Einem Spediteur aus Remscheid ist ein dicker Fisch ins Netz gegangen. Er überführte Betrüger.
Spediteur überführt BetrügerKölner Polizei schnappt Trio auf frischer Tat

Copyright: IMAGO/Westend61
Ein Spediteur aus Remscheid überführte Betrüger. (Symbolfoto)
Schlag gegen den organisierten Betrug: Die Polizei Köln hat am Donnerstagabend (2. Juli) drei Männer (42, 43, 50) in einer Lagerhalle in Köln-Rodenkirchen festgenommen.
Die Verdächtigen sollen als sogenannte Phantomfrachtführer einen Spediteur (50) betrogen und Waren im Wert von mehr als 200.000 Euro erbeutet haben. Die Polizei stellte einen Lkw und über 200 Paletten mit diversen Waren sicher.
Dreiste Betrugsmasche: Spediteur wird zum Detektiv
Der entscheidende Tipp kam vom betrogenen Spediteur (50) aus Remscheid selbst. Er hatte bereits vor zwei Wochen Anzeige erstattet, weil eine Ladung im Wert von 125.000 Euro spurlos verschwunden war. Bei einer neuen Lieferung installierte der Unternehmer kurzerhand einen GPS-Sender.
Am Donnerstagabend schlug der Tracker Alarm: Das Fahrzeug steuerte nicht das Ziel an, sondern fuhr ungeplant ein Lager an der Industriestraße in Rodenkirchen an. Der Spediteur alarmierte sofort die Polizei, die die Halle umstellte und die drei Tatverdächtigen festnahm.
Die Polizei warnt vor der Masche der „Phantomfrachtführer“. Dabei geben sich die Täterinnen und Täter auf digitalen Frachtenbörsen mit gefälschten Papieren als seriöse Unternehmen aus. Erhalten sie einen Auftrag, holen sie die Ware ab.
Da die Papiere echt aussehen, schöpfen die Logistikmitarbeiterinnen und -mitarbeiter keinen Verdacht. Die Betrügerinnen und Betrüger verschwinden dann mit der kompletten Ladung. Die Ermittlungen zu möglichen Hinterleuten und weiteren Geschädigten dauern an. (red)
