„Muss in Russland arbeiten“ Wirbel um Altkanzler-Schröder-Plakate in Köln

Eins der Anti-Schröder-Plakate an der Bahnhaltestelle Venloer Straße.

Eins der Anti-Schröder-Plakate an der Bahnhaltestelle Venloer Straße. Das Foto wurde am Donnerstagmorgen (28. April 2022) aufgenommen.

Wie kommen die dahin? Das dürften sich viele Kölner und Kölnerinnen gefragt haben. Mehrere Anti-Schröder-Plakate wurden in der Stadt aufgehängt.

Alt-Kanzler Gerhard Schröder ist in Köln wegen seiner Russland-Haltung Ziel einer öffentlichen Spott-Aktion geworden. Auf mehreren sogenannten City-Lights wie an der stark frequentierten Haltestelle Venloer Straße/Ehrenfeldgürtel hingen verhöhnende Plakate unter dem Titel „ Skandal um 77-jährigen Hannoveraner – Muss in Russland arbeiten, weil Rente nicht reicht“

Was auf den ersten Blick wie eine zwar ungewöhnliche, aber regulär bei der Firma JC Decaux gebuchte „Werbung“ aussah, entpuppte sich schnell als gezielte Guerilla-Aktion von Unbekannten!

Unbekannte hängen 50 Schröder-Plakate in Köln auf

Dahinter stecken möglicherweise Politaktivisten oder Satiriker – so heißt es im Text über „Gas-Gerd“ unter anderem, er wolle seine Jobs bei russischen Staatskonzernen nicht aufgeben, weil es sonst vorne und hinten nicht reiche: „Irgendwie muss ich selbst ja auch die steigenden Energiepreise bezahlen.“

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Der oder die Plakatierer waren offenbar mit passendem Werkzeug ausgerüstet, um die Glaskästen zu öffnen und die exakt passenden Plakate einzuhängen.

Eine Sprecherin der Außenwerbungsfirma Wall, die zur JCDecaux-Gruppe gehört, zum EXPRESS.de: „Unsere Flächen wurden gekapert. Die Plakate sind am Donnerstagmorgen von einem unserer Mitarbeiter bemerkt und gemeldet worden. Sie wurden von uns umgehend entfernt.“

Alle City-Lights in der Stadt, es sind Hunderte, würden überprüft. Bei der Polizei werde man Strafanzeige gegen unbekannt stellen. Insgesamt soll es sich um 50 Schröder-Plakate gehandelt haben, die inzwischen wieder aus den Glaskästen entfernt worden.

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