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Auch Dreigestirn in der Kritik Jubiläum: Fööss können eigene Songs nicht mehr hören

Erry_Stoklosa

Fühlt sich geehrt, aber kritisiert die Häufungen: Erry Stoklosa

Köln – Dieses Jahr steht ganz im Zeichen des Jubiläums der Mutter aller kölschen Bands: 50 Jahre haben die Bläck Fööss ein unvergleichliches Lebenswerk hingelegt. Dass so ein Jubiläums-Jahr auch seine Schattenseiten hat, zeigt sich leider schon sehr früh in der Session.

Bläck Fööss: Jeder spielt ihre Lieder

Denn jetzt hat Erry Stoklosa die Nase ein wenig voll vom Jubiläum mit zahlreichen Ehrungen und erklärt im EXPRESS, warum: „Wir haben in den ersten Tagen der Session festgestellt, dass uns zu Ehren viele Tanzgruppen auf unsere Songs tanzen, dass Spielmannszüge mit Potpourris der Fööss die Jecken von den Stühlen holen und dass sogar das Dreigestirn ein Medley von uns singt.“

Das ehrt die Bläck Fööss zwar auf der einen Seite. „Das ist nur manchmal ein bisschen blöd, wenn wir im Anschluss auf die Bühne kommen und der Saal bereits unser halbes Programm gehört hat.“ Das sei mittlerweile schon so oft passiert, dass die Fööss es gar nicht mehr zählen können.

Bläck Fööss wollen Höhner-Songs spielen

Deshalb hatten Erry und seine Band-Kollegen am Wochenende ein wenig die Faxen dicke. „Damit es euch nicht langweilig wird, singen wir ein paar Lieder von den Höhnern“, sagte er zum Publikum. Halb im Spaß, halb im Ernst. „Wie wäre es mit Viva Colonia?“, schob er hinterher.

Kölner_Dreigestirn

Das Kölner Dreigestirn einen Tag nach der Proklamation 2020 bei der KG Alt-Köllen.

Eigentlich eine jecke Idee, doch das Publikum hat natürlich insbesondere dieses Jahr richtig Bock auf Bläck Fööss. Deshalb: Durchhalten, liebe Band. Denn so einfach können Tanzgruppen, Saalkapellen und vor allen Dingen das Dreigestirn ja nicht einfach das Programm umstellen.

Neues aus den Sälen: Ein Überblick

Höhner brillieren bei Nostalgiesitzung

Höhner, das war Weltklasse! Trotz stressiger Session und engem Terminkalender überraschte die Band auf der Nostalgiesitzung der Großen Kölner und Die Grosse von 1823 in der Flora mit einem eigens umgeschriebenen Programm. Statt Schlagzeug und Verstärker waren Harfe, Cajón und Hocker auf der Bühne. Henning Krautmacher stimmte mit seinen Mannen Songs wie „Anna Havanna“, oder „Et kölsche Hätz“ in einer „janz höösch“-Version an.

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Zum Kugeln: Die Höhner hatten sich für die Nostalgiesitzung etwas Besonderes ausgedacht. 

Begleitet wurden sie dabei von Paula Naumann an der Harfe. Die 21-Jährige sorgte daneben beim witzigen Höhner-Theater-Stück „Ein Kölner im Himmel“ für die richtige Untermalung. Während Micki Schläger als „kölscher Engel“ keinen Bock auf Himmel hatte, kamen Hannes Schöner als „Gott“ und Jens Streifling als „Jesus“ vorbei.

Henning las die Geschichte mit immer anderen Stimmen vor. Die beiden Präsidenten Joachim Wüst und Thomas Frings (der neue Sitzungsleiter der Grossen von 1823) waren sich mit den Jecken einig: „Das war großes Höhner-Kino.“ Nostalgie- und Flüstersitzungen werden immer beliebter. Umso schöner, wenn Bands wie die Höhner sich dazu so viele Gedanken machen.

Volker Bouffier als Gast bei den Roten Funken

Sonst ist er ja eher dafür da, dass in Hessen das Steuersäckel gut gefüllt ist. Superjot, dass Ministerpräsident Volker Bouffier als Gast bei den Roten Funken tief in die Tasche gegriffen hat und die „Kötterbüchs“ mit einer Spende ordentlich auffüllte.

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Hoher Besuch: Ehefrau  Ursula und Volker Bouffier (v.l.)  spendeten natürlich etwas in die Kötterbüchs.

„Ich habe zwar schon mal in Köln Karneval gefeiert, das ist aber schon Jahre her. In Frankfurt wird auch Fastnacht gefeiert, die ist aber mit dem kölschen Karneval nicht vergleichbar“, schmunzelte Bouffier. Die Kötterbüchs-Aktion fand er super. „Eine tolle Sache, denn hier wird nicht nur gefeiert, sondern auch an die gedacht, denen es nicht so gut geht.“

Der EXPRESS-Orden für Bernd Krömpke

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Bernd Krömpke von den Grielächern

Bernd Krömpke ist seit 38 Jahren Mitglied bei den Grielächern. Seit 30 Jahren sitzt er im Elferrat, seit 20 Jahren ist er Plaggeträger, und seit 20 Jahren ist er Zugwart, verantwortlich für den Rosenmontagszug. Er ist sozusagen „Der Mann für alle Fälle“! Ohne solche Leute kann man kaum noch bestehen – einfach unbezahlbar.

Dreigestirn dankt dem Ehrenamt

Ihren Auftritt bei der Kostümsitzung der Altstädter im Maritim  nutzte das Dreigestirn, um Ersatz-Marie Stefanie Scharfe (tanzt für die erkrankte Carina Stelzmann, hier lesen Sie mehr) mit einer ganz besonderen Auszeichnung zu ehren: Für Menschen, die sich um das Ehrenamt im Karneval verdient gemacht haben. Dazu überreichte Prinz Christian die Prinzenspange an Stefanie Scharfe und eine „Wir sagen Danke“-Urkunde des Dreigestirns.