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„Unglaublich und absurd“Blatter kritisiert FIFA scharf nach Schiri-Einreiseverbot

Joseph Blatter

Copyright: Urs Flueeler/KEYSTONE/dpa

Joseph Blatter schimpft gerne über den aktuellen FIFA-Präsidenten. (Archivbild)

Blatter wütet gegen FIFA: WM-Aus für Schiri wegen Visum.

Joseph Blatter (90), der einstige Boss der FIFA, geht frontal auf den Weltverband und Gianni Infantino los. Der Grund für die heftige Kritik: Einem Schiedsrichter wurde von den USA das Visum für die WM verwehrt. Gegenüber der „L'Équipe“ teilte Blatter mit einem Seitenhieb auf Infantinos gute Verbindung zu US-Präsident Donald Trump aus: „Der amtierende Präsident sollte beweisen, dass er stärker ist als sein guter Freund im Weißen Haus, nicht wahr?“

Und Blatter macht unmissverständlich klar: „Wenn man sich von der Politik lenken lässt, ist das schlecht. Und die anderen Verbände sollten ebenfalls protestieren.“

WM-Traum für somalischen Schiri geplatzt

Worum geht es genau? Es dreht sich alles um Omar Artan. Er hätte als erster Referee aus Somalia bei einer WM Geschichte schreiben können, denn er stand auf der finalen FIFA-Liste. Aber die USA verweigerten ihm das Visum. Ein US-Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte, erklärte gegenüber dem Sender CNN: Der Grund seien Sicherheitsbedenken aufgrund mutmaßlicher Kontakte zu einer Terrorgruppe.

Das Land Somalia ist einer von 39 Staaten, für dessen Staatsangehörige unter Präsident Donald Trump strengere Einreiseregeln der US-Regierung gelten. Menschen aus diesen Ländern müssen sich bei der Ankunft speziellen Kontrollen unterziehen.

Blatter findet klare Worte: „Unglaublich und absurd“

Für Blatter ist die ganze Sache nicht hinnehmbar. „Es ist unglaublich und absurd“, so der aus der Schweiz stammende 90-Jährige. „Verweigert ein Land einem Schiedsrichter die Einreise, ist das ein schwerwiegendes Problem, und die Weltmeisterschaft sollte nicht in einem solchen Land stattfinden.“

Die Verantwortung dafür sieht er eindeutig beim Weltverband. „Sie hat dieses Prinzip missachtet, und die USA haben es nicht respektiert. Wir können das Turnier nicht mehr stoppen, aber es ist ungeheuerlich.“

So reagiert die FIFA auf die Vorwürfe

Der Weltverband kontert jedoch und betont, dass wie schon bei vergangenen Weltmeisterschaften das ausrichtende Land die endgültige Entscheidungsgewalt über die Erteilung von Visa besitzt. In einer offiziellen Mitteilung hieß es: „Die FIFA ist nicht an den Einwanderungsverfahren des Gastgeberlandes beteiligt, einschließlich der Entscheidung über Visaanträge“.

Zur Einordnung: Blatter stand von 1998 bis 2015 an der Spitze der FIFA. Im Zusammenhang mit Korruptionsuntersuchungen musste er seinen Posten räumen und erhielt später eine Sperre. Seither äußert er regelmäßig Kritik an der Arbeit von Infantino, der ihm im Amt nachfolgte. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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