Corona schlägt zu Paukenschlag in Köln: Kostüm-Riese lässt Läden weiter dicht

Der breit lachende Clown, das Logo des Kostüm-Riesen Deiters.

Das Logo der Firma Deiters mit Hauptsitz in Frechen.

Der Kölner Kostüm-Gigant Deiters wird seine Filialen vorerst nicht wieder öffnen. Die Corona-Krise hat mächtig Spuren hinterlassen.

Köln. Der Kölner Karneval plant aktuell eine weitestgehend normale Session, da platzt eine traurige Nachricht in die Stadt: Kostüm-Riese Deiters wird bis auf weiteres seine Filialen geschlossen halten.

Der bekannte Clown im Logo – er hat seit Dezember 2020 ein weinendes Auge. Denn die 31 Filialen in ganz Deutschland bleiben nach Angaben von Deiters-Geschäftsführer Björn Lindert weiter geschlossen, viele der rund 280 Mitarbeiter sind nach wie vor in Kurzarbeit.

Köln: Deiters-Filialen bleiben zu

„Wir sind optimistisch, dass es bald wieder Gelegenheiten zum Feiern und damit zum Kostümieren geben wird“, sagte er aber in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. Der Schritt, die Läden (auch die Filiale in Köln auf der Gürzenichstraße) weiterhin geschlossen zu halten, begründet er mit den nötigen Maßnahmen zur Kostenreduzierung. Schließlich sei das Geschäft seit Beginn der Pandemie um 90 Prozent eingebrochen.

Blick in die Deiters-Filiale in Frechen.

Die Deiters-Filiale in Frechen vor dem Lockdown im September 2019. 

Lindert weiter: „Die Situation ist noch etwas undurchsichtig, wann genau wieder wie viele Partys und Festivitäten mit größeren Menschenmengen organisiert und veranstaltet werden.“ Allerdings seien die kürzlich getroffenen Maßnahmen der Politik ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Aktuell wickelt Deiters alles über den Online-Handel mit der Mega-Zentrale in Frechen ab, wann die Filialen, unter anderem auch in Mainz, Stuttgart, Berlin und Düsseldorf, wieder öffnen würden, kann Lindert zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

Die Feierlust ist ungebrochen. Und damit auch die Lust am Kostümieren.
Björn Lindert

In der Krise der Kostüm-Branche steht Deiters nicht alleine da: Konkurrent Karnevalswierts hatte bereits im Frühjahr sein großes Kaufhaus in Godorf geschlossen.

Verständlich, denn ohne Oktoberfest, Karneval, Mottopartys und Co. sind die Ausstatter nahezu zur Handlungsunfähigkeit gezwungen.

Lindert bleibt optimistisch: „Die Feierlust ist ungebrochen. Und damit auch die Lust am Kostümieren.“

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