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Eintritt für den DomGuido Cantz äußert sich und stellt Frage, die viele umtreibt

28.10.2025, Köln: Redner-Krise im Karneval? Warum es immer schwieriger in der Bütt wird: Gespräch mit Guido Cantz, Martin Schopps, Volker Weininger.  Foto: Arton Krasniqi

Copyright: Arton Krasniqi

Guido Cantz (hier im Oktober 2025) witzelt über die Pläne, dass der Eintritt in den Kölner Dom zukünftig kostenpflichtig wird.

Aktualisiert

Touristinnen und Touristen sollen künftig zahlen, um in den Kölner Dom zu kommen – Betende dagegen kommen umsonst rein. Das bietet manchen satirischen Anknüpfungspunkt, findet Guido Cantz.

Nach der Ankündigung von Eintrittsgeldern für den Kölner Dom ist TV-Moderator und Komiker Guido Cantz gespannt auf die praktische Umsetzung. „Das Domkapitel hat gesagt, dass Touristen Eintritt zahlen müssen, Gottesdienstbesucher und Betende aber nicht. Da darf man neugierig sein, wie die Einlasskontrolle geregelt wird. Der Begriff ‚Drehkreuz‘ bekommt da eine ganz neue Bedeutung“, sagte er.

Eine genaue Lösung für die Umsetzung des Eintritts für den Dom gibt es bislang nicht. Nur erste Gedankenspiele.

Guido Cantz über Eintritt für den Dom

Für ein Comedy-Programm biete das Vorhaben mancherlei Anknüpfungspunkte: „Besser der Kölner Dom nimmt von Touristen Eintritt, als dass die Heiligen Drei Könige wegen Eigenbedarf rausgeklagt werden“, witzelt Cantz, der derzeit mit seinem Comedy-Programm „Komische Zeiten“ auf Deutschland-Tournee ist. Die Heiligen Drei Könige ruhen der Überlieferung nach in einem Goldschrein im Kölner Dom.

Der 54-Jährige hat gemischte Gefühle bei dem Vorhaben. „Ich habe zwar schon in diversen Gotteshäusern im europäischen Ausland Eintritt bezahlt, in Salzburg, London oder Barcelona. Das fühlt sich immer merkwürdig an“, sagte er.

Letztlich könne er aber doch Verständnis dafür aufbringen: „Um die Betriebs- und Erhaltungskosten zu bewältigen, ist dieser Schritt nachvollziehbar. Unser Kölner Dom muss definitiv erhalten bleiben.“ Das Domkapitel hatte argumentiert, dass die Eintrittsgelder notwendig seien, um die gestiegenen Kosten unter anderem für Pflege, Schutz und den laufenden Betrieb des Doms abzudecken.

Alice Schwarzer: „Kölner Dom gehört uns allen“

Auch Alice Schwarzer äußerte sich zu der Thematik. Sie erachtet Eintrittsgelder für den Kölner Dom als nicht gut. „Ich finde es bedauerlich, dass man für den prächtigen Dom Eintritt zahlen soll“, sagte die in Köln lebende Frauenrechtlerin. „Er gehört uns allen.“

Nach ihrer Information sei die Kölner Diözese „auch die reichste der Welt“. Für sie selbst habe die Regelung keine Folgen: „Ich bin als Kölnerin Mitglied des Dombauvereins und muss gewiss nicht zahlen.“

Für Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins, die mit ihren Mitgliedsbeiträgen sowieso zum Erhalt des Doms beitragen, bleibt der Besuch der Kathedrale, ebenso wie für Gottesdienstbesucher und Betende, kostenfrei. (dpa)

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