Bombenfund in Nippes. Eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe (500 Kilogramm) mit Front- und Heckaufschlagzünder muss noch heute entschärft werden.
Bombenfund in Köln-NippesEntschärfung muss heute stattfinden – erster Klingeldurchgang läuft
Aktualisiert:
Bei Sondierungsarbeiten wurde am heutigen Freitagmorgen (10. Juli) in der Nägelistraße in der Nachbarschaft des Johannes-Giesberts-Parks in Köln-Nippes ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.
Es handelt sich um eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe (500 Kilogramm) mit Front- und Heckaufschlagzünder. Der Sprengkörper muss noch heute entschärft werden.
Bombenfund Köln-Nippes: Erster Klingeldurchgang läuft
Um welche Uhrzeit der Blindgänger entschärft wird, steht noch nicht fest. Aktuell läuft bereits der erste Klingeldurchgang.
Dafür muss der Gefahrenbereich abgesperrt und evakuiert werden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf (KBD) und das Ordnungsamt der Stadt Köln sind vor Ort.
Der endgültige Gefahrenbereich wurde vom KBD mit einem Radius von 500 Metern festgelegt. Rund 4.300 Personen werden von Evakuierungen betroffen sein.
Ob Ihr von der Evakuierung betroffen seid, erfahrt ihr auf unserer interaktiven Karte. Einfach Adresse eingeben und checken!
Die wichtigsten Infos im Überblick
- Die Evakuierungen laufen alle sehr geregelt und ruhig ab. Auch die Einsatzkräfte wirken entspannt.
- Der Kölner Zoo bleibt geöffnet! Die Zufahrt über die Stammheimer Straße ist allerdings aufgrund der Sperrung nicht möglich. Die Straßenbahnlinie 18 verkehrt regulär (Haltestelle „Zoo/Flora“ geöffnet). Die Anfahrt bis zum Parkplatz unter der Zoobrücke ist ebenfalls möglich. Hier steht aber nur begrenzter Parkraum zur Verfügung.
Kinderkrankenhaus bereitet sich seit Tagen auf Evakuierung vor
Auch das Kinderkrankenhaus an der Amsterdamer Straße muss geräumt werden. Die Klinik bereitet sich bereits seit Tagen auf diesen Ernstfall vor – nun ist er eingetreten. Für den gesamten Zeitraum der Evakuierung ist die Klinik von der Versorgung abgemeldet. Die Stadt Köln bittet alle Eltern, in Notfällen ab sofort die Uniklinik Köln, das Krankenhaus Porz oder das Krankenhaus Leverkusen aufzusuchen. Insgesamt müssen 43 Kinder. 20 von ihnen sind intensivpflichtig.
Auch das Krankenhaus Holweide der Kliniken Köln ist während der Evakuierung abgemeldet, da dort die evakuierten kleinen Patienten und Patientinnen untergebracht werden. Der Kreißsaal ist hiervon nicht betroffen und steht allen Patientinnen weiterhin zur Verfügung. Zudem bittet die Stadt Klinikbesuchende darum, Freitag und Samstag möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Holweide anreisen, da die Parkflächen dringend für die Einsatzfahrzeuge benötigt werde.
Straßen werden gesperrt, auch KVB betroffen
Folgende Straßen sind von der Evakuierung betroffen:
- Amsterdamer Straße/Xantener Straße
- Theodor-Schwann-Straße Höhe Hausnummern 17/20
- Am Botanischen Garten Höhe Hausnummern 59/66
- Johannes-Müller-Straße/Garthestraße
- Sieboldstraße Höhe Hausnummern 8/11
- Stammheimer Straße/Bodinusstraße
- Lennéplatz
- Frohngasse/Riehler Straße
- Riehler Straße/Amsterdamer Straße
- Lentstraße Höhe Hausnummern 3/6
- Innere Kanalstraße/Niehler Straße
- Auerstraße/Schneider-Clauss-Straße
- Kuenstraße/Schneider-Clauss-Straße
- Beuelsweg Höhe Hausnummer 25
- Beuelsweg Höhe Hausnummer 3
- Florastraße Höhe Hausnummern 91/104
- Seekabelstraße Höhe Hausnummern 7/8
- Josefine-Clouth-Straße Höhe Hausnummern 32/41
- Kautschukstraße Höhe Hausnummer 6
- Auf dem Stahlseil Höhe Hausnummern 4a/7
- Josefine-Clouth-Straße/Auf dem Stahlseil
Die Zufahrt zur Zoobrücke in Richtung rechtsrheinisches Stadtgebiet wird ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr möglich sein.
Auch die Stadtbahn-Linie 16 und die Buslinien 124, 140 und 186 der KVB sind betroffen.
Alle Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Bereich großräumig zu umfahren und Rettungsgassen zu bilden, wenn Einsatzfahrzeuge mit Sonderrechten (Blaulicht, Martinshorn, Sirene) auf der Strecke unterwegs sind.
Anlaufstelle für Evakuierte im Erich-Kästner-Gymnasium
Von den Evakuierungen betroffen sind neben der Kinderklinik auch eine Kita, das Schwimmbad Lentpark sowie der Botanische Garten/Flora und ein Übernachtungsbetrieb. Wie die Stadt Köln mitteilte, haben sieben Gebäude im Evakuierungsbereich mehr als fünf Stockwerke.
Als Anlaufstelle für Evakuierte dient das Erich-Kästner-Gymnasium an der Castroper Straße 7. Diese wird voraussichtlich mit dem Beginn des ersten Klingelrundgangs öffnen. Der genaue Zeitpunkt steht aktuell noch nicht fest.
Weiter Infos folgen.
