.l.) nach ihrem Auftritt beim Open Air in Hintertux.
„Auf der Bühne standen Heizstrahler, es hat mega Spaß gemacht. Ich fand es auch sehr verantwortungsbewusst vom Veranstalter, die Leute nicht hoch auf den Berg zu schicken. Das hätte gefährlich werden können. Großes Lob von uns, dass da rechtzeitig die Reißleine gezogen wurde.“

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Auch in Tirol meldete sich eine Gisela. In Wirklichkeit heißt der junge Höhner-Fan jedoch Anna.
Ganz besonders war die Kölsche Woche auch für Martin Kuhlewind. Der neue Schlagzeuger der Rabaue erlebte seine Feuertaufe bei zwei Auftritten. „Es hat mega Spaß gemacht. Vor allem, dass ich meine Zweitkarriere als Sänger starten konnte. Das war ungewohntes Territorium“, sagte er nach seiner Einlage zu „Ich will einmal im Leben deutscher Meister sein“.

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Auch Kölns Ex-Prinz Niklas Jüngling (l.) war in Hintertux, um Dreigestirnsbilder und eine Prinzenspange zu überreichen.
Mit unter den Feiernden war auch Kölns Ex-Prinz Niklas Jüngling. Der hatte Dreigestirnsbilder aus der vergangenen Session sowie eine Prinzenspange als Gastgeschenk mitgebracht. Für den guten Zweck wurden 8000 Euro bei der Kölschen Woche gesammelt.

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Auch die Rabaue traten im Schneetreiben beim Open Air in Hintertux auf.
Erstmals trat auch Cat Ballou in Hintertux auf. „Das war eine wilde Erfahrung. Wir fanden es super familiär und hatten viel Spaß. Die Leute waren glücklich, dass wir da waren. Wir sind mit der Gondel auf den Gletscher gefahren und haben oben etwas gegessen und das genossen“, sagte Keyboarder Dominik Schönenborn zu EXPRESS.de.
Auf der Bühne war es allerdings so kalt, dass er nach dem Auftritt erst mal in den warmen Hotelpool springen musste. „Trotz der Heizstrahler war es schon extrem kalt. Für uns war der Auftritt im Tal auch schön, denn auch da war alles voller Schnee und der Blick war sehr beeindruckend.“

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Der Auftritt der Klüngelköpp wurde ins Warme verlegt. Die Band spielte statt auf der Open-Air-Bühne in der Tenne.
Den Abschluss bildete der Auftritt der Klüngelköpp, der kurzerhand auch in die Tenne verlegt wurde. „Es war eine erfolgreiche und tolle Woche mit mehreren Tausend Gästen. Von der Atmosphäre bin ich jedes Jahr aufs Neue begeistert“, sagte Organisator Peter „Funny“ van den Brock zu EXPRESS.de.
Vom 13. bis 20. März steigt auch 2027 wieder die Kölsche Woche. Beim Gletscher Open Air sind dann Paveier, Rabaue, Domstürmer und Voxxclub dabei. Wer nicht so lange warten möchte: Köln trifft Zillertal heißt es am 24. und 25. Oktober 2026 im alten Brauhaus in der Severinstraße.

