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Das große SchwitzenRheinland ächzt und bibbert vor 40-Grad-Marke

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Das große Schwitzen geht weiter: Die Sommerhitze hat das Rheinland, Deutschland und weite Teile Europas nach wie vor fest im Griff.

Glutofen Rheinland! Die Sommerhitze lässt uns und weite Teile Europas auch in der neuen Woche ächzen. Bald könnte erstmals in diesem Jahr die 40 Grad geknackt werden.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt zu Wochenbeginn vor starker, gebietsweise sogar extremer Wärmebelastung. Besonders heiß soll es im Südwesten Deutschlands werden. Auch für Köln gilt erneut eine amtliche Warnung vor extremer Hitze – zunächst einmal bis Montagabend (22. Juni), 19 Uhr.

Extreme Hitze von bis zu 39 Grad

Bereits am Sonntag hatten die Wetter-Experten des DWD mitgeteilt, dass sich die Hitze in der Wochenmitte auch wieder auf Norddeutschland ausdehne und im Südwesten lokal die 40-Grad-Marke erreicht werden könne. Das sei allerdings noch unsicher. Hinweise auf eine Abkühlung lieferten die Wettermodelle „nach aktuellem Stand frühestens ab kommendem Wochenende“, hieß es weiter.

Zugleich könnte es demnach markante Gewitter geben. Die Wetter-Experten halten schwere Unwetter für möglich. Und wer auf eine kühle Nacht hofft, wird bitter enttäuscht: Das Thermometer sinkt lediglich auf Werte von 15 bis 19 Grad.

Am Dienstag gibt die Sonne dann nochmal alles und es bleibt trocken, so der DWD. Die Gluthitze verschärft sich sogar noch: Erwartet werden 30 bis 33 Grad. Die folgende Nacht bringt bei 18 bis 22 Grad kaum Erholung und wird tropisch.

Richtig extrem wird es dann am Mittwoch. Im Westen des Bundeslandes rechnen die Wetter-Fachleute mit unfassbaren 39 Grad! Auch die Nacht zum Donnerstag verspricht kaum Linderung, denn die Tiefstwerte sollen zwischen 16 und 21 Grad liegen.

Erst am Wochenende hatte es in Köln ein heftiges Gewitter-Feuerwerk gegeben. Polizei und Feuerwehr waren im Dauereinsatz.

Viele Kölner und Kölnerinnen suchten am Wochenende Abkühlung an Seen und in den Freibädern der Stadt (hier eine Übersicht über Preise und Öffnungszeiten)

Brütende Hitze in Spanien

Auch auf der Iberischen Halbinsel ächzt man dieser Tage unter brütender Hitze. Spanien erlebt seit Sonntag die erste offizielle Hitzewelle des Sommers. Die Wetterbehörde AEMET warnt vor hohen Gesundheitsrisiken in weiten Teilen des Landes. Betroffen sind demnach insgesamt 5.561 Gemeinden, in denen rund 27 Millionen Menschen leben - etwa 57 Prozent der Bevölkerung.

Während praktisch für die gesamte spanische Mittelmeerküste keine Warnung ausgerufen wurde, galt im Südwesten Mallorcas mit dem bei deutschen Urlaubern beliebten „Ballermann“ am Wochenende mit Temperaturen von bis zu 39 Grad Warnstufe Orange. Ein deutscher Urlauber brach am Samstag beim Stadtbummel in Palma zusammen. Der 57-Jährige habe über Atemprobleme geklagt und das Bewusstsein verloren und sei ins Krankenhaus gebracht worden, hieß es in Medienberichten, die von der örtlichen Polizei bestätigt wurden. Ab Montag soll sich die Lage auf der Insel jedoch entspannen.

37 Grad in Portugal

Auch in Portugal herrschen dieser Tage aufgrund heißer Luftmassen aus Nordafrika hochsommerliche Bedingungen mit Spitzenwerten von bis zu 37 Grad im Landesinneren. Die Regionen Bragança, Vila Real und Guarda stehen dabei unter besonderer Beobachtung des Wetterdienstes IPMA. An der Küste sollte es mit bis zu circa 30 Grad nicht ganz so heiß werden.

Die Hitze macht derzeit auch Millionen Italienern zu schaffen. In vielen Teilen des Landes kletterten die Temperaturen auf knapp 40 Grad - damit lagen sie teils bis zu 10 Grad über den typischen Durchschnittswerten für die Jahreszeit. Betroffen sind laut Meteorologen vor allem die Po-Ebene im Norden Italiens, Binnenregionen im Zentrum des Landes sowie die Mittelmeerinsel Sardinien. Die schwüle Witterung soll nach Einschätzung von Experten noch mindestens acht bis zehn Tage anhalten.

Alkoholverbot in Frankreich

Frankreich ist mit Temperaturen um die 40 Grad ebenfalls stark von der Hitzewelle betroffen. Am Montag gilt für rund die Hälfte des Landes - 49 Départements - die Hitze-Warnstufe Rot. Bereits am Sonntag rief der französische Wetterdienst Météo France für 35 Départements die höchste Stufe aus, darunter die Hauptstadt Paris. Für diese besonders betroffenen Gebiete galt während der am Sonntag groß gefeierten „Fête de la musique“ ein Alkoholverbot auf öffentlichen Straßen, um Rettungsdienste zu entlasten. Mancherorts wurden die Feierlichkeiten zu dem Musikfest gar abgesagt.

Die Temperaturen sollen in den nächsten Tagen noch weiter klettern. Mehr als 800 Schulen sollen deswegen geschlossen bleiben und 1.800 Einrichtungen ihre Stundenpläne anpassen, wie der französische Bildungsminister Édouard Geffray laut Medien ankündigte.

Waldbrände in Griechenland

Während große Teile Mitteleuropas unter einer frühen Hitzewelle leiden, erlebt Griechenland einen der angenehmsten Junimonate seit Jahrzehnten. Im Ballungsraum Athen stiegen die Temperaturen seit Monatsbeginn kaum über 32 Grad.

Ein Hubschrauber fliegt am Sonntag (21. Juni)  über einem Waldbrand in der Nähe des Dorfes Vatontas.

Copyright: Thodoris Nikolaou/AP/dpa

Ein Hubschrauber fliegt am Sonntag (21. Juni)  über einem Waldbrand in der Nähe des Dorfes Vatontas.

Allerdings ist das Feuerrisiko beträchtlich: Durch die Trockenheit und den Wind kann sich selbst ein kleiner Brand binnen Minuten zu einem Großfeuer entwickeln. Am Wochenende kam es zu mehreren kleineren Bränden, die mit Hilfe von Löschflugzeugen und Hubschraubern rasch unter Kontrolle gebracht wurden. Der Zivilschutz warnt dennoch vor anhaltend hoher Brandgefahr.

Hitzerekorde könnte es in den kommenden Tagen auch in Großbritannien geben. Der britische Wetterdienst Met Office warnte am Sonntag vor „extremer Hitze“ bis mindestens Donnerstag in Teilen von England und Wales. Am Mittwoch und Donnerstag könnten die Temperaturen demnach mancherorts auf bis zu 38 Grad klettern. Laut Met Office ist es damit gut möglich, dass der bisherige Juni-Rekord von 35,6 Grad - gemessen 1976 im englischen Southampton - gebrochen werden könnte. Darüber hinaus wird mit tropischen Nächten gerechnet, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad fällt. (dpa)

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