Das Kölner Dreigestirn erlebt in seiner Session auch viele besondere Termine. EXPRESS.de war beim Blick hinter die Kulissen bei der Feuerwehr und Polizei dabei. Zwischendurch wurde es sportlich.
Ein Tag mit dem DreigestirnPrinz Niklas in Polizeizelle eingesperrt

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Prinz Niklas I. in einer der Zellen des Kölner Polizeipräsidiums. „Holt mich hier raus, ich bin euer Prinz“, flehte das närrische Oberhaupt.
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Das Kölner Dreigestirn absolviert in der Session erneut rund 450 Termine. Viele davon sind Besuche im jecken Karnevalstreiben. Aber das Trifolium schaut auch hinter einige Kulissen und erlebt ganz besondere Momente.
Am Dienstag (13. Januar 2026) standen neun Besuche für Prinz Niklas I., Bauer Clemens und Jungfrau Aenne an. EXPRESS.de war dabei und erlebte ein Dreigestirn, das perfekt zwischen ernsten und lustigen Themen umschalten kann.
Kölner Dreigestirn zu Besuch bei der Feuerwehr und der Polizei
Zum Auftakt ging es gemeinsam mit dem Kinderdreigestirn zur Feuerwache 5 in Weidenpesch. „Wir sind wirklich gespannt, denn solche Momente erlebt man nicht jeden Tag“, sagte der Prinz zur Begrüßung.
Die Feuerwehr hat für das Dreigestirn einen besonderen Stellenwert. Die Pressekonferenz, bei der das Geheimnis um die drei Freunde von der Prinzen-Garde gelüftet wurde, fand bei der Freiwilligen Feuerwehr Brück statt. Im Dezember besuchten sie die Jugendfeuerwehr. „Respekt für den Job, den ihr macht. Ihr seid Kölle“, rief Niklas dem Team zu.
Guido Thiemermann, Präsident des Traditionskorps Kölsche Funkentöter, blickte schon Richtung Rosenmontag. „Wir sorgen dafür, dass ihr sechs einen freien Weg beim Zug habt. Die Blauen Funken behaupten zwar gerne, dass sie ‚de Spetz vum Rusemondachszoch‘ haben. Aber wir haben die wahre Spitze und gehen noch vor ihnen.“
Branddirektor Daniel Richmann begrüßte als stellvertretender Amtsleiter die Tollitäten. „Wir können nicht ohne Ehrenamt und freuen uns, dass das Sessionsmotto dies aufgreift. Wir benötigen auch Nachwuchs, denn die Kinder sind die Zukunft der Feuerwehr“, sagte er.

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Zusammen mit dem Kinderdreigestirn (Prinz Linus II., Bauer Jonathan und Jungfrau Phili) besuchte das Kölner Dreigestirn am Dienstag (13. Januar 2026) Kölns größte Feuerwache.
Während sich das Kinderdreigestirn die Fahrzeuge anschaute und die Schläuche ausprobierte, gingen die „Großen“ auf die Leitstelle. Pressesprecher Ulrich Laschet zeigte die 18 Einsatzleitplätze, wo die Notrufe von der 112 ankommen.
Auch er verwies darauf, wie eng gerade in den städtischen Randgebieten mit der Freiwilligen Feuerwehr zusammengearbeitet wird, um die Hilfsfristen zwischen Alarmierungszeitpunkt und der Ankunft einer Einheit einzuhalten.

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Branddirektor Daniel Richmann (l.) und Pressesprecher Ulrich Laschet (r.) erklärten dem Dreigestirn die Aufgaben der Leitstelle.
Als sich Prinz, Bauer und Jungfrau zwischen den Arbeitsplätzen umschauten, ging es ziemlich entspannt zu. „Weiberfastnacht und Rosenmontag hat hier aber keiner die Hände in den Taschen. Da haben wir nicht einmal Zeit, um ‚Alaaf‘ zu rufen“, verdeutlichte Laschet.
Außerdem berichtete er von den Herausforderungen, die das Hochwasser 2021 oder die Fußball-EM 2025 mit sich gebracht haben. „Das hätten wir ohne Ehrenamt nicht stemmen können“, sagte er.

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Prinz Niklas (M.), Bauer Clemens (r.) und Jungfrau Aenne im Korb der Drehleiter der Feuerwehr. Der Bauer wollte die Tour in die Höhe nicht mitmachen.
Anschließend genoss der Prinz noch die Aussicht von 22 Metern aus dem Leiterwagen. Nur für Bauer Clemens war die Fahrt nichts. „Ich habe Höhenangst, das lasse ich lieber bleiben“, winkte er ab.
Aus dem Kölner Norden ging es für den jecken Tross in der „weißen Flotte“ in die Altstadt. Im Brauhaus Sion stand ein spaßiger Biathlon an. Zunächst mussten die drei ihr Können beim Wettzapfen in der Braustube zeigen.

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Hausherr René Sion und Georg Schäfer vom Haus Kölscher Brautradition, begutachten Prinz Niklas beim Wettzapfen.
Jungfrau Stefan Blatt füllte den Kranz mit elf perfekten Kölsch. Prinz Niklas Jüngling benötigte etwas länger, präsentierte dann aber auch ein vorzeigbares Ergebnis. Bauer Clemens von Blanckart servierte eher „Steiger-Biere“. „Mein Opa hat immer gesagt: ‚Schaum ist auch Bier‘“, sagte Hausherr und Schiri René Sion milde.
Danach ging es in der Alten Brauerei an die Dartscheibe. Es galt, möglichst schnell 111 Punkte zu werfen. Und da zeigte der Bauer sein Können, indem er eine Punktlandung schaffte. „Mein Schwager hat eine Dartscheibe, da werfe ich gelegentlich mal drauf. Man nennt mich auch ‚Bauer van Gerwen‘“, sagte er lachend.

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Volle Konzentration beim Dreigestirn beim Dart-Wettbewerb. An der Scheibe entwickelten alle drei einen großen Ehrgeiz.
Da nach den beiden Disziplinen Bauer und Jungfrau punktgleich waren, musste die Entscheidung beim Knobeln fallen. Beim Stechen setzte sich Aenne mit 3:1 durch und durfte sich als Sieger des Wettkampfes feiern lassen. Zur Belohnung gab es einen Essensgutschein für das Brauhaus.
Die Altstadt-Tour ging über das Peters Brauhaus und das Gilden im Zims weiter, ehe in Kalk der nächste besondere Termin im Polizeipräsidium anstand. Direktionsleiter Martin Lotz begrüßte die Delegation samt Prinzenwache. Zudem gab es einen Scheck über 1111 Euro für die diesjährige Spendenaktion.

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Die Tollitäten hatten ihren Spaß, als sie die Motorräder der Kölner Motorradstreife ausprobieren durften.
Prinz Niklas fand die passenden Worte: „Die Einsatzkräfte haben es nicht so einfach. Sie bekommen auf der Straße zu wenig Respekt. Wir wollen zeigen, dass es viele Menschen gibt, die eure Arbeit wertschätzen, denn die ist unabdingbar. Danke, dass es euch gibt. Wir freuen uns jetzt schon, euch an Rosenmontag am Zugweg zu sehen.“
Der Leitende Polizeidirektor Frank Wißbaum führte die Gäste schließlich zu den Zellen für die vorläufige Unterbringung von Personen. Dort hatte „Kerkermeister“ Wolfgang Kehlenbach viel Spaß, das Dreigestirn vorübergehend in den kargen Räumen „einzusperren“.

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Zum Glück wurde das Dreigestirn nur kurz in der Zelle des Kölner Polizeipräsidiums eingeschlossen.
Anschließend ging es auch in die Leitstelle der Polizei, ehe der gemütliche Teil in der „Kaschämm“, dem hauseigenen Treffpunkt, anstand. Natürlich wollten die drei Ober-Jecken auch noch mal auf den Polizeimotorrädern Probe sitzen.
„Das waren wichtige und spannende Besuche“, sagte Niklas zu EXPRESS.de. „Gerade diese besonderen Termine abseits der Sitzungen zeichnen das Amt aus. Ich habe beispielsweise gelernt, was es bedeutet, wenn man eine Lage hat und was dann passiert.“
Der Abend war dann wieder vom „klassischen Karneval“ dominiert. Zwei Mädchensitzungen, ein Senatsabend und ein weiterer Brauhausbesuch standen an. „Es läuft hervorragend. Es ist schön zu sehen, wenn das funktioniert, was man sich vorgenommen hat“, zog der Prinz ein erstes Kurz-Fazit. „Die Leute haben einfach unfassbar viel Bock auf Karneval.“
