Was für ein Schicksal: Hündin Suraja, die seit Kurzem im Dellbrücker Tierheim lebt, ist nur knapp einem grausamen Tod entkommen.
Hündin jetzt in Kölner TierheimSuraja kommt geradezu „aus der Hölle“

Copyright: Tierheim Dellbrück/Hemmerling
Hündin Suraja wurde aus einer rumänischen Tötungsstation gerettet. Jetzt hofft sie im Tierheim Köln-Dellbrück auf ein liebevolles Zuhause.
Das war kein Tierheim, es war eine Tötungsstation... In der privaten Einrichtung eines Veterinärs in Rumänien sollen tausende Straßenhunde über Jahre brutal misshandelt und bestialisch getötet worden sein. Erschlagen, erhängt, verhungert. Der Tierarzt soll dafür Millionen kassiert haben.
Hündin Suraja gehört zu den wenigen, die dank Tierschutzorganisationen aus der Hundehölle gerettet werden konnten. Seit Kurzem ist sie im Tierheim Köln-Dellbrück.
Hündin entkommt Tötungsstation – monatelang aufgepäppelt
„Viele unserer Tiere bringen eine tragische Geschichte mit, aber Suraja kommt geradezu aus der Hölle“, berichtet Tierheimsprecherin Sylvia Hemmerling am Samstag (6. Juni) auf Facebook.
Der Horror war im Frühjahr ans Licht gekommen, nachdem heimliche Videoaufnahmen von Tierschützern veröffentlicht worden waren. Daraufhin wurde die rumänische Tötungsstation geschlossen und Ermittlungen gegen den Veterinär eingeleitet. Doch auch die Tiere, die Glück hatten und der Hundehölle entkamen, waren schwer krank, abgemagert und traumatisiert.
Suraja kam nach ihrer Rettung zunächst ins Tierheim nach Brașov, das von der Kölner Tierschutzorganisation „Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V.“ unterstützt wird. „Dort wurde sie über Monate medizinisch versorgt und aufgepäppelt“, erklärt Sylvia Hemmerling vom Dellbrücker Tierheim. „Als es ihr wieder gut ging und wir endlich einmal wieder Platz hatten, um Hunde aus Rumänien zu übernehmen, durfte sie zu uns reisen.“
Seit zwei Wochen sei die Hündin da und bewohne ein großes Zimmer mit vier weiteren Hunden. „Suraja ist noch recht scheu, taut aber täglich mehr auf und hat schon dicke Freundschaft mit unserer Kollegin Jenny geschlossen“, erzählt die Tierheimsprecherin.
Aktuell ist das Tierheim zwar wegen eines Husteninfekts mehrerer Hunde vorübergehend geschlossen (hier Spenden-Infos – jeder Euro hilft!), aber, so Sylvia Hemmerling, wenn wieder geöffnet wird, dann stünde einem Kennenlernen mit Suraja nichts im Wege.
Die Tierheimsprecher: „Sie wäre bestimmt ein prima Zweithund. Nach allem, was sie erleben musste, hat sie das schönste Zuhause der Welt verdient.“ (iri)
