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Gefahr auf der LuxAnwohner wütend: „Viele werden verleitet, bei Rot zu gehen“

Die Ampel auf der Luxemburger Straße von der Lothar- zur Leyberger Straße zeigt für den Weg zur Mittelinsel grün, dahinter rot.

Copyright: Susanne Esch

Die Ampel auf der Luxemburger Straße von der Lothar- zur Leyberger Straße zeigt für den Weg zur Mittelinsel grün, dahinter rot.

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Auf der Luxemburger Straße kocht die Wut: Fußgänger müssen mitten auf der Straße warten, es gab bereits einen tödlichen Unfall. Eine Initiative fordert Änderungen, doch die Stadt mauert.

Es ist ein tägliches Ärgernis für unzählige Menschen in Lindenthal: Man will über die vierspurige Luxemburger Straße, bekommt Grün, geht los – und bleibt nach wenigen Metern auf einer Mittelinsel stecken. Rot! Wieder warten, während Autos und die Stadtbahnlinie 18 vorbeirauschen. Die Fußgängerampeln sind hier oft mehr Hindernis als Hilfe.

Die Wut und die Sorge sind groß, denn die Situation ist nicht nur nervig, sondern brandgefährlich. Vor einigen Jahren wurde eine Fußgängerin am Übergang an der Wittekindstraße von einer Bahn erfasst und tödlich verletzt. Damals waren sich mehrere Zeugen sicher: Die Ampel an den Gleisen zeigte kein Rot, die dahinter aber schon Grün – ein fatales Signal.

Anwohner-Wut: „Trennwirkung im Veedel wird verstärkt“

Jetzt reicht es den Leuten. Die Interessengemeinschaft Lebenswerte Lux kämpft für sichere Übergänge. „Zufußgehende müssen an vielen Übergängen zweimal warten, teilweise über 60 Sekunden“, schildert IG-Mitglied Dominik Kerl die frustrierende Lage. Die Folge sei fatal: „Dadurch wird die Trennwirkung der Lux in unserem Veedel verstärkt und viele Personen werden verleitet, bei Rot zu gehen.“

Die Initiative kritisiert, dass die modernen Digital-Ampeln nur auf eine grüne Welle für den Autoverkehr ausgelegt seien. Besonders an Haltestellen wie der Geisbergstraße sei die Lage für querende Schulkinder und Familien prekär, wenn sie zwischen Gleisen und Fahrspuren ausharren müssen.

Die IG hat nach eigenen Angaben sogar mehrfach Hinweise bekommen, dass Ampeln an KVB-Gleisen, speziell an der Arnulfstraße, nicht rechtzeitig auf Rot springen, obwohl schon eine Bahn einfährt.

Auf dem Fußgängerüberweg an der Arnulfstraße sind zu Schulbeginn und -schluss sehr viele Menschen unterwegs.

Copyright: IG Lebenswerte Lux

Auf dem Fußgängerüberweg an der Arnulfstraße sind zu Schulbeginn und -schluss sehr viele Menschen unterwegs.

Der Vorschlag der Anwohner klingt simpel: Wenn eine Bahn ankommt, sollen die Fußgängerampeln schnell auf Grün schalten, damit sich die Menschenmassen vom Bahnsteig verteilen können. Auch die Bezirksvertretung Lindenthal hat die Verwaltung aufgefordert, die Schaltungen zu überprüfen und so zu koppeln, dass ein zügiges Überqueren möglich wird.

Doch die Antwort der Stadtverwaltung ist eine kalte Dusche. Eine durchgehende Querung ohne Zwangshalt auf den Mittelinseln sei nicht überall möglich, da die Ampeln mit dem Autoverkehr koordiniert seien. Und dann der Hammer: „Eine dahingehende Änderung der Ampelschaltungen ist nicht vorgesehen.“

Auch eine Anpassung an ankommende Bahnen widerspreche dem Steuerungskonzept. Zwar seien die Warteflächen teils zu klein, doch Änderungen würden große Umbauten erfordern und seien nicht mal eben so machbar. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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