Ein Paar aus Dänemark schreibt Geschichte. Die Touristen gehörten zu den ersten Besuchern, die kostenpflichtige Tickets für den Kölner Dom gekauft haben.
Eintritt für den DomDieses Paar schreibt Kölner Geschichte

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Henrik Kryger und Henriette Kryger sind die ersten, die am 1. Juli ein Ticket für den Dom gekauft haben.
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Henrik und Henriette Kryger schreiben Geschichte. Das Paar aus Dänemark betrat am Mittwochmorgen um 9 Uhr den Ticketshop am Kölner Dom, um sich die kostenpflichtigen Eintrittskarten zu kaufen.
Jeweils zwölf Euro bezahlte das Paar - so viel kostet ab dem heutigen 1. Juli der reguläre Eintritt für den Kölner Dom.
Dänen wundern sich über so viel Aufmerksamkeit
Für die Dänen ist der Eintritt nichts Ungewöhnliches. Beide kennen das bereits aus anderen Städten, wie z.B. Barcelona. „Wie haben nicht damit gerechnet, auf einmal so viel Aufmerksamkeit zu bekommen, nur weil wir ein Ticket kaufen“, sind die Krygers überrascht über die große Aufmerksamkeit, die sie an diesem Mittwochmorgen bekommen.
Bislang sind die Besucherzahlen noch sehr mau. Vier Mitarbeiter stehen an den Ticketschaltern bereit, immer wieder haben alle gleichzeitig nichts zu tun.
In der Kathedrale selbst ist ein kleiner Bereich beim Nordeingang durch Kerzenständer abgetrennt. Wer beten möchte oder eine Kerze anzünden, darf hier kostenlos über den Nordeingang rein.
Einer der Mitarbeiter am Eintritt gibt einem Stadtführer eine Eselsbrücke mit, um sich den Preis besser merken zu können: „Zwölf Euro wie die zwölf Apostel“.

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Drei Männer arbeiten daran, die letzte Tür des Ticketshops zu öffnen. Um 9.37 Uhr sind die Besucherzahlen allerdings noch sehr mau. Es stehen zwar vier Mitarbeiter an den Ticketschaltern, immer wieder haben alle gleichzeitig nichts zu tun.
Der Preis gilt an den meisten Tagen und für die meisten Leute – es gibt aber auch Ausnahmen zu bestimmten Feiertagen. Zudem soll der Dom für Gottesdienstbesucher, Betende sowie Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins über den Nordeingang demnach kostenfrei bleiben, während am Westeingang Eintritt kassiert wird.
Schulklasse kann sich den Eintritt nicht leisten
Nicht kostenfrei ist der Eintritt dagegen für eine Schulklasse, die das gotische Gotteshaus besichtigen wollte. Jara (18) wollte sich den Dom im Rahmen ihres Projektkurses von innen anschauen und anschließend mit einer VR-Tour des Doms vergleichen. Die VR-Tour ist für sie und ihre Mitschüler über die Medienstelle kostenlos, der Eintritt in den Dom nicht. Immerhin: Über den Nordeingang konnte Jara in den Dom wenigstens einen kleinen Teil des Doms betreten und eine Kerze anzünden.
„Den Eintritt kann sich die Schule nicht leisten“, sagt ihre Lehrerin Raija Kilian (57). Die Pädagogin hat Verständnis für das Problem der Finanzierung, findet aber: „Wer Kirchensteuer zahlt, müsste so reinkommen.
