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„Ist mir egal“Schumi-Verdacht lässt Bruder Ralf kalt

Ralf Schumacher hat sich in einem Interview deutlich über Anschuldigungen aus dem Ausland im Zusammenhang mit Bruder Michael geäußert

Nicht nur bei Motorsport-Fans hat sich der 29. Dezember als tragischer Stichtag tief ins Gedächtnis eingebrannt: Kurz vor dem Jahreswechsel im Jahr 2013 überstand Michael Schumacher (56) einen schweren Skiunfall zwar lebend, dennoch ist für den siebenmaligen Weltmeister der Formel 1 seitdem nichts mehr wie zuvor.

Schumacher wird seit über einem Jahrzehnt streng abgeschirmt, über seinen Gesundheitszustand dringt nur wenig nach außen. Was der gewaltigen Fan-Schar auf der ganzen Welt von ihrem Idol bleibt, sind die Erinnerungen an die großen Jahre in der Formel 1. 

Ralf Schumacher adelt Verstappen: „Er hat dieses Michael-Gen“

Bruder Ralf (50) musste sich in diesem Zusammenhang gerade aus dem Ausland schon geschmacklose Vorwürfe gefallen lassen. In einem Interview mit Sport1 sprach der langjährige F1-Pilot über Unterstellungen aus der Vergangenheit und einen Neid-Verdacht aus England, der ihn lange begleitete.

Weil Max Verstappen (28) jüngst seinen fünften Titel in Serie verpasste, bleibt Schumi der einzige Fahrer der Geschichte, der seinen Weltmeister-Status vier Jahre in Folge verteidigen konnte. Für dessen jüngeren Bruder spielt der Vergleich der Bestmarken allerdings keine Rolle.

„Mir wurde ja oft Neid unterstellt, gerade von englischer Seite, mit dem Argument, Hamilton hätte theoretisch acht Titel und wäre besser als Michael. Das ist völliger Quatsch“, stellte Schumacher klar und betonte: „Das ist mir völlig egal.“

Ausführlicher erklärte Schumacher anschließend: „Man kann diese Dinge nicht miteinander vergleichen. Michael war und bleibt der beste Fahrer seiner Zeit. Natürlich geht die Welt weiter, neue Fahrer kommen – das war mir schon bei Lewis Hamilton egal, und das ist es auch bei Max.“

Dass die beiden Dominatoren der jüngeren Vergangenheit in einer Reihe mit den historischen Größen der Formel 1 genannt werden, ist für Ralf Schumacher daher nur folgerichtig. „Jeder Fahrer, der so erfolgreich ist wie Hamilton und Verstappen, hat das absolut verdient“, unterstrich er seinen Respekt für das Duo.

Verstappen erteilte er nach einer komplizierten Saison, die der Niederländer beinahe sogar noch mit dem Titel gekrönt hätte, außerdem einen ganz besonderen Ritterschlag.

„Er hat dieses Add-on bekommen, diese Fähigkeit und diese Aura, die Michael auch hatte: ein Team um sich herum zu vereinen, zu führen, mitzunehmen. Dass die Leute für dich durchs Feuer gehen, das ist entscheidend. Dieses Michael-Gen hat Max nun auch“, befand Ralf mit Blick auf die Konstellation im Team Red Bull.