Abgaseund Lärm bestimmen das Bild an der Oper: Ein Anwohner hat jetzt die Nase voll. Er fordert: Die neue Langgasse soll autofrei werden.
Anwohner hat die Nase vollKölner Straße soll zur Fußgängerzone werden

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Die Neue Langgasse/ Ecke Krebsgasse soll eine autofreie Straße werden. (Archivfoto)
Schluss mit dem Auto-Chaos mitten in der Kölner City! Die Neue Langgasse, ein kleiner Straßenzug direkt gegenüber der Oper, soll zur autofreien Zone werden. Die Idee stammt von einem Anwohner, der eine Petition einreichte – und bei den Politikern und Politikerinnen der Bezirksvertretung Innenstadt offene Türen einrannte. Sie nahmen den Vorschlag auf und beschlossen einstimmig, die Verwaltung solle das Vorhaben prüfen.
Die nur rund 50 Meter lange Einbahnstraße verbindet die Krebsgasse mit der Neven-DuMont-Straße. Auf der einen Seite liegen die Opernpassagen mit einem großen Supermarkt und Außengastronomie, gegenüber ein italienisches Restaurant und drei weitere Läden. Bislang gibt es hier neun kostenpflichtige Parkplätze.
Kleine Straße, aber „chaotische“ Zustände
Obwohl die Gasse so kurz ist, seien die „Verkehrsverhältnisse chaotisch“, wie es in der Eingabe des Anwohners heißt. Viele Autofahrer und Autofahrerinnen würden die Einbahnstraßen-Regelung einfach nicht beachten.
Ein riesiges Ärgernis für die Gäste der Außengastronomie: Sie müssten nicht nur den Motorenlärm ertragen, sondern auch die Abgase der Autos einatmen. Manchmal, so der Petent, stünden Fahrzeuge lange mit laufendem Motor da, ohne wegzufahren.
Wird die Neue Langgasse autofrei, könnte sie Teil der Fußgängerzone Breite Straße werden. Das wäre ein Segen für Fußgänger, Fußgängerinnen sowie Radfahrerinne und Radfahrer. Der Anwohner schlägt vor, die Gasse mit Pflanzkübeln oder Bäumen zu verschönern. Der Verlust der wenigen Parkplätze sei verkraftbar, da es in den umliegenden Parkhäusern genug Alternativen gebe. Autofahrende könnten über Glocken-, Schwertnergasse und Appellhofplatz umgeleitet werden.
Der 62-jährige Anwohner hatte seine Initiative bereits im März 2023 gestartet, wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet. Dass es so lange dauerte, bis sich die Politik damit befasste, sei laut Ulrich Höver, Leiter des Bezirksamts Innenstadt, wegen der vielen Vorlagen nicht ungewöhnlich. Bevor er seine Petition einreichte, sammelte der Kölner rund 150 Unterschriften von Unterstützerinnen und Unterstützern. Die Stadtverwaltung selbst hat bisher nur eine Prüfung empfohlen, aber noch keine finale Bewertung abgegeben. (red)
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