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„Wird immer mehr“Es trifft den nächsten Kölner See – Strafe ist immens

Ekel-Anblick: Müll am Höhenfeldersee in Köln-Höhenhaus.

Copyright: Leserfoto Norbert Lauer

Ekel-Anblick: Müll am Höhenfeldersee in Köln-Höhenhaus.

Überquellende Mülleimer, Luftmatratzen im Gebüsch – und das in einem Naherholungsgebiet, in dem Baden lebensgefährlich ist.

Nächster Problem-See in Köln!

Während am Escher See das Chaos nach Pfingsten Schlagzeilen machte, meldete sich jetzt Anwohner Norbert Lauer bei EXPRESS.de – mit erschreckenden Fotos vom Höhenfelder See in Köln-Höhenhaus.

Höhenfelder See in Köln-Höhenhaus wird zugemüllt

Der Höhenfelder See, ein rund 20 Hektar großer Baggersee einer ehemaligen Kiesgrube im rechtsrheinischen Köln, ist eigentlich ein idyllisches Naherholungsgebiet. Doch die Bilder, die Norbert Lauer gemacht hat, erzählen eine andere Geschichte: überfüllte Abfallbehälter, Müll auf dem gesamten Rundweg, weggeworfene Luftmatratzen und Verpackungen – mitten in der Natur.

„Am Höhenfeldersee liegt um den Rundweg unten um den See rum überall Müll“, beklagt sich Lauer. „Es wird immer mehr.“ Die Ablagestellen würden selten geleert, behauptet der 62-Jährige.

Dabei ist Baden in dem See nicht nur verboten – es ist lebensgefährlich. Der Baggersee hat sowohl flache als auch bis zu 15 Meter tiefe Stellen. Die extremen Temperaturunterschiede im Wasser machen das Schwimmen zur tödlichen Gefahr. Trotzdem hält sich offenbar kaum jemand daran.

Was Norbert Lauer besonders wurmt: Es bleibt nicht beim Müll – der sorglos liegengelassen wird. Nach dem Motto: Das räumt die AWB schon weg.

Alles Mögliche lassen die Badegäste an dem See zurück. Dabei ist Baden hier streng verboten.

Copyright: Leserfoto Norbert Lauer

Alles Mögliche lassen die Badegäste an dem See zurück. Dabei ist Baden hier streng verboten.

„Da wird nicht nur gebadet, sondern auch sehr laute Musik gemacht und offenes Feuer“, berichtet der Anwohner. „Es gab auch ein Schwänepaar, das dort gebrütet hat. Die Schwäne sind leider jetzt auch weg.“

Leider habe er dort das Ordnungsamt auch nur selten gesehen, ist Lauer frustriert.

Escher See: Genau das gleiche Spiel

Ähnliche Probleme gibt es auch am Escher See. Auch dort machten Besucher nach Pfingsten aus dem Landschaftsschutzgebiet eine regelrechte Müllhalde.

Die Abfallwirtschaftsbetriebe Köln (AWB) rückten zwar an und entsorgten den Müll am Dienstag nach Pfingsten. Doch nach kurzer Zeit stapelte sich erneut der Müll.

Auf Nachfrage räumte eine Sprecherin der Stadt Köln gegenüber EXPRESS.de ein, dass eine dauerhafte Kontrolle schlicht nicht möglich sei. Das Ordnungsamt bestreife Problemgebiete nur „anlassbezogen und bei Beschwerden“.

Eine Tafel zeigt, wie groß das Erholungsgebiet rund um den See ist.

Copyright: Leserfoto Norbert Lauer

Eine Tafel zeigt, wie groß das Erholungsgebiet rund um den See ist. Auch der Wildpark Dünnwald befindet sich in der Nähe.

„Mit steigenden Temperaturen wird auch der Escher See in den Fokus genommen. Eine dauerhafte Präsenz vor Ort ist aufgrund der Einsatzlage im 405,2 Quadratkilometer großen Kölner Stadtgebiet nicht realisierbar“, so die Stadtsprecherin.

Dabei können die Strafen bei Müllvergehen empfindlich sein: Wer im Landschaftsschutzgebiet Müll hinterlässt, riskiert laut Kreislaufwirtschaftsgesetz ein Bußgeld von bis zu 100.000 Euro. Der Haken: Erwischt werden muss man erst.

Das heiße Wetter der vergangenen Tage bringt Gewitter mit sich. (Archivfoto)
Deutscher Wetterdienst warnte
Starke Gewitter zogen über Köln