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Beitrag tausendfach kommentiertNoel behauptet: „Die Stadt Köln ist nicht die hellste“

Viele Wege im Hiroshima-Nagasaki-Park am Aachener Weiher liegen nachts im Dunkeln.

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Viele Wege im Hiroshima-Nagasaki-Park am Aachener Weiher liegen nachts im Dunkeln. (Archivfoto)

Ein Video des Content-Creators Noel macht die Runde. Es zeigt: „Die Stadt Köln ist nicht die hellste“ – und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Ein junger Kölner sorgt mit einem Instagram-Video für Furore. Noel (25) prangert einen Missstand in Köln an, den viele nachvollziehen können.

Seine provokante Aussage: „Die Stadt Köln ist nicht die hellste“ trifft den Kern. Denn es geht um dunkle Ecken in Parks.

Mit Angst und einem mulmigen Gefühl verbunden

Der Content-Creator zeigt in seinem Instagram-Clip einen fast komplett schwarzen Bildschirm – und trifft damit einen wunden Punkt in Köln. „Ihr könnt mich nicht sehen, und das liegt daran, dass in Kölner Stadtparks grauenhafte Lichtverhältnisse herrschen“, kommentiert Noel sein Video.

Im Hiroshima-Nagasaki-Park am Aachener Weiher kann es der Kölner nicht fassen. „Warum sind hier nur da Laternen, wo kein Mensch lang läuft?“, fragt er in die Kamera. Sein Urteil: „Ohne Nachtsichtgerät bist du hier aufgeschmissen.“

Das Video verbreitete sich wie ein Lauffeuer und sammelte in nur einem Tag Tausende von Aufrufen. Die Kommentarspalte explodiert förmlich vor Zuspruch. Schnell wird deutlich: Der Aachener Weiher ist nur die Spitze des Eisbergs.

„Als Frau setzt man wirklich keinen Fuß an viele Orte deswegen“, schreibt eine Nutzerin und spricht damit vielen aus der Seele. Ein anderer User berichtet von seiner Furcht, den Beethoven-Park bei Nacht zu durchqueren.

Eine weitere Frau schildert Noel in einer Nachricht ihre Notlage: Für die Frühschicht muss sie im Winter mit dem Rad durch die Finsternis, was jedes Mal mit großer Sorge verbunden ist.

Für Noel hat das Thema auch eine sehr persönliche Seite, denn seine Mutter ist auf einen Rollstuhl angewiesen, wie er unserer Redaktion erzählt. Noel stellt sich die Frage: „Wenn ich mich dort schon unwohl fühle, wie würde es dann meiner Mama gehen?“ Für Personen mit körperlichen Behinderungen oder auch Senioren ist ein Ausweichen auf andere Wege oft unmöglich, selbst wenn die Route als gefährlich empfunden wird.

„Beleuchtungsverbot“ in Kölner Parks geht auf Naturschutz zurück

Noels Wunsch ist bescheiden: einige wenige LED-Lampen entlang der Pfade im Hiroshima-Nagasaki-Park. Doch eine Anfrage bei der Stadtverwaltung Köln brachte eine ernüchternde Antwort. „Park- und Grünanlagen sind in Köln grundsätzlich beleuchtungsfrei zu lassen“, sagte eine Sprecherin am Freitag (24. Juli) auf Nachfrage der Redaktion.

Die Sprecherin beruft sich auf eine Entscheidung des Ausschusses für Umwelt und Grün aus dem Jahr 2004. Damals wurde ein Verbot für Beleuchtung in Parks beschlossen, „da diese die Tierwelt erheblich beeinträchtigt und gegen die Vorgaben des Landschaftsgesetzes spricht“.

Zwei Personen sind am Abend auf einem Weg im dunklen Beethovenpark unterwegs, während eine Straßenlaterne leuchtet.

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Auch der Beethovenpark wird in den Kommentaren als zu wenig beleuchtet kritisiert.

Laut dem Landschaftsplan von 1991 sind fast sämtliche Grünflächen in Köln als Landschafts- oder Naturschutzgebiete deklariert. Eine Ausnahme vom sogenannten „Beleuchtungsverbot“ ist deshalb nur unter sehr strengen Bedingungen denkbar. Das gilt zum Beispiel für stark genutzte Verbindungswege zwischen zwei Straßen, für die es keine andere Route gibt. Die Stadt stellt klar: „Dies ist beim vorliegenden Weg nicht der Fall.“

Die Verwaltung unterstreicht außerdem, dass Abwägungen für Ausnahmen wegen des Klimawandels sowie des Umwelt- und Tierschutzes äußerst schwierig seien. Es existiert überdies keine gesetzliche Vorschrift, die eine Beleuchtung öffentlicher Grünanlagen vorschreibt. Die Stadt Köln hat für die kommende Woche eine weitere Stellungnahme in Aussicht gestellt. (red)

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