Hella von Sinnen hat in ihrem Podcast „Gestatten, von Sinnen“ ihrem Gast Guido Cantz Details aus einem Gespräch mit dem Kölner Kardinal Woelki entlockt.
„Hätte diese Schlagzeile im EXPRESS geliebt“Cantz spricht mit von Sinnen über besonderes Treffen

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Guido Cantz traf sich zu einem persönlichen Gespräch mit dem Kölner Kardinal Woelki. (Archivfoto von der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises 2023)
Wenn Kölsche ins Plaudern kommen ... Wahl-Kölnerin Hella von Sinnen (67) begrüßte den gebürtigen Porzer Guido Cantz (54) als Gast in ihrem Podcast „Gestatten, von Sinnen“.
Und dabei entlockte die 67-Jährige ihrem Gesprächspartner Details aus einem Treffen mit Rainer Maria Woelki (69). Den Kölner Kardinal, der am 18. August seinen 70. Geburtstag feiert, traf Cantz zu einem persönlichen Gespräch 2024.
Kardinal Woelki stellte sich am Flughafen vor
Schon der Weg dahin war kurios, so Cantz. Er habe gemeinsam mit seinem Kollegen Ralf Schmitz am Flughafen gewartet, als sich ihm ein Mann mit den Worten „Gestatten, Kardinal Woelki“ vorstellte. Darauf habe er geantwortet: „Sie brauchen sich nicht vorstellen, Herr Kardinal. Ich kenne Sie schon.“
Das zufällige Treffen führte dann zu einem Besuch von Cantz beim Kölner Kardinal. Und dort, so entlockte ihm Hella von Sinnen, habe er im Gespräch kein Blatt vor den Mund genommen. „Und dann haben wir Eindreiviertelstunde geredet. Redeanteil: 80 Prozent Kardinal, 20 Prozent Cantz. Eher selten bei uns beiden“, so Cantz, der weiter berichtet: „Und er hat sich ganz viel gerechtfertigt.“ Hella von Sinnen will daraufhin wissen: „Hast du ihn einfach sich rechtfertigen lassen oder hast du auch kritisch nachgefragt?“
„Beides“, sagt Cantz. „Er hatte mich wohl eingeladen, weil ich ihn des Öfteren natürlich angegangen bin. Und eine Sache hat ihm wohl überhaupt nicht gefallen. Das war damals bei einer Fernsehmoderation 52 Jahre Bläck Fööss vor dem Kölner Dom. Da habe ich ihn wohl heftigst kritisiert“, erinnert sich der Comedian und TV-Moderator. „Das fand er nicht so dolle.“
Aber Cantz blieb bei seiner Linie: „Ich hab' gesagt, na ja, aber faktisch, die Sachen, die ich da gesagt habe, da steh' ich natürlich zu. Wenn die Form nicht in Ordnung gewesen sein sollte, würde ich sagen, entschuldige ich mich da gerne für, aber die Inhalte, da stehe ich hinter.“ Zudem habe er dem Kardinal gesagt, dass er sich „wundern würde, warum er noch im Amt sei“. Daraufhin habe Woelki entgegnet, dass er der Meinung sei, dass er mit dieser Kritik umgehen müsse „und dass er gar nicht so viel falsch gemacht hätte“.
Hella von Sinnen, früher mal evangelisch, wollte von Cantz wissen, ob er bei seinem Kardinalsbesuch „bestimmte döllige Rituale“ machen musste. Der erwiderte lachend. „Nee, musste man nicht.“
Guido Cantz, bekennender Christ und Katholik, hat Woelki mehr als einmal heftig kritisiert. „Also ich weiß noch, als er nach Köln kam, waren alle voller Hoffnung und haben gesagt, davor war Kardinal Meißner und der war so erzkonservativ. Jetzt kommt einer aus Berlin und der ist auch geborener Kölner“, erinnert sich Cantz, der anlässlich der Papstwahl im Mai 2025 mit einer Idee um die Ecke kam, die er bei Hella von Sinnen noch einmal zum Besten gab.
„Das wäre schon eigentlich ganz gut, wenn Woelki als Außenseiter jetzt Papst werden würde, weil dann wäre es so eine Win-Win-Situation. Es wäre zum ersten Mal ein gebürtiger Kölner Papst geworden und der wäre 1000 Kilometer Luftlinie weit weg vom Kölner Dom gewesen.“
Eine Vorstellung, die nicht nur Guido Cantz gefallen hätte. „Boah, hätte ich diese Schlagzeile im EXPRESS geliebt“, sagte Hella von Sinnen. (susa)


