Erneute Probleme Ford Köln kämpft mit Engpass und trifft Entscheidung

Neu gebaute Autos stehen auf Lastwagen vor dem Ford Werk.

Bei einem Zulieferer von Ford gibt es wieder gravierende Lieferprobleme. Auf dem Symbolfoto sind die Ford-Werke in Köln am 3. Mai 2021 zu sehen.

Nach dem Neustart in der Produktion zu Anfang der Woche fährt der  Kölner Auto-Riese Ford fährt seine Produktion wieder runter.

Köln. Monatelang ruhte die Autoherstellung im Kölner Ford-Werk. Am Montag (16. August) ging es endlich wieder los – und findet schon wieder ein abruptes Ende.

Köln: Ford leidet unter Lieferproblemen

Wegen Halbleiter-Lieferproblemen muss der Autobauer Ford in Köln erneut seine Produktion runterfahren. Es habe coronabedingte Ausfälle bei einem Halbleiter-Hersteller in Malaysia gegeben, wodurch es bei einem Türmodul-Zulieferer zu Lieferproblemen gekommen sei, sagte ein Ford-Sprecher am Dienstag in Köln.

„Halbleitern“ sind der Hauptbestandteil von Chips, die im Auto verbaut sind und zum Beispiel in Steuergeräten Antrieb und Fahr- oder Bremsverhalten regeln.

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Köln: Von Mai bis Mitte Juli ruhte Fiesta-Produktion

Zuvor hatte die „Bild“ berichtet. Schon von Anfang Mai bis Mitte Juli hatte die Fiesta-Produktion in Köln wegen Halbleiterproblemen geruht – hierbei ging es um Technik für andere Bauteile.

Erst am Montag (16. August) war die Belegschaft nach ihrem einmonatigen Werksurlaub in die Produktionshallen zurückgekehrt, um die Montage von Fiesta-Kleinwagen wieder aufzunehmen.

Köln: Versorgung ab 6. September „noch ungewiss“

Doch die Produktion wird ein kurzes Intermezzo, denn zur Begrüßung fanden sie ein Schreiben zu den Lieferengpässen vor. Darin kündigte die Chefetage an, dass man mangels Türmodulen beim Betriebsrat für die kommenden zwei Wochen (ab 17. August) Kurzarbeit beantragen werde. Möglicherweise wird es noch länger dauern, wie aus dem Schreiben hervorgeht. Denn auch die Versorgung mit Material in der Woche ab dem 6. September sei „noch ungewiss.“

Ford-Betriebsrat: „Extrem wichtig, wieder Autos zu bauen“

Allerdings genehmigte der Betriebsrat zunächst nur eine Woche Kurzarbeit. Möglicherweise gebe es bald doch noch eine Lieferung und die Fertigung könne zumindest mit einer Schicht wiederangefahren werden, sagte Ford-Betriebsrat Martin Hennig der dpa. „Für uns als Arbeitnehmer ist es extrem wichtig, wieder Autos zu bauen - die Kunden warten.“

Ford hat in Köln 15000 Beschäftigte

Halbleiter-Lieferprobleme machen der ganzen Autobranche zu schaffen, auch andere Hersteller mussten ihre Produktion mangels Bauteilen zwischenzeitlich einstellen. Ford hat in Köln rund 15 000 Beschäftigte, davon 5000 in der Fiesta-Produktion. Der Rest ist in der Entwicklung, in der Verwaltung und in anderen Bereichen tätig. Köln dient dem US-Autokonzern als Deutschland- und Europazentrale.

Ford: Zweiter Standort im Saarland nicht von Lieferengpass betroffen

Zweiter Ford-Standort in Deutschland ist Saarlouis im Saarland. Dort endet der Werksurlaub Anfang kommender Woche. Die dortige Herstellung des Focus-Modells sei von den aktuellen Lieferengpässen nicht betroffen, sagte der Firmensprecher. Die Produktion werde dort planmäßig wieder aufgenommen. (dpa/mj)

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