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Kinderzimmer trifft FetischraumIrritierende Installation in Köln: Puppen feiern Orgie

Puppen und ein Aktmodel sind als Bestandteil der Rauminstallation „Kinderland ist abgebrannt“ in Köln zu sehen.

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Puppen und ein Aktmodel sind als Bestandteil der Rauminstallation „Kinderland ist abgebrannt“ in Köln zu sehen. 

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Kinderzimmer trifft auf Fetischraum – mit seiner neuen Installation in Köln will der Künstler Dennis Josef Meseg die Überflutung von Kindern mit fragwürdigen Konsumversprechen anprangern.

Hunderte Barbiepuppen und Actionfiguren feiern eine Orgie, dazwischen stehen menschliche Nacktmodelle – mit dieser Installation will der Künstler Dennis Josef Meseg im XPOST Köln gesellschaftliche Fehlentwicklungen offenlegen.

„Mir wurde in meiner Kindheit von den Medien, man denke an Walt Disney, eine Liebe versprochen, die romantisch ist, die ewig hält – das hat in mir Erwartungen erzeugt, die im wahren Leben nicht zu erfüllen sind“, sagte Meseg bei der Ausstellungspremiere auf der Messe Discovery Art Fair in Köln.

Kinder sind der Konsumwelt ausgeliefert

Die Barbiepuppen für seine Installation „Kinderland ist abgebrannt“ hat Meseg auf Flohmärkten gekauft oder geschenkt bekommen.

Puppen sind als Bestandteil der Rauminstallation „Kinderland ist abgebrannt“ zu sehen.

Copyright: Celine Frohnapfel/dpa

Puppen sind als Bestandteil der Rauminstallation „Kinderland ist abgebrannt“ zu sehen.

Ihm gehe es dabei auch um Konsumkritik – „dass ich als Kind von der Werbung, von Marketingfachleuten hinters Licht geführt wurde“. Er habe Bedürfnisse entwickelt, die sich im Nachhinein als völlig unsinnig erwiesen hätten.

„Ich wurde mit Plastikmüll zugeworfen. Da wird dann schon die Gier geweckt, immer mehr zu besitzen. Da wird eine Leere mit Konsum gestopft.“

Der Künstler Dennis Josef Meseg steht in seiner Rauminstallation „Kinderland ist abgebrannt“.

Copyright: Federico Gambarini/dpa

Der Künstler Dennis Josef Meseg steht in seiner Rauminstallation „Kinderland ist abgebrannt“.

Meseg (47), Sohn eines Fabrikarbeiters und einer Hausfrau, hat schon mehrfach mit ungewöhnlichen Aktionen Aufmerksamkeit erregt. So funktionierte er eine Kunstgalerie in Bonn zur Armenküche um, klagte mit 333 Puppen vor dem Kölner Dom Missbrauchstaten an und gestaltete einen mobilen Bunker in der Ukraine.

Im Zentrum von Berlin stellte er 222 mit Klebeband umwickelte Schaufensterpuppen auf, um Gewalt gegen Frauen anzuprangern. (dpa/mg)

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