Eklat bei Rundfahrt Kurz nach Verlängerung bis 2023: Team trennt sich von Radprofi López

Miguel Ángel López und Movistar trennen sich.

Miguel Ángel López gewann bei der Spanienrundfahrt die 18. Etappe am 2. September 2021 für Movistar.

Notbremse nach dem Eklat bei der Spanienrundfahrt: Nur wenige Tage, nachdem sein Vertrag bis 2023 verlängert wurde, ist Radprofi Miguel Ángel López raus beim spanischen Team Movistar.

Madrid. Dieser Zoff war zu viel! Das spanische Profi-Radteam und der kolumbianische Radprofi Miguel Ángel López (27) trennen sich. Der Vertrag endet nun schon am 1. Oktober 2021. Und das nur wenige Tage, nachdem der Vertrag bis 2023 verlängert wurde.

Was war passiert? Kurz vor dem Start der Spanienrundfahrt (14. August bis 5. September) hatte Movistar mit seinem Kolumbianer verlängert. López sollte als Siegfahrer bei den großen Rundfahrten für Furore sorgen. Doch auf der vorletzten Etappe der Spanienrundfahrt war es zum Eklat gekommen. López lag auf dem dritten Rang der Gesamtwertung, als er das Rennen rund 30 Kilometer vor dem Ziel aufgab.

Zuvor waren er und die Teamleitung von Movistar um Boss Eusebio Unzue (66) aneinandergeraten. López verpasste rund 55 Kilometer vor dem Ziel eine Attacke seiner Konkurrenten. Wenig später stieg er dann frustriert vom Rad. Die Kollegen sollen extrem sauer gewesen sein, weil López auch als Dritt-, Viert- oder auch Fünftplatzierter noch mehrere Tausende Euro Prämien in die Mannschaftskasse gespült hätte. So aber verließ er das Rennen und kassierte kein Geld mehr. Auf großen Rundfahrten ist es üblich, dass alle Prämien unter den Teamkollegen und Mechanikern sowie weiteren Betreuern aufgeteilt werden.

Miguel Ángel López: Zoff bei der Vuelta über Funk

„Das Team dankt Miguel Ángel für seine Anstrengungen und Ergebnisse in dieser Saison und wünscht ihm viel Glück für die Zukunft“, heißt es nun in einer Social-Media-Mitteilung des Rennstalls nüchtern.

Was auf der Etappe über Funk wirklich gesagt wurde, ist nicht ganz klar. Angeblich bekam López von Boss Unzue das Kommando, dass er die Ausreißer nicht einholen dürfe, weil dort ein Teamkollege vertreten war (26, Enric Mas), der den Etappensieg hätte holen können. Daraufhin war López völlig außer sich. Auch Unzue soll gebrüllt haben. Diese Version kam aber nur aus dem López-Lager.

Die Gesamtwertung gewann am Ende der Slowene Primoz Roglic (31) vor Mas. Die 18. Etappe hatte López noch gewonnen. Beim Team entschuldigte er sich nach seinem Austeigen, doch das Verhältnis zur Teamführung war nicht mehr zu retten. Jetzt folgte die Trennung.

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