Seit über 20 Jahren parodiert Köbes Underground, die kultige Hauskapelle der Stunksitzung, auf der Open-Air-Bühne im Kölner Tanzbrunnen bekannte Hits.
Köbes Underground vor KonzertWenn Grönemeyer kaltes Kölsch verlangt

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Köbes Underground probten am Dienstag (25. August 2026) schon mal ein paar Titel für ihr Open-Air-Konzert im Kölner Tanzbrunnen.
Eins wollte Ecki Pieper gleich mit einem Augenzwinkern klarstellen: „Henning Krautmacher hat seinen Song ‚Hier kommt der Köbes‘ aufgenommen. Dazu hat er behauptet, dass es bisher noch nichts Musikalisches in Köln gab, das den Köbes gewürdigt hat. Da hat er nicht gut recherchiert.“
Der Frontmann von Köbes Underground denkt da natürlich zuerst an seine Band, die 1988 als Hausband der Stunksitzung gegründet wurde. Außerdem hat die Gruppe seit einem Vierteljahrhundert den Kölsch-Song, eine Abwandlung von Michael Jacksons „Earth Song“, im Repertoire.
Köbes Underground: Konzert im Tanzbrunnen am 4. September
Damit nicht genug. Der Herbert-Grönemeyer-Hit „Musik nur, wenn sie laut ist“ lautet bei der elfköpfigen Band: „Ich trinke Kölsch nur, wenn es kalt ist“. Diese Titel sind nur zwei von knapp 30 Songs, die das Publikum am 4. September 2026 bei der diesjährigen Spätsommer-Party im Tanzbrunnen erleben wird.
Seit über 20 Jahren parodiert die Stunksitzungs-Kapelle bei ihrem großen Open-Air bekannte Hits mit pointierten und witzigen Texten. „Dieser Auftritt ist immer der Höhepunkt des Jahres. Auf unser Heimspiel sind wir immer sehr stolz“, sagt Pieper.
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Die Köbesse schlüpfen im Laufe des knapp dreistündigen Konzerts auch stets in zahlreiche Kostüme. Das Tambourcorps aus Heisterbacherrott darf mit seiner Disco-Performance ebenso wenig fehlen wie das Dreigestirn im ZZ-Top-Stil.
Kabarettist Ozan Akhan gehört auch immer fest zum großen Konzert. Neben seinen Paraderollen als türkischer Prinz und Schützenkönig wird er in diesem Jahr auch Udo Lindenberg imitieren. „Diese Performance ist erschreckend echt“, verspricht Pieper.

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Kabarettist Ozan Akhan (l.) wird beim diesjährigen Konzert von Köbes Underground auch als Köbes auf der Bühne stehen.
Auch wenn viele Mitglieder von Köbes Underground fast von Anfang an dabei sind, herrscht immer noch eine losgelöste Stimmung, unterstrich Volker Klinke. „Wir müssen das nicht machen, wir gehen alle auch noch unseren Berufen nach. Wir machen das, weil es uns Spaß macht. Der Alltag ist anstrengend. Nach unseren Konzerten oder der Stunksitzung gehen die Leute gut gelaunt und mit aufgeladener Batterie nach Hause.“
Eins ist Pieper dabei besonders wichtig: „Wir machen das, ohne, dass die Menschen ihr Gehirn an der Garderobe abgeben müssen. Die Leute finden es super, weil es unterhaltsam, aber nicht zu blöd ist.“
Wenn das Tanzbrunnen-Konzert gelaufen ist, dann geht es für Köbes Underground wieder in Klausur. Das nächste Programm für die kommende Stunksitzung muss erarbeitet werden.
Köbes Underground: Bald beginnt Vorbereitung auf die Stunksitzung
Ein Problem wird dabei immer größer: Aktuelle Hits eignen sich immer seltener für Comedy-Versionen. „Viele Lieder haben nur noch eine sehr kurze Halbwertszeit“, sagt Niklas Böhm. Und Tanja Svejnoha ergänzt: „Unsere Parodien funktionieren hauptsächlich mit Liedern, mit denen die Menschen etwas Emotionales verbinden.“
Für die kölschen Coverversionen und respektlosen Parodien gibt es daher eine Maxime: „Wir nehmen Lieder, die wir sehr lieben oder hassen“, sagt Pieper lachend. „Und auf der Bühne haben wir dabei immer 100 Prozent Spaß.“

