Im Schatten des Kölner Doms hat Ex-Höhner-Sänger Henning Krautmacher das Video zu seinem neuen Song gedreht. Darin würdigt er eine essenzielle Figur der Kölner Tradition: den Köbes.
Im Schatten des DomsKölns Köbesse decken zusammen mit Krautmacher Skandal auf
Was hatte das nur zu bedeuten? Am Donnerstagnachmittag (13. August 2026) zogen plötzlich über 20 kölsche Köbesse auf Kommando auf den Roncalliplatz. Mittendrin tummelte sich Henning Krautmacher.
Bereits seit dem 19. Jahrhundert werden die Kellner in Kölns Brauhäusern Köbes genannt. Sie sind ein lebendiges Stück Kölner Tradition, ein Symbol für die kölsche Lebensart. Immer einen frechen Spruch auf den Lippen, dabei aber nie böse, sondern herzlich.
Krautmacher will mit Köbes-Song im ZDF-Fernsehgarten auftreten
„Es ist fast nicht zu glauben, aber nach meiner Recherche gibt es keinen kölschen Song über den Beruf des Köbes, und das, obwohl er ein Symbol für kölsche Herzlichkeit und Gastfreundschaft ist“, betont Henning Krautmacher. „Das ist doch ein echter Kölner Skandal.“
Im Musical „Himmel und Kölle“ spielt der ehemalige Frontmann der Höhner einen Köbes. „Durch meine Rolle bin ich erst auf die Idee gekommen, diesen besonderen Menschen einen Song zu schreiben.“ Herausgekommen ist mit „He kütt d‘r Köbes“ ein regelrechter Ohrwurm.
Für den Dreh des Musikvideos vereinte Henning jetzt über 20 Köbesse. Bevor es zum Dom ging, wurde bei fast 40 Grad mit William, dem Projektleiter von „Himmel und Kölle“, und der Chef-Choreografin Michel alles einstudiert.
„Dat is Kölle. Vielen Dank, dass ihr alle mitmacht, obwohl ihr alle für unterschiedliche Kölschmarken und Brauhäuser steht“, bedankte sich Krautmacher. „Wir werden gemeinsam mit dem Skandal, dass es noch kein eigenes Lied für den Köbes gegeben hat, aufräumen.“

Copyright: Daniela Decker
Auf dem Roncalliplatz entstand das Video zum Song „He kütt d‘r Köbes“. Zusammen mit Henning Krautmacher tanzten über 20 Köbesse.
Hinter dem Musikvideo steckt aber noch mehr. „Der ZDF-Fernsehgarten wird eine Sendung über die verschiedenen Bundesländer Deutschlands machen. Was kommt einem bei NRW als Erstes in den Kopf? Liebe Düsseldorfer, ihr müsst jetzt tapfer sein, man denkt als Erstes an Köln“, sagt der Sänger.

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Beim Videodreh rückte auch eine Polizeistreife an. Die sah aber keinen Handlungsbedarf und hatte Spaß am jecken Treiben der Köbes-Truppe.
„Und was ist die wichtigste Person in der Domstadt noch vor dem Kardinal? Natürlich der Köbes. Wir werden uns mit dem Video und dem Song ‚He kütt d‘r Köbes‘ für NRW bewerben. Also Daumendrücken, dass das ZDF sich für Köln entscheidet und alle endlich erfahren, dass ein Köbes kein Kürbis ist.“
Auf dem Roncalliplatz gab es auf jeden Fall schon viel Applaus von den Touristen. Sogar die angerückte Polizeistreife war begeistert. Sie sah keinen Grund, Krautmacher und die Köbes-Truppe für den kurzen Videodreh des Platzes zu verweisen. Schließlich hat die Kölner Polizei als Codewort ihres Funkverkehrs „Köbes“.

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In den Räumen über der Volksbühne am Rudolfplatz probten die Köbesse zusammen mit Henning Krautmacher die Choreografie.
Nach erfolgreichem Videodreh brachte es Köbes Philipp aus dem „Peters Brauhaus“ auf den Punkt: „Wir müssen alle zusammenhalten und Vollgas für unseren so besonderen Beruf geben. Dieser Song ist legendär und wird 100-prozentig ein echter kölscher Evergreen. Super, dass Henning diese geniale Idee hatte.“
Auch Guido vom „Gilden im Zims“ betonte, dass dieser Song einfach gefehlt habe. Warum sie alle mitgemacht haben, brachte Olaf aus dem Brauhaus „Em Kölsche Boor“ perfekt auf den Punkt: „Weil wir alle kölsch und bekloppt sind.“

