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Nach zwei Jahren BauzeitHier ist alles neu im Kölner Hauptbahnhof

Aktualisiert:

Auch die DB Lounge für Bahnkunden auf Gleis 1 des Bahnhofs ist modernisiert worden.

Bei der Einweihung des funkelnagelneuen Reisezentrums am Dienstag zeigten sich Michael Peterson, Vorstand der DB für Personenverkehr, und Kölns Bürgermeisterin Maria Helmis-Arend in einem Punkt absolut einig: Die Wahrnehmung von Verspätungen ist relativ. Die zweijährige Dauer der Modernisierung ist für die an Provisorien gewöhnte SPD-Politikerin jedenfalls kaum der Rede wert.

„Zwei Jahre, da kann ich ja nur lachen“, scherzte sie laut „Kölner Stadt-Anzeiger“, nachdem Peterson, wie bei seinen öffentlichen Auftritten üblich, eine Warnung ausgesprochen hatte. Mit Verweis auf 28.000 Baustellen im Schienennetz bat er um Verständnis, dass die Pünktlichkeit im Fernverkehr 2026 wohl noch herausfordernder wird. „Aber wir sehen, dass es für die Gäste auch wichtig ist, wie wir sie willkommen heißen und durch die Reisekette begleiten.“ 

Köln gehört damit ab sofort wieder zur ersten Garde, nachdem zuvor schon die Bahnhöfe in Berlin (Südkreuz und Hauptbahnhof), Hamburg, Nürnberg und Düsseldorf auf Vordermann gebracht wurden. Es ist fast vergessen, wie die Bahn es schaffte, im provisorischen Ladenlokal im Vorjahr 460.000 Kundinnen und Kunden zu bedienen.

Das sind 1260 Menschen pro Tag! Und das, obwohl laut Peterson neun von zehn Reisenden ihre Fahrkarten längst online buchen.

Digitaler Service

Jeder dieser verbliebenen zehn Prozent der Kundschaft kann sich freuen: Beim Betreten des neuen Zentrums wird man an vier Empfangsschaltern begrüßt, wo einfache Anliegen schnell geklärt werden.

Für kompliziertere Fälle gibt es einen digitalen Warte-Bon direkt aufs Smartphone, der die voraussichtliche Wartezeit anzeigt, bis einer der zwölf Beraterschalter frei ist. Vom Lärm der belebten Querpassage ist im Inneren fast nichts mehr zu hören.

24.03.2026, Köln: Die Deutsche Bahn eröffnet am Hauptbahnhof ein neues DB Reisezentrum und eine neue DB Lounge. Foto: Uwe Weiser

Copyright: Uwe Weiser

NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Mitte) und Michael Peterson, DB-Vorstand für Personenverkehr, lassen sich die Abläufe im neue Reisezentrum des Kölner Hauptbahnhofs erläutern.

Für mobilitätseingeschränkte Reisende sind die Schalter absenkbar, um sie im Rollstuhl bequem zu erreichen. Induktionsschleifen sollen das Verstehen für Menschen mit Hörgeräten erleichtern, während tastbare Bodenmarkierungen blinden oder sehbehinderten Personen die Orientierung ermöglichen. 60 Mitarbeitende sorgen im Schichtdienst für einen reibungslosen Ablauf. Das Reisezentrum hat wochentags ab sieben Uhr, an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ab neun Uhr geöffnet und schließt jeden Abend um 21 Uhr.

Der direkte Weg in die Lounge, die sich im ersten Stock befindet, gehört der Vergangenheit an. Sie ist nun nur noch über den Bahnsteig 1 zugänglich. Dort warten insgesamt 100 Sitzplätze, 42 davon im Premium-Bereich, auf die Gäste. Die Bahn kalkuliert mit mehr als 200.000 Besucherinnen und Besuchern pro Jahr, die von 24 Mitarbeitenden umsorgt werden.

„Der Kölner Hauptbahnhof ist der viertwichtigste in Deutschland und wegen seiner Lage direkt am Dom ein ganz besonderer Ort, den jeder in Deutschland kennt“, betont NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer. Das Reisezentrum sei ein Muss. „Es ist wichtig und richtig, dass es immer noch einen Ort für Menschen gibt, die Wert auf eine persönliche Beratung legen.“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Hape Kerkeling schaut in die Kamera.

„Wer hat sich das denn ausgedacht?“

Hape Kerkeling schimpft über Neuerung in Köln