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Explosion am Kölner FriesenwallPolizei geht von Absicht aus – mehrere Personen flüchtig

Blick auf die beschädigte Bar mit zerstörter Scheibe und Trümmern auf dem Boden.

Copyright: Alexander Franz

Blick auf die beschädigte Bar mit zerstörter Scheibe und Trümmern auf dem Boden.

Aktualisiert:

Explosion am frühen Sonntagmorgen in einer Kölner Bar. Offenbar wurde sie mutwillig herbeigeführt.

Eine Explosion hat am frühen Sonntagmorgen (gegen 6 Uhr) am Friesenwall im Kölner Stadtteil Altstadt-Nord für einen größeren Polizeieinsatz gesorgt. Nach ersten Angaben der Polizei gibt es erste Hinweise darauf, dass die Detonation mutwillig herbeigeführt worden sein könnte. Mehrere Personen sollen nach der Explosion geflüchtet sein.

In dem betroffenen Betrieb – laut ersten Informationen handelt es sich um eine Bar – sollen sich zum Zeitpunkt der Explosion keine Gäste aufgehalten haben.

„Größeres Schadensbild“ an der Bar

Trotzdem ist der Schaden erheblich. Die Polizei spricht von einem „größeren Schadensbild“ am Objekt. Die Eingangstür wurde aus den Angeln gehoben, Teile des Innenbereichs sind durch die Wucht der Sprengung und den darauffolgenden Brand zerstört worden – dieser musste von der Feuerwehr gelöscht werden. 

Ein Anwohner der darüberliegenden Wohnungen inhalierte Rauchgase und wurde verletzt. Wie genau es zu der Explosion kam, was detonierte und ob es sich um einen gezielten Angriff handelt, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Einsatzkräfte arbeiten an der Spurensicherung nach einer Explosion in einer Bar in der Kölner Innenstadt.

Copyright: Benjamin Westhoff/dpa

Einsatzkräfte arbeiten an der Spurensicherung nach einer Explosion in einer Bar in der Kölner Innenstadt.

Die Einsatzkräfte sicherten am Morgen die Umgebung und nahmen Spuren auf. Noch ist unklar, ob es einen konkreten Hintergrund oder ein Motiv gibt. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen. 

Früher am Sonntagmorgen, gegen 4.30 Uhr, kam es im Bereich der Zülpicher Straße zudem zu einer Schussabgabe, bei der eine Person verletzt wurde. Auch hier wird nach den Tätern gefahndet.

Die Polizei stellt klar: Einen Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen sieht sie nach aktuellem Stand nicht. Dies werde mit der „Ermittlungsgruppe (EG) Fusion“ geprüft. Zeugen, die Hinweise zu den Tatgeschehen oder den flüchtigen Personen und deren Aufenthaltsort geben können, werden gebeten, sich telefonisch bei der Polizei Köln zu melden: unter 0221 229-0 oder per E-Mail. (mg)

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