Nach der Stink-Attacke auf das Café Impi in Ehrenfeld meldet sich jetzt die Interessensgemeinschaft (IG) Kölner Gastro zu Wort – und findet deutliche Worte. Nicht nur für die Täter.
Stink-Attacke auf CaféGastro-Szene wird deutlich: Von wegen „kölsche Offenheit“

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Auf das Café Impi in Köln-Ehrenfeld wurde offenbar ein Angriff mit einer stinkenden Substanz verübt.

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Erst der Hype, dann der Hass: Am beliebten Matcha-Café Impi in Köln-Ehrenfeld wurde am Wochenende eine übel riechende Flüssigkeit verschüttet – Kundinnen berichteten von bestialischem Gestank, der sich sogar in Kleidung und Autos festsetzte.
Die Polizei bestätigte den Vorfall gegenüber EXPRESS.de. Die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung dauern an. Um welchen Stoff es sich genau handelte, ist bislang nicht bekannt. Es könnte Buttersäure gewesen sein.
IG Gastro: „Das ist kein Nachbarschaftskonflikt. Es ist ein Angriff“
Jetzt schaltet sich die Interessengemeinschaft Kölner Gastro (IG Kölner Gastro) ein – mit einem Instagram-Statement, das weit über den einzelnen Vorfall hinausgeht.
„Buttersäure gegen einen gastronomischen Betrieb ist kein Nachbarschaftskonflikt. Es ist ein Angriff“, schreibt die IG. Auf einen Betrieb, auf Menschen, die dort arbeiten, auf eine Idee – „und auf genau das Miteinander, auf das sich Köln so gerne beruft.“
Die IG verurteilt die Attacke klar, warnt aber gleichzeitig davor, Gastronominnen und Gastronomen pauschal für jeden Ärger im Veedel verantwortlich zu machen.
„Gastronomen sind nicht pauschal verantwortlich für jeden Menschen im öffentlichen Raum. Sie sind nicht der Buhmann für jedes Geräusch, jede Gruppe und jedes gesellschaftliche Leben in einem Veedel“, heißt es weiter. Und: „Köln braucht wieder mehr Miteinander.“
Besonders scharf geht die IG mit der „kölschen Offenheit“ ins Gericht, die „scheinbar immer öfter genau dort“ ende, „wo vor der eigenen Haustür tatsächlich etwas passiert“. Ihr Vorwurf: Man wolle Cafés, Kneipen und besondere Konzepte – „aber bitte ohne Gäste.“
Dass der Ärger der Nachbarschaft ums Impi nicht aus dem Nichts kommt, räumt die IG selbst ein. Seit dem Erfolg des Trendgetränks Iced Matcha im Mai 2025 zieht das kleine Café Gäste aus ganz NRW an – mit Warteschlangen bis auf die Straße.
Genervte Anwohner hatten deshalb bereits eine Online-Petition für „mehr Ruhe, Sicherheit und Sauberkeit“ gestartet und Lärm, Müll und Falschparker beklagt. Der Café-Betreiber hat seitdem unter anderem die Öffnungszeiten angepasst und die Warteschlange neu geordnet. Zum aktuellen Vorfall äußerte er sich auf Anfrage nicht.
Wie seht ihr die Müllproblematik in Köln?
Unter dem Instagram-Post der IG entwickelt sich prompt eine hitzige Debatte, in der Nutzer der Gastro-Lobby zwar grundsätzlich zustimmen – aber auch selbst Kritik üben.
Ein Kommentar verweist etwa auf die Kölner Stadtordnung, wonach Gastronomiebetriebe im Umkreis von 50 Metern um ihr Lokal Verpackungsmüll von Speisen entfernen müssen: „Das hat lange gut geklappt. Warum funktioniert das seit einiger Zeit in der gesamten Stadt immer weniger?“ Der Nutzer verurteilt die Attacke ausdrücklich, fragt aber: „Können nicht einfach mal ALLE sorgsam mit ihrem Müll umgehen?“
Als Beispiele nennt er die Deutzer Freiheit, die Ehrenstraße, die Venloer, Subbelrather, Berrenrather und Dürener Straße – überall lägen Verpackungen und Servietten mit Logos benachbarter Läden herum.
Andere Kommentare fallen deutlich pessimistischer aus: Von einer „Rückentwicklung und Verrohung der Menschen“ ist die Rede, die „überall sichtbar“ zunehme. Ein weiterer Nutzer zieht ein bitteres Fazit: „So offen und tolerant ist Köln dann doch nicht. Das größte Dorf von Deutschland.“
Wie seht ihr die Müllproblematik in Köln? Wie lebenswert ist Köln noch? Meldet euch bei uns! Fotos, Videos und Infos jetzt hier schnell und einfach hochladen.
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