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Knaller im Geißbockheim-Streit Mehrheit gegen den Ausbau – FC reagiert überraschend

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Der Streit um das Geißbockheim beschäftigt Köln schon seit Jahren.

Köln – Der geplante Ausbau des Kölner Geißbockheims: Es ist ein Thema, das Köln schon seit Jahren umtreibt. Der 1. FC Köln will sein Trainingszentrum im Kölner Grüngürtel erweitern, Umweltschützer wollen genau das verhindern.

Geißbockheim: Mehrheit offenbar gegen den Ausbau

Im Sommer 2019 wurde dann die Bevölkerung eingeschaltet: Mit vorgefertigten Formularen, zum Beispiel vom Bund für Naturschutz Deutschland (BUND) oder dem FC selbst konnten sich Menschen zu den Plänen am Geißbockheim äußern. Insgesamt 7145 Eingaben kamen zusammen, Rekord für Bürgerbeteiligungen in Köln.

Nun sind erste Zahlen durchgesickert, die eine Tendenz der öffentlichen Meinung verraten sollen. Nach Informationen der „Kölnischen Rundschau” sollen sich mehr als 60 Prozent der Eingaben gegen einen Ausbau des Geißbockheims ausgesprochen haben. Nicht jede Eingabe steht für einen Bürger, pro Person sind mehrere Eingaben möglich. Außerdem muss die Verwaltung nicht nur eine quantitative, sondern auch eine qualitative Prüfung der Eingaben vornehmen.

Alles zum Thema Geißbockheim

Geißbockheim: FC-Pläne im Grüngürtel in die Kritik geraten

Für über 20 Millionen Euro will der FC ein Nachwuchs-Leistungszentrum direkt am Geißbockheim bauen, außerdem auf der Gleueler Wiese drei Kunstrasenplätze und vier Kleinspielfelder.

„Wir sind eigentlich positiv überrascht, dass 40 Prozent der Eingaben positiv waren. Das ist gerade in solch einem Verfahren und bei der Vielzahl der Eingaben eher ungewöhnlich“, sagt FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle zum EXPRESS. „Wir werden in dem Verfahren weiter vorwärts gehen. Die Zahlen haben ja auch keinerlei Repräsentativität.“ Und in der Tat entspricht der Anteil der Geißbockheim-Gegner bei der Bürgerbeteiligung lediglich 0,4 Prozent der Kölner Wahlberechtigten.

Der Kölner Baudezernent Markus Greitemann drängt darauf, bis Mai 2020 eine Entscheidungsvorlage in die Politik einzubringen. Viele Beobachter gehen aber davon aus, dass der Stadtrat das Thema nicht vor den Kommunalwahlen im September 2020 entscheiden will.

Geißbockheim: Reker sorgte 2019 für Kritik durch Äußerung

Im August hatte Oberbürgermeisterin Henriette Reker für Aufsehen gesorgt, als sie sich kritisch zu den FC-Plänen am Geißbockheim positionierte (hier lesen Sie mehr). „Ich würde mir wünschen, dass wir im Einvernehmen mit dem FC einen anderen Platz finden“, sagte die OB. Von FC-Fans gab es dafür Kritik, weil sich die parteilose Oberbürgermeisterin vorher öffentlich stets offen für die Pläne gezeigt hatte. Reker begründete den „Sinneswandel” mit geänderten Rahmenbedingungen im Streit um den Ausbau. (tw)

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