Beim 1. FC Köln scheint ein Abgang im Mittelfeld immer wahrscheinlicher. Doch der Klub hat schon Ersatz im Visier!
Martel im Sommer Weg?FC macht ernst bei Nachfolge-Lösung

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Stefano Russo kämpft mit Arminia Bielefeld in der 2. Bundesliga um den Klassenerhalt.

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Er hat sich bislang nicht zum 1. FC Köln bekannt! Eric Martel (23) liebäugelt seit Monaten mit einem Abgang. Jetzt deutet vieles darauf hin, dass er den FC im Sommer tatsächlich verlässt. Der Vertrag läuft aus, Köln wird also keine Ablöse für den Mittelfeldspieler bekommen.
Doch für einen Ersatz muss Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler (40) Geld in die Hand nehmen. In den Fokus rückt jetzt ein Zweitligaprofi. Mit Stefano Russo (25) soll Köln bereits den Nachfolger für Martel ausgemacht haben.
Stefano Russo hat in Bielefeld Vertrag bis 2028
Der Deutsch-Italiener steht aktuell noch bis 2028 bei Arminia Bielefeld unter Vertrag. Köln müsste also eine Ablöse zahlen, der Marktwert liegt bei rund einer Million Euro.
Was die Verhandlungen erschweren könnte, ist die unsichere Zukunft des FC. Ob man in der Bundesliga bleibt oder absteigt, entscheidet sich in den kommenden Wochen.
Russo gilt als laufstarker, robuster Mittelfeldspieler. Angeblich gab es schon vor der laufenden Saison Kontakt. Da suchte man wohl auch einen Abnehmer für Martel, doch er fand kein Angebot, was ihm zusagte, und blieb in Köln.
Sky berichtete jetzt zuerst vom Kölner Interesse an Russo. Der wurde in der Jugend der TSG Hoffenheim ausgebildet und spielte auch schon bei Viktoria Köln. In Bielefeld ist er zuletzt absoluter Stammspieler gewesen. Wenn Köln ernst macht, wird die Arminia sicherlich versuchen, die Ablöse nach oben zu treiben.
Martel war im Winter beim 1. FC Köln in die Kritik geraten, auch weil er keine Entscheidung über seine Zukunft getroffen hatte. Ex-Trainer Lukas Kwasniok (44) sagte vor seiner Freistellung, dass die ungeklärte Situation Charaktere wie Martel besonders hart treffen würde: „Profifußballer beschäftigt eine Sache immer: Das ist nicht nur der aktuelle Stand, sondern auch die Zukunft. Das ist der große Unterschied zu vielen Arbeitnehmern.“
Für Martel sind die Gedanken besonders herausfordernd, weil er laut Kwasniok „ein sehr strukturierter und organisiert denkender Mensch ist. Auf dem Feld als Sechser oder Innenverteidiger hat er viel Struktur und Organisation um sich herum. Das ist etwas anders als ein Zehner, der sich wenige Gedanken um den morgigen Tag macht.“
Martel hatte im Sommer ein FC-Angebot für eine Vertragsverlängerung abgelehnt. Seitdem gab es Gerüchte über den SC Freiburg, AC Florenz oder Besiktas Istanbul.

