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Jubel in KölnNeuer Nachtzug nach Mailand – doch eine Stadt schaut in die Röhre

Das Bahnunternehmen European Sleeper hat eine neue Nachtzugverbindung ab dem 9. September 2026 angekündigt. Hier ein Bild der Comfort-Klasse

Copyright: European Sleeper

Das Bahnunternehmen European Sleeper startet im September 2026 mit der Verbindung Brüssel – Köln – Mailand. Hier ein Bild der Comfort-Klasse

Endlich wieder im Schlaf nach Bella Italia! Ein neuer Nachtzug bringt Kölnerinnen und Kölner bald nach Mailand. Doch während in der Domstadt gefeiert wird, herrscht in der Nachbarstadt Katerstimmung.

Zehn Jahre nachdem die Deutsche Bahn ihre Schlafwagen aufs Abstellgleis geschoben hat, gibt es tolle Nachrichten für alle mit Fernweh. Andere Anbieter füllen die Lücke und bringen die beliebten Nachtverbindungen zurück, auch auf deutsche Schienen. Besonders die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) sind hier bekannt, aber auch private Firmen mischen mit.

So legt das Unternehmen European Sleeper eine neue Route auf: Ab September 2026 geht es von Brüssel über Köln nach Italien. Das niederländisch-belgische Joint Venture hatte schon zu Jahresbeginn verkündet, dass drei wöchentliche Fahrten pro Richtung geplant sind. Montags, donnerstags und samstags startet der Zug abends in Brüssel Richtung Mailand, mit Ankunft am Folgetag. Die Rückfahrten gen Norden finden mittwochs, freitags und sonntags statt.

In der Domstadt können Reisende um 22.07 Uhr einsteigen; die Ankunft aus der Gegenrichtung ist für 7.59 Uhr morgens vorgesehen. Köln und Aachen waren als die alleinigen Haltepunkte innerhalb Deutschlands geplant. In der Schweiz stoppt der Zug in Zürich, Arth-Goldau, Göschenen, Bellinzona, Lugano und Chiasso. In Italien sind Como und der Mailänder Bahnhof Porta Garibaldi, die zweitgrößte Station der Metropole, die Ziele.

Die Verbindung wird am 9. September aufgenommen, und Tickets lassen sich schon jetzt bis Januar 2027 reservieren. Die Tarife sind je nach Kategorie und Nachfrage gestaffelt und starten bei 29,99 Euro. Eine kurze Überprüfung offenbart jedoch: Die meisten aktuell buchbaren Fahrten sind erheblich teurer. Zur Auswahl stehen Sitzplätze und Liegewagen.

Aachen wird eiskalt abgehängt

Jetzt aber die Hiobsbotschaft: European Sleeper gab eine kurzfristige Anpassung der Streckenführung bekannt. Während die Züge ab September erst über Lüttich (Liège) und Aachen rollen, nehmen sie ab Dezember eine nördliche Route. Dann werden Antwerpen und die niederländischen Orte Breda und Eindhoven bedient. Die bittere Konsequenz: Der Stopp in Aachen wird gestrichen, womit Köln der alleinige deutsche Bahnhof auf dieser Linie ist.

Zu den Hintergründen machte das Unternehmen keine Angaben. In Foren auf Facebook wird heftig diskutiert, ob es sich um eine durch die Trassenvergabe bedingte Routenänderung handelt. Es könnten aber auch rein wirtschaftliche Motive dahinterstecken, denn die Anbindung von Antwerpen und des niederländischen Südens verspricht ein weitaus größeres Passagieraufkommen im Vergleich zu Lüttich und Aachen.

Zudem gibt es im südlichen Abschnitt eine weitere kleine Kurskorrektur: Anstelle von Zürich wird künftig Aarau angefahren. Als Grund werden hier ebenfalls Schwierigkeiten bei der Trassenzuteilung für das private Eisenbahnunternehmen angenommen.

Wer von Köln aus eine Nachtzugreise Richtung Südosten plant, kann weiterhin auf die ÖBB zählen. Dreimal pro Woche startet ein Zug gegen 22 Uhr in der Domstadt und erreicht Wien am darauffolgenden Morgen kurz nach 10 Uhr. Mit dem Nightjet der ÖBB gelangt man von Köln aus ebenfalls nach Zürich. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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