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„War eine Katastrophe“ Rote Funken sammeln Müll in Köln – und setzen damit wichtiges Zeichen

Mitglieder der Roten Funken sammeln Müll auf.

Die Roten Funken packen mit an und sammeln am Samstag (19. November 2022) Müll im Kölner Severinsviertel auf.

Karnevalistinnen und Karnevalisten zeigen dem Müll die Rote Karte. Bei einer „Kölle putzmunter“-Aktion zogen die Roten Funken, die Große von 1823 e.V. sowie die Hellige Knäächte un Mägde e.V. durch die Stadt.

Die Fotos während und nach den Feierlichkeiten rund um die Sessionseröffnung in Köln hallen weiter nach.

Die Zülpicher Straße, die aus allen Nähten platzte – die Unmengen an Müll, die die Jecken hinterließen. Die Reinigungskosten beliefen sich auf knapp 120.000 Euro – so viel wie noch nie.

Köln: Rote Funken und weitere Karnevalisten säubern die Stadt

Dass der Karneval aber doch mit Nachhaltigkeit und mit dem Kampf gegen die Vermüllung zu vereinbaren ist, bewiesen die Traditionsgesellschaften der Roten Funken, die Große von 1823 e.V. sowie die Traditionstanzgruppe Hellige Knäächte un Mägde e.V. am Samstag (19. November 2022).

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Denn bei einer gemeinsamen „Kölle putzmunter“-Aktion liefen die Jecken durch viele Teile der Stadt – mit Eimern, Handschuhen und Zangen bewaffnet – und säuberten die Straßen von allerlei Unrat, der sich auf dem Boden finden ließ. Ein wichtiges Signal nach den nachdenklich machenden Fotos der vergangenen Woche.

Köln: Zülpicher Straße nach dem 11.11. „eine Katastrophe“

Alleine von den Roten Funken waren rund 80 Karnevalisten im Einsatz und säuberten vor allem das Severinsviertel von dem Müll auf den Straßen.

Für Präsident Heinz-Günther Hunold war es anlässlich des 200. Jubiläums der Roten Funken Zeit, ein Zeichen zu setzen, wie er gegenüber EXPRESS.de sagt: „Wir müssen etwas tun. Die erste Initiative muss dabei von den Bürgerinnen und Bürgern selbst kommen, um ein Bewusstsein zu entwickeln, unsere geliebte Stadt sauber zu halten.“

Gruppenfoto der Roten Funken, die Große von 1823 e.V. sowie die Hellige Knäächte un Mägde e.V. vor der Kirche St. Aposteln.

Die Roten Funken, die Große von 1823 e.V. sowie die Hellige Knäächte un Mägde e.V. trafen sich am Samstag (19. November 2022) für eine gemeinsame Aufräum-Aktion im Rahmen von „Kölle putzmunter“.

Im Rückblick auf den 11.11. an der Zülpicher Straße wandte sich Hunold direkt an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AWB, die in vielen Überstunden den Bereich im Anschluss wieder herrichten mussten: „Ich beneide Sie auf keinen Fall. Die Zülpicher Straße sah am nächsten Tag aus wie ein Schlachtfeld. Was da hinterlassen wurde, ist eine Katastrophe.“

Funken-Präsident Heinz-Günther Hunold am Mikrofon.

Funken-Präsident Heinz-Günther Hunold stimmte seine Mitglieder vor der Aktion noch einmal ein.

Deshalb sei die gemeinsame Aufräum-Aktion am Samstag so wichtig, wie er sagt: „Wir Menschen im Karneval können nicht nur feiern, sondern haben ein Bewusstsein dafür, dass unser Kölle auch in gewisser Weise schutzbedürftig ist. Wir wollen heute mitanpacken und als gutes Beispiel vorangehen.“

„Kölle putzmunter“: Nach dem ersten Kölsch geht es los

Um 11 Uhr starteten dutzende Funken vom Pfarrheim St. Severin aus ins Veedel. Die weiteren Karnevalsgesellschaften zogen durch andere Stadtteile und füllten ihre Eimer und Müllsäcke.

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Was vor dem Start nicht fehlen durfte: das erste Kölsch. Nach dieser Stärkung ging es dann jedoch los. „Kommt mit voller Beute zurück“, sagt Präsident Hunold noch, bevor er selbst die Zigarettenstummel und das Plastik von den Straßen aufsammelt.

Die tolle Aktion beweist: Der Karneval in Köln ist verantwortungsbewusst und die Eskalation an der Zülpicher Straße ist nicht das, worauf man ihn reduzieren sollte. Und so heißt es: „In Kölle weniger Müll – Alaaf!“

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