Hitze-Alarm für Haustiere! Ein Experte aus Köln erklärt, welche Fehler für Hund, Katze und Co. lebensgefährlich sind.
Hitze-Alarm für HaustiereKölner Experte warnt: Diese Fehler sind lebensgefährlich

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Bolonka Hündin Rosi rennt bei sommerlichen Temperaturen durch einen Brunnen.
Die Temperaturen steigen und für unsere Vierbeiner wird es brandgefährlich. Lukas Schnack aus dem Kölner Tierheim Zollstock hat eine klare Botschaft an alle Halter und erklärt, wie man Tiere jetzt schützt.
Das Thermometer knackt die 30-Grad-Marke! Für Hunde, Katzen und andere Haustiere beginnt eine Leidenszeit. Anders als Menschen fällt es ihnen schwer, die eigene Körpertemperatur zu regulieren. Sie kühlen sich hauptsächlich durch Hecheln. Lukas Schnack aus dem Tierheim Köln-Zollstock schlägt Alarm und gibt entscheidende Ratschläge.
Gassi-Runden: Nur noch in der Kühle des Tages
Wenn es um die schlimmsten Versäumnisse geht, findet Schnack deutliche Worte. Sein eindringlicher Appell: „Absolutes No-Go ist natürlich, die Tiere lang im Auto zu lassen.“
Obwohl Tierschutzvereine dies jedes Jahr wiederholen, wird die Warnung oft ignoriert. Bereits nach wenigen Minuten kann die Hitze im Fahrzeuginneren auf über 50 Grad ansteigen – eine tödliche Falle. Wer daran zweifelt, solle es selbst ausprobieren, so Schnack: fünf Minuten im geschlossenen Wagen ohne Kühlung. „Das ist wirklich eklig.“
Für Hundehalter gibt es eine simple, aber oft missachtete Regel: Der ausgiebige Spaziergang findet nur noch in der Kühle des Morgens oder am späten Abend statt. „Zwischen 5 und 6 Uhr gehe ich dann noch ein Stündchen aufs Feld. Dann ist es noch erträglich“, erläutert Schnack, der seit zwölf Jahren im Kölner Tierheim tätig ist. „Den Rest des Tages dann nur noch winzige Spaziergänge.“ Andernfalls könnten besonders bei älteren oder vorerkrankten Tieren Kreislaufprobleme die Folge sein.
Eine heimtückische Bedrohung stellt der Boden dar. In der prallen Sonne wird Asphalt glühend heiß und kann zu Verbrennungen an den Pfoten führen. Schnack hat einen simplen Trick parat: „Legt den Handrücken auf den Asphalt. Wenn es für einen selbst schon zu heiß ist, ist es für den Hund und seine empfindlichen Pfoten auch zu heiß.“ Für kurze Ausflüge von fünf bis zehn Minuten sei es besser, mit dem Rad oder Auto zu einer Wiese zu fahren. Für Rassen mit Atembeschwerden, wie Möpse, empfiehlt Schnack eine noch kürzere Dauer.
Katzen und Kleintiere: So sorgen Sie für Abkühlung
Wohnungskatzen müssen zwar nicht nach draußen, leiden aber ebenso unter der aufgestauten Hitze. „Die können ja leider nicht wie wir mal ein Eis essen. Deswegen müssen wir dafür sorgen, dass es schattig ist und kühl bleibt“, so Schnack. Das heißt konkret: Jalousien schließen, Kühlmatten bereitstellen und stets frisches Wasser an verschiedenen Orten platzieren. Ein Tipp von Schnack: Fließendes Wasser animiert viele Samtpfoten zum Trinken. Auch Freigänger sollten bei diesen Temperaturen im Haus bleiben.
Besonders stark gefährdet sind Kaninchen und Meerschweinchen. Bei ihnen droht schon ab 26 Grad ein Hitzekollaps. Ihre Gehege im Freien müssen den ganzen Tag über komplett im Schatten liegen. Schnack empfiehlt mindestens zwei bis drei Wasserquellen: „Es ist wichtig, dass bei jedem Schritt, den die Tiere machen, Wasser da ist.“ Kühle Steinplatten oder in Handtücher gewickelte Kühlakkus können für zusätzliche Linderung sorgen.
Ein weiterer häufiger Fehler: ausgedehnte Spaziergänge in der Mittagshitze. „Ja, der Hund mag aktiv sein, er möchte auch bewegt werden, aber nicht bei dem Wetter“, warnt Schnack. Wer einen Garten oder Balkon besitzt, kann außerdem helfen: Eine flache Schale mit Wasser für Vögel, Eichhörnchen und Insekten ist eine große Hilfe. „Die haben nicht den Luxus wie die Hunde, die fünfmal am Tag den Napf vorgestellt bekommen“, betont Schnack. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
